Beitrag 8. Etappe

8. Etappe Teil 13. August 2021

Südamerika, ein neuer Kontinent, wir sind in Kolumbien

 

Die Wettervorhersage war mit E bis NE 15 -20 kn eher Schwachwindig, deshalb habe ich am Freitag auch schon alles für den Gennacker vorbereitet. Wir verlassen Curacao Spanish Water und setzen Kurs auf Aruba. Um maximalen Abstand zu Venezuela zu haben, wollen wir an der NE Küste entlang um dann den Kurs nach Kolumbien zu stecken. "Plans are written in sand ….." Der Gennacker steht und wir laufen Aruba entgegen.

20210814 10 Curacao nach santa Marta
Mit Gennacker Kurs auf Aruba



Gegen Nachmittag türmen sich Wolken nicht nur hinter uns, sondern auch im Nordosten von Aruba und die Blitze zucken am Abendhimmel. Wäre ja ein schönes Schauspiel, wenn das nicht unser Kurs wäre. Neuer Kurs, wir fahren doch an der SW Küste von Aruba und bleiben den Blitzen fern. Anfangs fahren wir ohne Navigationslichter und das AIS nur auf Empfang. Die derzeitige Lage in Venezuela ist nicht unbedingt die sicherste. Es gibt immer wieder mal Meldungen von Piraterie in der Nähe der Küste von Venezuela. Doch die Dutch Caribien Coast Guard ist hier nachts sehr aktiv, mehrmals fliegen sie das Grenzgebiet zwischen Curacao, Aruba und Venezuela ab, so dass wir uns sicher fühlen und alles wieder einschalten. Zudem waren doch auch einige der "Großen" unterwegs und ist es besser wenn man sich gegenseitig sieht. Nachts fahren wir an Aruba vorbei und durchqueren ein riesiges Ankerfeld von Frachtschiffen. Die tun nichts, liegen ja alle an der Kette.
An Aruba vorbei, verlässt uns auch bald der vorhergesagte Wind und wir müssen den Motor zu Hilfe nehmen. Der Wind wird vermutlich gerade wo anders gebraucht. So wechseln sich Gennacker und Motor mehrfach ab. Meist haben wir entgegen der Vorhersage Wind aus SW um 10-15 kn. Reicht aus, dass uns der Gennacker mit 5 – 6 kn voran treibt. Auch die Gewitterneigung bleibt uns erhalten. Zum Glück zucken die hellen Blitze immer in Küstennähe, so dass wir das Schauspiel dieses mal genießen können. Doch ganz ohne Wolken hätten wir nicht diese spektakulären Sonnenuntergänge.




20210815 30 Curacao nach santa Marta
schöne Sonnenuntergänge


Selbst am Cabo de la Vela, um das der Wind immer mit 10-15 kn mehr pfeift ist es ruhig. Da fragt man sich auf welcher Grundlage man seine Routen planen soll. Dennoch besser weniger Wind als die oftmals auch über 40 kn in diesem Bereich. Zum Abend ziehen wieder die Gewitterwolken auf und Blitze erhellen den Nachthimmel. Nur dieses Mal stehen die Gewitterfronten wieder auf unserem Kurs, so dass wir ausweichen müssen. Ansonsten ist unsere Überfahrt unspektakulär und wird nur durch mehrmaligen Besuch von Delfinen und dem Fang eines MahiMahi aufgelockert.

20210816 90 Curacao nach santa Marta
blutrot leuchtet der Himmel

 

Den ganzen Tag passiert nichts, der Gennacker zieht, die Angel ziehen wir schon den ganzen Tag hinter her. Wir waren gerade am Abendessen vorbereiten, da schnurrt die Angelleine aus, der MahiMahi hat gebissen. Wir bereiten alles für die Anlandung des Fisches vor, da haut uns eine Windböe in den Gennacker und neigt die Molly gefährlich auf die Seite. Wir lassen den Fisch erst einmal zappeln und lösen die Schoten vom Gennacker. Die Molly richtet sich wieder auf, alles gut. Auch bei der kurzzeitig etwas höheren Geschwindigkeit blieb uns der MahiMahi treu am Haken. Abendessen für die nächsten zwei Tage.

 

20210816 70 Curacao nach santa Marta
immerwieder kommen Delfine zu Besuch

 

20210815 90 Curacao nach santa Marta
der MahiMahi an der Angel




Vorbei am Archipelos del Norte, sind wir schon in den Hoheitsgewässern von Kolumbien. Wir hissen die Gastlandflagge zusammen mit der gelben Flagge und sind zum Einlaufen in Santa Marta bereit. Da war noch was: wir müssen wieder einmal unsere Fender aufblasen und die Festmacherleinen suchen. Die sind wieder in der Versenkung verschwunden. Aber wie sagt man immer: das Schiff verliert nichts, findet sich alles irgendwann wieder. Nur die Leinen brauchen wir gleich.

20210816 50 Curacao nach santa Marta Achipelos del Norte
Archipelos del Norte


Dienstag, am späten Nachmittag erreichen wir Santa Marta. Wir melden uns über VHF an und werden nach einem kurzen Frage und Antwortspiel ab der Hafeneinfahrt vom Hafenpersonal zu unserem Liegeplatz geführt. Ist ja nicht so als wenn wir überraschend hier auftauchen würden, doch werden nochmals alle Daten über Funk abgeglichen, bevor wir einlaufen dürfen.

Der nächsten Tag (Mittwoch 18. August) ist mit Papierkram, Formularen und Einklarieren geprägt. Obwohl wir schon alle Dokumente vorab per Email zugesendet haben, füllen wir wieder einmal mehrere Formulare aus. Das Hafenpersonal ist sehr freundlich, spricht gutes Englisch und ist uns bei allen Fragen sehr behilflich. Die Dame vom Hafenbüro ist auch gleich unterwegs um die Pässe stempeln zu lassen, die wir am nächsten Tag auch schon wieder bekommen. Auf Grund unserer Impfung entfällt der Gesundheitscheck. Nachdem ein erster selbständiger Versuch eine SIM Karte zu kaufen gescheitert ist, geht ein Marinero mit uns und nach viel Palaver sind wir wieder mit der Welt verbunden. Neben dem Hafenbüro gibt es eine Captainslounge mit einer super WiFi Verbindung. Das Hafen WiFi reicht fast bis zum Schiff, wäre unser WiFi Booster nicht defekt, hätten wir WiFi am Schiff. Aber schade….




Die nächsten Tage verfliegen mit Entdeckungstouren in der Stadt. Die Stadt ist sehr trubelig, jedoch findet man sehr schöne kleine Gassen mit netten Kaffees. Die Straßenhändler bieten Früchte und Essen an, das immer ein willkommener kleiner Imbiss ist.

 

20210818 140 Santa Marta erst Eindrcke
Wandmalerei

 

20210818 160 Santa Marta erst Eindrcke
kleine Kaffees in einer Seitengasse

 

 

20210818 170 Santa Marta erst Eindrcke
fahrende Obsthändler

 

20210819 181 Santa Marta erst Eindrcke
 

 

 

 

 

 Die ersten Eindrücke: überall spielt südamerikanische Musik, kann man aber ganz gut hören. Viele fahrende Händler bieten Obst und Gemüse an, oder einen kleinen Imbiss vom fahrenden Grill. Spieße mit Fleisch Kartoffeln und Gemüse, Chorizzo wie Currywurst mit Salsasoße.

20210820 190 Santa Marta erst Eindrcke
 hier gibt es gegrillte Würste,Kleischspieße,...



Jeden abend gibt es ein Gewitter, meist auch mit Regen. Das kühlt die Temperatur für die Nacht angenehm ab. Tagsüber ist es jedoch warm und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
Mit dem letzten Regenguß haben wir 150 Liter aufgefangen. Das Regenwasser filtern wir durch unseren dreistufigen Filter und machen es mit Silberionen haltbar. Das Wasser ist allemal besser als das was aus der Leitung kommt.

Die Währung in Columbischen Pesos verlangt etwas Kopfrechnen von uns. 10.000 COP sind 2,50 Euro. So ist man immer und überall ertsmal am umrechnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einigen Tagen in der Marina, nicht einfach ins Wasser springen zu können, kommt der Drang nach Wasser und baden auf. Die Duschen sind zwar sehr schön, ersetzen aber nicht den Strand und das Meer. Wir buchen für Montag den 23. August eine Tour in den Tayrona Nationalpark. Der nächstgelegene Strand im Park ist Playa Concha und Playa Cristal. Mit dem Bus fahre wir ca. eine Stunde über eine unbefestigte Straße, die uns zum südlichsten der drei Eingänge des Nationalparks führt.

20210823 195 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 Mit einem offenen Bus über die Dirtroad.

 

20210823 200 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 Der Eingang zum Nationalpark



Der Bus ist voll, Abstand halten ist hier nur noch im cm-Bereich möglich. Auch in der Warteschlange ist der Abstand ein schwieriges Unterfangen. Nach vorne kann man es selbst einhalten und nach hinten begrenzt mein Rucksack das zu dichte aufrücken. Das Unternehmen ist nicht unbedingt gut organisiert, doch wir schaffen es dann doch in den Park.

20210823 210 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 Eingang zum Tayrona Nationalpark


Doch sind wir jetzt noch lange nicht am Strand. Weiter auf einer unbefestigten Straße, doch dieses Mal zu Fuß, erspähen wir nach 30 Minuten den Strand und das Meer. Das Wasser ist sauber aber wegen dem feinen braunen Sand und den Wellen trübe.

20210823 235 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 Am Playa Concha, gleich nach der Ankunft, bevor
sich die Massen breit machen.

 

Der Strand und das Wasser sind ganz schön, doch in den nächsten Stunden strömen die Leute an den Strand und das idyllische Bild verändert sich. Es war ja nicht nur unser Bus, der da vor dem Eingang zum Park stand.
Wir versuchen den Strand und das Wasser zu genießen und fahren etwas später mit einem kleinen Boot zum Schnorcheln zum Playa de Cristal.

20210823 240 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 wir fahren zum Schnorcheln nach Playa Cristal


Wir entziehen uns der Einweisung ins Schnorcheln in spanischer Sprache, da wir sowieso nichts verstehen und springen gleich in die Fluten. Der Bereich zum Schnorcheln ist mit Bojen eingegrenzt. Eine völlig neue Erfahrung. Ja, es gibt dort Fische und Korallen, doch sind wir vermutlich schon zu verwöhnt und haben schon so viele schönere Fische und Korallen gesehen, dass uns das nicht mehr begeistern kann. Schon gar nicht, nachdem die Horde losgelassen wurde und ins Wasser strömt.
Am Strand entlang sehen wir immer wieder wie sich der Regenwald bis kurz vor den Strand zieht. Zwei Einbaum liegen hier, die noch einsatztbereit zu sein scheinen. So etwas habe bislang nur im Museum gesehen. Diese beiden sehen nicht aus als wären sie dem Museum entlaufen, sondern als würden sie neben den anderen Fischerbooten noch häufig genutzt. 














Wir laufen noch etwas am Strand und sehen dass sich am Himmel etwas zusammen braut.

20210823 305 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 ein paar komerzielle Ausflugsboote


Pünktlich zum Rückmarsch setzt der Regen ein und verwandelt den Weg in ein fließendes Gewässer.

20210823 330 Santa Marta Tayrona NP Playa Concha
 es regnet in strömen, leider auch auf die Linse




Durchnässt kommen wir am Parkplatz an und schon hört der Regen auf. Zum Glück ist das alles bei 30° C nicht sonderlich schlimm.
Fazit: Das war ein Touri-Nepp und hat sich nicht gelohnt. Dazu kommt, dass wir das einfach nicht mehr kennen: einen Strand mit so vielen Leuten zu teilen, einen abgegrenzen Schnorchelbereich, in der Menge der Leute so einen Ausflug zu machen, die vielen Vorgaben, ...

So hat jedes Land seine eigene Schönheit und die liegt hier, zumindest im nördlichen Teil von Kolumbien nicht in den Stränden und in der Unterwasserwelt. Wir hoffen diese mit unserem Ausflug durchs Landesinnere zu finden. Wir werden sie schon noch finden !!!

Unweit der Marina gibt es ein Recreation Camp der kolumbianischen Armee, in das wir durch die Marina Zugang haben. Die freundliche Dame an der Rezeption (Kelly) stellt uns einen Passierschein aus. Wir nehmen ein Taxi dorthin. Das Procedere an der Wache kennen wir von deutschen und amerikanischen Kasernen. Doch die Wache schaut etwas verwundert, dieses Angebot haben wohl noch nicht viele in Anspruch genommen,  Das Camp entpuppt sich als kleine Oase. Strand mit Strandliegen unter Sonnenschutz, nebenan eine ausgiebige Poolanlage mit Lounge und Bar. Eine weitere Bar mit Snacks am Strand wurde gerade renoviert. Das Wasser ist genauso trübe, was aber an dem feinen Sand liegt, doch müssen wir ihn nur mit einer handvoll Leute teilen.

20210824 350 Santa Marta Center Recreation San Fernando
 Feiner dunkler Sandstrand, hier ist es sehr angenehm

 

20210824 390 Santa Marta Center Recreation San Fernando
Ein sehr schöner Poolbereich mit vielen Becken,
jedoch Bademützenpflicht



Beim Gang durch die Stadt entdecken wir immer wieder neue Wandbilder und lernen auch so langsam den Flair und die Lebensweise hier kennen. Wir machen noch ein paar Besorgungen für unsere Rundreise und wollen dann noch etwas essen. In der Altstadt reihen sich die Restaurants an einander und jedes buhlt um Gäste. So werden wir auf 100 m gefühlte 200 mal mit der Speisekarte in der Hand angesprochen. Das wird uns schnell zuwider und wir wechseln in eine Nebenstraße. Dort finden wir auch bald ein nettes kleines Restaurant mit Dachterrasse. Dort sitzen wir abgehoben von dem Trubel der Straße und betrachten das von oben herunter. Sehr gutes Essen zu kleinem Preis. Hamburger mit einem Riesenchampignon und Avocado als Einlage.

20210826 480 Santa Marta Wandbild
 kleines Restaurant mit Dachterrasse


Immer wieder laufen Händler mit ihren Handkarren durch die Straßen und bieten Obst und Essen an. Selbst die Restaurants kaufen das Obst von den Händlern und das Essen dieser Kleinstküchen ist auch von guter Qualität.

20210826 490 Santa Marta Obstwagen 
 Mit dem Obstkarren laufen die Händler durch die Straßen



Eigentlich wollten wir am Donnerstag noch ins Gold- und Historienmuseum, doch (nach eigentlich kommt immer ein aber) gibt es wegen Corona eine Zugangsbeschränkung und man muss sich online einen Termin buchen. Mit Hilfe einer freundlichen Kolumbianerin haben wir gemeinsam die Anmeldung für den nächsten Tag ausgefüllt. So sind wir Freitag ins Museum. Mehr Historie wie Gold, aber durchaus interessant und vor allem auch in englischer Sprache aufgemacht. Ein lohnenswerter Besuch, der zudem auch noch kostenlos ist.




Samstag 28. August, wir wollen eigentlich …. Da ist es wieder das Unwort, dann hat meist etwas nicht so geklappt wie geplant. Ja, wir wollten aus der Stadt Santa Marta, entlang einer Bergkette nach Taganga, weiter zum Playa Grande und weiter zu einem kleinen Strand Sisiguace Beach wandern.

20210828 Wanderung zum Strand
 Das blau Dreieck ist der Hafen, wir nehmen den
Bus bis Taganga (rotes Buszeichen) und laufen
von dort aus


Wir laufen durch die Stadt und je weiter wir an den Rand kommen, desto ärmlicher werden die Behausungen. Die Leute sind noch freundlich so verfolgen wir noch unseren Plan und Weg. Doch dann werden wir gewarnt nicht durch dieses Viertel zu gehen und verweist uns auf einen alternativen Weg. Wir gehen diesen alternativen Weg, die Gegend wird nicht besser und wieder werden wir gewarnt und energisch davon abgeraten diesen Weg weiter zu gehen. Doch das ist der einzige Zugang zum Wanderweg entlang der Bergkette. Zwei Warnungen sollten jedoch reichen, wir geben das Ziel zwar nicht auf, nehmen aber den Bus bis Taganga und lassen die Wanderung durch die Berge aus. In Taganga treffen wir wieder auf den geplanten Weg und gelangen zu unserem Strand. Ein schöner kleiner Strand, von einer Familie mit Essen und Getränke bewirtet. Das Wasser ist schön klar und etliche dieser gelb gestreiften „Nemo“-Fische tummeln sich um die Steine. Wir verbringen den Tag und nehmen von Taganga auch wieder den Bus nach Santa Marta. Dieser Strand bietet alles was auch in Playa Concha zu sehen ist, das Wasser ist deutlich klarer und die Menschen sind überschaubar. Und es ist deutlich günstiger mit dem Bus und ein paar Schritten durch die Landschaft zu erreichen.

20210828 640 Santa Marta Wanderung zum Strand
 schöner Wander weg entlang der Küste ab Taganga

 

20210828 660 Santa Marta Wanderung zum Strand eigentliche Strecke LI
 das wäre unsere Route gewesen

 

20210828 670 Santa Marta am Strand ohne Namen
 Herr Doktor, wenn ich so sitze, gehts gut

 

Schon lange bevor wir in Kolumbien angekommen sind, hatten wir eine Rundreise geplant. Das Land ist so riesig und vielfältig, das wir mehr sehen wollen als nur den Küstenstreifen. Mit der Reisegesellschaft „Erlebe“ hatten wir in Marokko schon gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Vertreter für „Erlebe Kolumbien“ haben wir dann unsere ganz individuelle Reise ausgearbeitet. Es gibt keine Reisegruppe, nur uns Zwei, unsere Hotels und die Transfers sind alle vorgebucht, sowie die entsprechenden Führungen. Alles ist auf uns zugeschnitten. 
Und jetzt geht es los:

31.08.2021 Dienstag
Pünktlich um 7:00 Uhr werden wir an der Marins Santa Marte abgeholt.

20210831 10 Santa Marta Sonnenaufgang
Die Sonne krabbelt gerade über den Horizont und wir sind schon bereit
für den Start unserer Reise

 

20210831 30 Santa Marta Taxi holt uns ab
Unser Fahrer ist schon da und verlädt unser Gepäck



Als erstes informieren wir den Fahrer dass wir nicht zum Eingang Zaino sondern zum Eingang Calabazo des Tayrona Nationalparks wollen. (Tayrona Nationalpark, hier grenzt der tropische Regenwald bis an den Strand) Wir haben uns eine Tour durch den Tyrona Nationalpark ausgedacht, wo wir von Calabazo durch den Regenwald zum Strand Cabo San Juan laufen, weiter über die Strände zum Haupteingang. Das heißt die letzten Kilometer nehmen wir den Bus. Diese Planänderung sorgt erst einmal für Verwirrung und es dauert fast eine Stunde bis wir das geklärt haben. Den empfohlenen Führer haben wir abgelehnt, da wir mit MapsMe eine gute onlinekarte dabei haben, mit der bislang sehr gut gelaufen sind. Zum hätte derFührer nur Spanisch gesprochen, was für uns nicht sehr hilfreich gewesen wäre. So Starten wir mit fast einer Stunde Verspätung. Der Weg führt uns tief in den Regenwald und wir treffen sonst keine Menschen unterwegs.

20210831 110 Santa Marta Tayrona Park
 Der Weg tief durch den Regenwald

 

20210831 130 Santa Marta Tayrona Park
 Die Hütten der Ureinwohner, die noch immer hier unter den einfachsten
Bedingungen leben.

 

20210831 136 Santa Marta Tayrona Park Ureinwohner
 Ein Kind der Ureinwohner

 

 
Ureinwohner

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Viele verschiedene und fremdartige Geräusche sind zu hören und überdimensionales Tier zu sehen. Zweimal kommen wir dicht an Affen vorbei, die ein furchterregendes Gebrüll veranstalten. Das jedoch verstummt sofort als sie uns wohl entdeckt haben. Ganz im Gegensatz zu uns, wir können sie im dichten Regenwald nur erahnen. Grashüpfer von 20 cm Länge und roten Flügeln fliegen umher. Viele andere Stimmen des Waldes konnten wir nicht zuordnen. Der anfangs breite Weg wird dann auch schmaler und wir laufen oft in einem steinernen Bett eines Baches. Kurz nach Mittag, am Cabo San Juan angekommen, ist die Kulisse trotz des inzwischen eingesetzten Regens beeindruckend. Nicht um sonst ist dieser Strand eines der Highlites des Parks.

20210831 330 Santa Marta Tayrona Park
 Der berühmte Strand San Juan, mit seinen großen Steinen/Felsen

 

20210831 344 Santa Marta Tayrona Park
 Der Weg zum Bus war etwas beschwehrlicher als erwartet. Der Regen
hat die Wege in eine Schlammpiste verwandelt.

 

20210831 349 Santa Marta Tayrona Park
 Wir mussten mehr als Knietief ein an sonst kleinen Rinnsal überqueren,
der Wunsch einen Kaiman zu sehen hatten nicht mehr.


Nach den 3 Std Wanderung haben wir uns eine Stärkung und Pause verdient. Wir liegen gut in unserem Zeitplan, denn unsere Fahrer der auch noch unser Reisegepäck hat, holt und um 16:00 Uhr am Haupteingang Zaino wieder ab und bringt uns ins Hotel. Doch wird ist der Weg vom Cabo San Juan bis nach Zaino eine größere Herausforderung als gedacht. Der viele Regen hat die Wege in eine Schlammpiste verwandelt und Bäche die zu durchqueren waren, sind deutlich angeschwollen. Das Vorankommen war mühsam und zeitraubend. 16:20 saßen wir völlig durchnässt auf Plastikfolien in unserem Taxi zum Hotel. Im ganzen Ort war wegen dem Unwetter am Montag Stromausfall. In einem Restaurant haben wir trotz dem noch ein ordentliches Essen bekommen und saßen dann bei Kerzenlicht im Hotel.

 20210831 356 Santa Marta Hotel Angel Lodge
 Frühstücksbereich der Angels Lodge


01.09.2021 Mittwoch
Morgens werden wir abgeholt und nach Minca, unserer nächsten Station gebracht. ( Ein kleines Bergdorf in mitten des Regenwaldes) Das Hotel Sweet Harmonie liegt etwas außerhalb des Ortes, was uns bei der Anfahrt etwas erschreckte, da ein reißender Fluss zwischen Hotel und Ort liegt. Wir dachten schon, wir müssten den ganzen Weg zurück, den wir mit dem Taxi gekommen sind. Doch über eine kleine Brück steht man in ca. 10 Minuten mitten im Ort. Wir checken ein, schauen uns etwas im Ort um, erkunden den Weg zu den Marinka Falls, essen sehr lecker in unserem Hotel und schreibe noch ein paar Zeilen. Es gibt Fisch mit einer Beilage aus gelben Bananen, sehr pikant angemacht.

20210901 400 Minca Hotel Sweet Harmony
Schönes kleines Hotel, mit Blick in den Regenwald

 

20210901 430 Minca Hotel Sweet Harmony
unser Hotelzimmer und Balkon



02.09.2021 Donnerstag
Sonnenaufgang in den Bergen von Minca. Es verspricht ein schöner Tag zu werden. Um 7.00 Uhr gibt es Frühstück. Alexandra nimmt gekochte grüne Bananen mit geriebenen Käse und Salsa und ich bestelle Rührei und bekomme Pancakes. Kleine Missverständnisse, aber alles sehr lecker. Für beide noch eine Schale mit frisch zubereitetem Obst (Papaya, Ananas und Erdbeeren). Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg zu den Marinka Wasserfällen. Natürlich hat man uns wieder einen Guide angeboten, doch wer sich bis dahin verläuft, verläuft sich auch im eigenem Wohnzimmer. Heute haben wir uns für richtige Wanderschuhe entschieden.

20210902 510 Minca zu den Wasserfllen 
 Eine kleine Hängebrücke über den Fluß.

 

20210902 570 Marinca Wasserflle
Die Marinka Fälle. Das Wasser ist erfrischend.



Meine Füße sind festes Schuhwerk nicht mehr gewohnt und haben prompt mit zwei Blasen protestiert. Die Wasserfälle sind sehr schön und vermutlich wegen den vielen Regenfällen der letzten Tage kam reichlich Wasser, kaltes Wasser. Noch etwas Ungewohntes. Wir lassen uns davon nicht abschrecken und gehen in den Pool, der sich unter dem Wasserfall gebildet hat. Nachdem wir uns mit einem heißen kolumbianischen Kaffee aufgewärmt haben, meine Füße mit zwei Pflaster zum Weitergehen überredet haben, machen wir uns auf in den Regenwald – Los Pinos. Wir verlassen den befestigten Weg und sind froh um unser festes Schuhwerk. Auch meine Füße meckern nicht mehr. Stetig bergauf wandern wir durch eine mehr oder weniger wilde Kaffeeplantage. Wobei wir erst nach einer Weile erkannt haben, dass das Kaffee ist. Noch meist grün und ein paar wenige schon rote Früchte. Tiefer in den Regenwald lauschen wir den Klängen des Waldes und sehen grüne Papageien und einen Tukan.

20210902 650 Minca Wanderung durch den Regenwald nach Los Pinos
Papagai, die Grünen sind mehr verbreitet, so staunen wir als wir den
Blauen sehen

 

20210902 700 Minca Wanderung durch den Regenwald nach Los Pinos Kaffee
kleine und größere Kaffeebüsche voller Früchte

 

20210902 870 Minca Sonnenuntergang vom Balkon
Wanderwege durch den Regenwald

 

20210902 870 Minca Sonnenuntergang vom Balkon
Sonnenuntergang vom Balkon

 

 

 



Der Plan war nach El Campino zu wandern, wo wir auf eine Straße und ein Hostel treffen, um von dort ein Mototaxi (als Beifahrer auf einem Moped) zurück zu fahren. Doch haben viele Hostels geschlossen und uns war das Risiko zu groß, kein Mototaxi zu bekommen. Der Rückweg wäre deutlich zu weit geworden. So haben wir kurz vor Los Pinos eine Pause eingelegt und unsere Brotzeit gegessen. Denn auch das Hostel hier war geschlossen. Am Nachmittag erreichten wir wieder unser Hotel, mit einer wohltuenden warmen Dusche. Der gewohnte nachmittägliche Regen ist heute ausgeblieben und wir haben auf unserem Balkon zu Abend gegessen. Essen para llevar.

03. September Freitag
Heute ist Reisetag ins Innere des Landes. Um 5 Uhr macht unsere überaus freundliche Wirtin Frühstück, denn um 5:30 Uhr steht das Taxi vor der Tür und bringt uns zum Flugplatz nach Santa Marta. Wir fliegen über Bogota nach Neiva.

 

20210903 920 Minca ber Bogota nach Neiva
Mit einem Airbus nach Bogota ...

 

20210903 970 Minca ber Bogota nach Neiva
.. und mit einem kleineren Flugzeug nach Neiva

 

20210903 1000 Neiva
Wandbild in Neiva, zeigt die Steinwüste, wir sind gespannt

 

20210903 1010 Neiva
Viele dieser mobilen Essensstände verteilt in der Stad, ob Fleisch,
Würste, Maistaler, ....



In Neiva werden wir von einer Folkloregruppe auf dem Flugplatz empfangen und unser Fahrer hält das Schild mit unseren Namen hoch.
Noch das Gepäck holen und schon sind wir auf dem Weg ins Hotel La Cabrarera, ziemlich zentral in der Stadt. Ein kurzer Blick ins Zimmer, dann gehen wir noch etwas durch die Fußgängerzone. Tausende Stände, allesmögliche wird angeboten. Essen, Getränke, ein Mittel gegen Arthrose auf Marihuana-Basis,…
Wir probieren uns an den Essensständen durch, was auch gleich unser Abendessen ist.


04.September Samstag
Pünktlich um 9:00 Uhr steht der Fahrer da, der uns in die Tatacoa Wüste fährt. ( Tatacoa ist die Wüste Kolumbiens mit bizarren, roten Felsen. Das Besondere an diesem Ort ist, es regnet oft, daher wird sie auch die tropische Wüste genannt ). Eigentlich unvorstellbar bei dem vielen Grün. Doch Neiva liegt ein einer Senke, umgeben von Bergen die alle grün sind. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir die Steinwüste. Roter Sandstein hat durch Erosion bizarre Formen angenommen. Es gibt zwei Rundwege durch dies Steinformationen, eine kurze und eine längere. Unser Fahrer läuft das erste Stück, den kurzen Weg, mit uns. Doch ist es wie mit den meisten Führern, die laufen uns alle zu schnell. Wir wollen die Gegend auf uns wirken lassen und auch ein paar Seitenwege gehen. Danach machen wir ihm klar, dass wir noch den langen Wanderweg, eine größere Runde durch die Wüste gehen. Passt ihm nicht ganz, machen wir trotzdem. Es ist ja keine geführte Tour, sondern nur Fahrleistung vom Hotel zur Wüste und zurück. Carlos, vom Hotel kümmert sich sehr um uns. Am Abend finden wir ein schönes authentisches Restaurant.

20210904 1170 Neiva Tatacoma Wste
Tatacoa Wüste, krasser Kontrast so nach dem Regenwald

 

20210904 1210 Neiva Tatacoma Wste
Tatacoa Wüste, der Regen in der Wüste blieb aus

 

 

20210904 1220 Neiva Tatacoma Wste
Tatacoa Wüste

 

20210904 1290 Neiva Tatacoma Wste
Tatacoa Wüste, das Labyrinth, in dem wir uns auch prompt erst einmal
verlaufen haben.

 

 
05. September Sonntag
Heute fahren wir mit dem Bus nach San Agustin. Der fährt erst um 14 Uhr, der Fahrer holt uns um 13 Uhr ab, bringt uns zur Busbahnhof und besorgt uns die Bustickets. Doch zuvor haben wie noch den Vormittag zur Verfügung und machen noch einen Gang durch die Stadt, entlang des Flusses Magdalena und über das Zentrum zurück.

 

20210905 1550 Neiva
 


Wieder werden allerlei Köstlichkeiten angeboten, was dann unser Mittagessen darstellt. Der Busbahnhof ist ausgestattet wie auf dem Flugplatz. Sitzgruppen, Anzeigetafeln, Durchsagen welcher Bus fährt, …. Nun sitzen wir im Bus, schreibe wieder ein paar Zeilen und wollte die unzähligen Fotos sortieren. Wie rumpeln über Schlaglöcher, fahren mehrere Serpentinen was die Arbeit am Computer unmöglich macht.
Bild
Wir fahren über eine Hochebene auf 1000 m mit Weiden, tiefe Schluchten und viel Wasser. Der Fluss Magdalena schlängelt sich schon hier in einer beachtlichen Größe. Ungefähr 30 km vor San Augustin geht es nochmals höher.
Die Hazienda Anacaona, in der wir übernachten liegt auf 1750 m. Es ist inzwischen Abend und die Temperaturen liegen im Bereich der langen Hose und einer leichten Vliesjacke. Wir bekommen noch ein Abendessen mit gegrillter Forelle, zum Nachtisch gebackene Banane. Eine sehr schöne Hazienda, authentisch für diese Gegend. Zum ersten Mal seit langem ziehen wir wieder einmal eine Bettdecke bis unter die Nasenspitze.

 

 

 

 

 

20210905 1695 San Agustin
 Unser Zimmer auf der Hzienda Anacaona

 

20210905 1710 San Agustin Hazienda Anacarona
 Vor unserem Zimmer

 

 

20210906 1740 San Agustin Hazienda Anacarona
 Abendessen: gebratene Forelle

 

 

 

 

 


06. September Montag
Nach einem guten Frühstück wartet unser englischsprachiger Führer für den Archäologischen Park. Nach der ersten Begrüßung stellt sich heraus, dass er auch ganz passabel Deutsch spricht. Die Führung war hoch interessant, wir haben viel über die alten Kulturen von Kolumbien und übergreifend von Venezuela und Peru gelernt. Da die Führung nur für uns war, konnten wir auch einiges über Land, Leute und Botanik von heute erfahren. Die Stunden sind nur so verflogen und der halbe Tag war sehr kurzweilig. Zum Ende der Führung hatten wir den für den Vormittag angekündigte Regenschauer. Damit wurde uns die Entscheidung für den Nachmittag abgenommen, wir fahren zurück zur Hazienda, die wir sowieso noch nicht richtig genießen konnten.

 

 (Der archäologische Prk, für den San Agustin bekannt ist. Hier stehen meterhohe Steinfiguren der Ureinwohner und mystische Figuren, die halb Mensch und halb Tier sind.)

20210906 1780 San Agustin Archologischer Park
grandioser Empfang von Parkranger und Polizei, unser Führer übersetzt

 

20210906 1930 San Agustin Archologischer Park
Ausgrabungsstätten

 

 

20210906 1940 San Agustin Archologischer Park
gut erhaltene Funde

 

 

20210906 1990 San Agustin Hazienda
erschlagen von den vielen mystischen Geschichten



Ein kleiner Snack zum Mittag, etwas in der Matte abhängen und schon scheint die Sonne wieder. Ein wunderschönes Anwesen, wo man durchaus auch länger bleiben könnte. Auch gäbe es hier noch viele Möglichkeiten für weiterer Ausflüge, Besichtigungen und spektakulären Wanderungen. Vieles erfährt man jedoch erst vor Ort, was nicht im Voraus geplant werden kann.
Wir sind hier ca. 100 km von der Pazifikküste und 100 km von Ecuador entfernt. Das gibt einen kleinen Eindruck, welche Entfernungen wir auf unserer Rundreise zurückgelegt haben. Da wir morgen eine längere Busfahrt nach Popayan vor uns haben und noch etwas Bewegung wollen, machen wir uns auf den Weg nach Chaquira mit Aussicht auf den im Canyon fließenden Fluss Magdalena und mehrere Wasserfälle die tief in die Schlucht und in den Fluss fallen. Zurück in der Hazienda macht uns die gute Frau wieder ein reichhaltiges und gutes Abendessen. Corona, aber auch die vergangenen Unruhen hier hat viele von einem Urlaub in Kolumbien abgehalten. So sind die touristischen Attraktionen wie auch der archäologische Park kaum besucht. Was schön für uns ist, ist für die lokale Wirtschaft sehr schwierig. Auf jeden Fall hatten wir trotz, oder auch wegen dem kurzen Regenschauer einen super schönen und abwechslungsreichen Tag.

 

20210906 2040 San Agustin Wanderung zun Aussichtspunkt
Die Schlucht des Flusses Magdalena

 

20210906 2120 San Agustin Wanderung zun Aussichtspunkt
Meine Freund aus vergangenen Zeiten



07. September Dienstag
Heute ist wieder Reisetag. Nach einem weiteren reichhaltigen Frühstück, Obstteller, Rührei, Brötchen, kolumbianischer Kaffee, und selbst gemachten Kakao. Hier werden nicht nur die Kaffeebohnen frisch gemahlen, auch die Kakaobohnen. So einen intensiven Kakao habe ich noch selten getrunken. Doch dann geht es los zur Busstation. Ein Kleinbus (15 Sitzer) hält, Ticket zeigen, Gepäck einladen und los geht’s. Die ersten 20 km geht es ganz gut voran, doch dann verwandelte sich die Straße in eine Schotterpiste. Damit fällt unsere Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h auf unter 20 km/h. Der Fahrer und der Bus halten sich wacker und haben kein Mitleid mit den Fahrgästen. Die meiste Strecke fahren wir auf einer Höhe so um die 3000 Meter. 3150 m war das höchste was wir erreichen. Die Strecke war super interessant, vor allem, weil das wohl eine Hauptverbindung zwischen San Agustin und Popayan ist, es fahren Autos, Mopeds, Lkw´s und große Trucks auf dieser schmalen Schotterpiste.

 

20210907 2190 San Agustin nach Popayan Kleinstbus
ein Kleinstbus, man sitzt auf der Ladefläche. Zum Glück war unser Bus
dann doch etwas größer

 

20210907 2220 San Agustin nach Popayan
Schotterstraße, unser Fiat 500 aus Marokko hätte das auch spielend
geschafft.

 

 

20210907 2250 San Agustin nach Popayan
So hat sich das über Stunden durch die Berge gezogen

 


Hohe Weiden, tiefe Schluchten, Wasserfälle die mehrere 100 m in die Tiefe stürzen, dann wieder dichter Wald und Kaffeeplantagen. Trotz der rumpeligen Straße vergehen die Stunden wie im Bus.
Popayan
Unser Hotel liegt mitten in der Altstadt. Weiße Häuser im Kolonialstiel. So können wir direkt vom Hotel zu Fuß durch die Altstadt schlendern. Am Abend sind die weißen Gebäude beleuchtet und die alten Straßenlaternen tauchen die Altstadt in ein schummriges oranges Licht.

 

20210907 2370 Popayan
Popayan am Abend

 

An der Rezeption liegen schon unsere Bustickets für den nächsten Tag bereit.


08. September Mittwoch
Ein weiterer Reisetag. Von Popayan fahren wir mit dem Bus nach Armenia. Eigentlich nicht sooo weit, aber irgendwie kommen wir nicht so richtig voran. So erreichen wir Armenia erst um 16 Uhr, wo unser Fahrer schon auf uns wartet und mit uns nach Salento fährt. Um 17 Uhr haben wir endlich unser Zimmer bezogen. Ein super schönes und wieder für diese Gegend authentisches Hotel. Ein uraltes Gebäude, von außen eher unscheinbar, aber wenn die Tür auf geht steht man in einem schön hergerichteten uralten Innenhof. Auch die Zimmer sind noch original alt belassen, aber mit einem absolut schönem in das Alte integrierte Bad. Wir machen noch einen Gang durch die wenigen Gassen eines alten Bergdorfes. Natürlich nicht mehr unberührt vom Tourismus, aber der Ort hat Flair.

20210908 2490 nach Armenia und Salento
Ein Truck mit Auflieger und 3 Anhänger bei der Zuckerrohrernte

 

 


09. September Donnerstag
Um 9 Uhr steht wieder unser Fahrer vor der Tür und bringt uns zu einer kleinen Kaffeeplantage. Der Empfang ist sehr freundlich und familiär. Eine Führung nur für uns Zwei in englischer Sprache. Wir bekommen eine Übersicht über die Größe der Plantage und was hier alles angepflanzt wird. Denn neben Kaffee auch Bananen, Plantane, Avocados und Rinder. Letztere werden nicht angepflanzt aber laufen hier im steilen Gelände herum. Die Pflanzen spenden den notwendigen Schatten und bringen noch einen kleine Nebeneinkunft und die Rinder ... Guten Appetit. Wir starten unsere Tour durch die Plantage und bekommen einen Einblick in den Werdegang einer Tasse Kaffee. Vom Ziehen eines Busches über die Blüte zur Kaffeefrucht, der Ernte bis zur Röstung. Wobei auch hier die Frage aufkommt, was war zuerst der Kaffeebusch oder die Bohne. Neben dem Kaffee lernen wir wieder viel über Land und Leute. Bei dieser Tour können wir nicht nur alles sehen, sondern überall Hand anlegen um ein Gefühl über die Arbeit zu bekommen bis man eine Tasse Kaffee genießen kann. Natürlich endet die Tour mit einer Tasse guten Kaffee, an einem Platz mit Aussicht über das Areal.


20210909 2690 Salento Kaffeeplantage
 Das Logo der Kaffeepalntage

 

20210909 2710 Salento Kaffeeplantage
 Von der Blüte bis zur Pflanze, im Nachzuchtbeet

 

 

20210909 2730 Salento Kaffeeplantage
 Die Blüte  und die Frucht

 

20210909 2770 Salento Kaffeeplantage
 Kaffeebüsche eingebettet in hohen Bäumen, Bananen und Avokado

 

20210909 2890 Salento Kaffeeplantage
 Manche müssen die Reisekasse auffüllen.

 

20210909 3010 Salento Kaffeeplantage
 trocknen der Kaffeebohnen

 

20210909 3070 Salento Hotel Innenhof
 Der Innenhof unseres Hotels

 

Unser Fahrer bringt uns zurück nach Salento, wo wir noch etwas durch den Ort schlendern und bei einer guten Tasse Kaffee, gibt es hier an jeder Ecke, den morgigen Tag planen.
Nicht das jemand denkt wir hätten die ganze Zeit einen persönlichen Fahrer an unserer Seite. Das ist ein Fahrdienst, organisiert durch die Reisegesellschaft, mal ein privates Unternehmen, mal ein Taxi. Aber so brauchen wir nicht wild gestikulierend unser Ziel erklären noch um den Fahrpreis feilschen. Anfangs hatten wir auch schon die Idee, ein Mietwagen bringt mehr Freiheit. Das ist wohl war, aber bei dem Verkehrskaos wäre das Stress pur. Die fahren kreuz und quer, überholt wird links und rechts oder gar beides gleichzeitig, Lienien auf der Straße und Ampeln sind nur Empfehlungen. Es ist schon aufregend genug dem Treiben von den hinteren Sitzplätzen zu zusehen.
Wir besteigen noch einen Aussichtspunkt zum Cocora-Tal, was den heutigen Tag beschließt. Das heißt später gibt es noch eine Spezialität aus der Gegend, grüne Plantane (Banane) mit Fleisch und Salsa.


10. September Freitag
Wir fahren heute ins Cocora Tal, wo die bekannten welthöchsten Wachspalmen stehen. Jeeps als Kleinstbus mit Sitzbänken auf der Ladefläche fahren in das Tal zum Anfang der Wanderwege. Das haben wir ganz alleine organisiert ohne unseren Fahrer. Eigentlich braucht man keinen Jeep, da es geteerte Straße ist. Ich entscheide mich für einen der billigeren Plätze, den Stehplatz auf einem Trittbrett am Heck des Jeeps, obwohl er das gleiche kostet wie die Sitzplätze. Mit der GoPro mach einen Film der Fahrt. Da die Regenwahrscheinlichkeit am Nachmittag höher ist und das Cocora Tal eine der Touristenattraktionen ist nehmen wir um 7 Uhr einen der ersten Jeeps in das Tal, was bedeutet das wir recht früh aufstehen müssen. Nach einem anfänglichen Irrläufer, nehmen wir erst den Weg durch den Teil des Cocora Tals wo die ganzen Palmen stehen. Dort verbringen wir eine ganze Weile ein dem relativ kleinen Tal, doch der Anblick und die Aussicht ist grandios. Die Sonne ist schon höher und hat die Wolken gefressen. Es gibt schöne Bilder. Im Anschluss gehen wir noch den Wanderweg am Fluss entlang, wo die Palmen allerdings nicht mehr ganz so spektakulär sind. Die Wanderungen bewegen sich auf einer Höhe von 2600 bis 2900 m was wir als Sealevelbewohner ordentlich merken. Wanderwege gibt es hier noch viele weitere, so dass man noch Tage in den Bergen verbringen könnte. Bei unserer zeitlich begrenzten Rundreise und der größe des Landes kann man sich nur ein paar Highlites rauspicken. Kaputt freuen wir uns auf die heiße Dusche im Hotel und auf ein saftiges Steak zum Abendessen. Unser Weg führt uns etwas abseits des Marktplatzes ins Restaurant BetaTown (www.beta.com.co). Drei junge Männer betreiben das Restaurant und der Service ist exzellent. Nicht nur die Speisekarte spricht Englisch, auch die Bedienung, was das Bestellen ungemein vereinfacht. Das Essen und die Steaks sind super und der Nachtisch ebenfalls. Ein absolut gelungener Abschluss des Tages und dem Geburtstag von Alexandra. Das Hotel hat uns die mitgebrachte Flasche Sekt gekühlt, die wir uns jetzt noch einverleiben.

20210909 3090 Salento
Salento, wir waren hier !!! Super schöne Gegend

 

20210910 3150 Salento Wanderung Cocora Tal
Unser ausflug ins Cocora Tal - früh morgens Kaffee to go

 

 

 

20210910 3340 Salento Wanderung Cocora Tal
Cocora Tal

 

20210910 3370 Salento Wanderung Cocora Tal
Cocora Tal

 

20210910 3440 Salento Wanderung Cocora Tal
Cocora Tal

 



11. September Samstag
Mit einem Doppeldecker Reisebus und Plätzen ganz vorne an der Scheibe fahren wir heute nach Medellin. Jedoch zu unserem Leidwesen wieder einmal früh aufstehen, um 5:45 Uhr, das ist viertel vor sechs und deutlich vor der Frühstückszeit, holt uns ein Fahrer ab und bringt uns zur Busstation nach Armenia. Einen Kaffee auf dem Busbahnhof und schon geht los. Das ist schon eine angenehmere Art zu Reisen als diese Kleinbusse die wir zuvor hatten. Am frühen Nachmittag erreichen wir Medellin, wo schon unser Fahrer steht, mit einem Schild mit unseren Namen darauf, und uns erwartet. Trotz der immer langen Strecken und den größten Teils unbefestigten Straßen sind unsere Fahrer immer pünktlich uns vom Bus oder Flugplatz abzuholen. Unser Hotel ist wie immer passend zur Gegend, ein kleineres aber sehr schickes Hotel mit schönen Zimmern.
Wir haben noch Zeit und gehen noch in einen der nahen Parks und Straßen um einen ersten Eindruck zu bekommen. Ein Kontrastprogramm zu Salento, viele Leute, viele Restaurants und Bars. In einer Seitenstraße finden wir ein kleines Restaurant „Anka“ (Calle10/Carrera37) etwas abseits des Trubels. Wir sind gespannt auf unsere Führung morgen.

 

 

20210911 3500 nach Medellin
 unser Bus nach Medellin

 

20210911 3560 nach Medellin
 Straßenhändler, Stau bei einer Baustelle


12. September Sonntag
8:45 Uhr wir kommen vom Frühstück. Ja, wir konnten ausschlafen und gemütlich Frühstücken. Unser Führer für die Stadtführung steht schon parat. Ein ruhiger, sympathischer Mensch. Er bestellt ein Taxi und erzählt in groben Zügen den Plan für den heutigen Tag. Medellin ist überhaupt ein Kontrastprogramm zu den Städten die wir bislang gesehen haben. Es beginnt mit der einzigen Stadt in Kolumbien die eine Metro hat und ... alles tiptop sauber. Keine Graffiti auf den Zügen, die Bahnsteige sauber, keine Kaugummis, keine Zigaretten oder leere Flaschen. Einmal Umsteigen uns schon sind wir bei der berühmten Gondelbahn in die Berge. Medellin an sich liegt in ein Tal von Bergen umzingelt, so sind auch die Berghänge dicht bebaut und damit ist die Gondelbahn nicht eine der Bergbahnen wie wir sie kennen, sondern ein öffentliches Verkehrsmittel in die bebauten Berghänge Medellins. Man kann mit ihr über den Berg, ins nächste Tal und wieder nach oben fahren, wobei es unterwegs drei „Haltestellen“ gibt. Ein genialer Einsatz solch einer Bahn. Weit über den Dächern der Stadt schwebend bekommen wir einen Überblick über die Stadt. Mit den Füßen auf dem Boden gehen wir durch das Zentrum und den Skulpturen von Fernando Botello. Viele der alten Gebäude wurden restauriert und unsere Führer erzählt uns die Geschichten dazu. Die Tour endet auf einem der Hügel in Medellin. Hier wurden die Anfänge zu Zeiten der spanischen Kolonialisierung in Form einer kleinen nachgebauten Stadt nachgebildet. Es ist interessant wie sich die Stadt von einer kriminellen Hochburg in eine moderne Metropole, mit seiner Metro, Seilbahn, den vielen Parks und Grünflächen, gewandelt hat. Nach 4 Stunden sind mental wie physisch platt. Wir lassen uns in der Nähe unseres Hotels absetzten und schlendern noch etwas durch die Parks. Nach einer entspannenden Dusche und einer Pause gehen wir wieder zum Restaurant Anka für das Abendessen.

20210912 3660 Medellin
Medellin, dei Gondelbahn als öffentliches Verkehrsmittel für die am Berg
oder Berghang wohnenden Leute

 

20210912 3640 Medellin
Gondelbahn hat mehrere Haltestellen und verbindet zwei Bergrücken
und ein Tal

 

20210912 3690 Medellin
Die Metro im Design einer Eisenbahn, auch nach Jahren noch blitz
sauber, wie auch die Bahnsteige
 

 

20210912 3750 Medellin
Suklpturenpark von Fernando Botello

 

20210912 3790 Medellin
 

 

20210912 3800 Medellin
Ah, so sieht unser Führer aus. Kaffepause ohne Maske

 

20210912 3850 Medellin
Viele Gebäude und Brücken sind mit wunderschöne Gemälde ver-
ziert. Und keiner schmiert sein Grafiti darüber.

 

Das wars mit unserer Rundreise. Wir haben viele unterschiedliche Eindrücke von dem riesigen Land bekommen. Vom Meer und Strand über den Regenwald und die Steinwüste, in den Regionen der Anden, alte mystische Kulturen und die moderne Entwicklung der Stadt Medellin von einer kriminellen Drogenhochburg zu einer modersnsten Städt der Welt.

Nach 13 Tagen, mit Programm an jedem Tag, sind wir dann aber auch froh wieder in den Flieger nach Santa Marta zu steigen und die Füße auf der Molly hoch zu legen.

Hier hat in den 2 Wochen ein starker Wechsel statt gefunden. Erste Bekanntschaften sind schon wieder weiter gefahren, dafür sind aber auch einige nette neue Leute gekommen.

Am Donnerstag ist ein Seglertreff geplant, ist immer sehr interessant mit den Leuten zu sprechen, vorallem weil wir uns inzwischen auch schon "Langfahrer" nennen dürfen. Wir klettern die Leiter langsam aber sicher vom Salzwasserfahrer zum Blauwasserfahrer und Langfahrer empor.

 

 

 

Kaum sind die Koffer unserer Rundreise ausgepackt, planen wir schon die nächste Aktion. Kolumbien hat eine sehr schöne Natur und extrem unterschiedliche Vegetationszonen. Von keiner Vegetation, der Sandwüste über die Steinwüste, Hochlandweiden, Plantagen (Kaffee, Bananen, Avocados, …) und den Regenwald (Jungel). Wobei Santa Marta ein guter Ausgangspunkt ist, um einige der Vegetationszonen zu erkunden. So wollen wir uns nochmals in den Jungel stürzen, diesmal jedoch tiefer und für 5 Tage.
Voraussetzungen aus der Beschreibung:
1. konditionell Fit , sind wir (so dachten wir)
2. Sie verlassen die Komfortbereich, ist o.k. für uns
3. Sie lieben das Abenteuer und ein paar Risiken, da sind wir richtig.

Auf Grund der kürzlich, politischen Unruhen und der Corona-Pandemie sind nur wenige Touristen unterwegs. So brechen wir mit einer kleinen Gruppe von 12 Leuten auf. Morgens holt uns ein Auto an der Marina ab und bringt uns zur Sammelstelle. Die Rucksäcke werden auf den Dachträger eines 4X4 Geländewagens geworfen und wir steigen hinten auf einen Geländewagen.

 

20210917 3970 Santa Marta Lost City Tour von der Strae auf die Dirtroad 
 Ab hier auf der Dirtroad mit dem Geländewagen, besser als laufen
20210917 3990 Santa Marta Lost City Tour wir machen es in 5 Tagen
 Diese Tout steht uns bevor



Nach der ersten Stunde, angenehm über eine asphaltierte Straße biegen wir in eine Dirtroad und arbeiten uns auf 200 Höhenmeter, zu einem kleinen Dorf. Wobei der Fahrer richtig Arbeit hat und wir alle Mühe haben uns irgendwo fest zu halten. Nach einer üppigen Mahlzeit geht es dann wohl gestärkt zu Fuß weiter. Nach 4 Stunden sollen wir das erste Camp für die erste Nacht erreichen. Wir sind schon gespannt was uns erwartet (sie verlassen den Komfortbereich). Doch zuvor arbeiten wir uns über unwegsame Pfade auf eine Höhe von 650 m in Richtung Camp. Lastenmulis, die unser Essen tragen, haben uns schon vor einer Weile überholt. Die Landschaft ist einfach nur beeindruckend. Regenwald soweit das Auge reicht. Das Gelände nur steile Berge und Täler bis auf 3000 m hoch. Dann sehen wir ein paar rote Wellblechdächer, unser Camp. Das Camp ist ein großes Dach, worunter sich alles abspielt. Stockbetten mit Moskitonetzen, Tische und Bänke, eine offene Kochecke, Duschen und Toiletten. Ist doch gar nicht so weit weg von der Komfortzone.

20210917 4020 Santa Marta Lost City Tour das Essen hat uns berholt
 Essen und Trinken für die Camps
20210917 4050 Santa Marta Lost City Tour
 undruchdringlicher Regenwald, soweit das Auge reicht

 

20210917 4100 Santa Marta Lost City Tour
 nur selten geht es auf der Ebene, meist auf oder ab
20210917 4150 Santa Marta Lost City Tour
 Eher selten zu sehen, ein bunter Papagai

 

20210917 4190 Santa Marta Lost City Tour das Camp
 Unser Camp ist in Sicht, die Füße laufen wieder schneller

 

20210920 5152 Santa Marta Lost City Tour
Eine Erfrischung gefällig

 

 

20210920 5150 Santa Marta Lost City Tour
Mal ein Päuschen tut gut
20210917 4190 Santa Marta Lost City Tour das Camp
Das Schlafzimmer, Stockbtten mit Moskitonetzen
Die oberen Bettenwaren nicht belegt

 

 

 


Ein nahegelegener kleiner Wasserfall unter dem sich ein Pool gebildet hat bringt die notwendige Erfrischung vor dem Essen und wird als Dusche gewertet. Denn vor dem Essen und der Bettenverteilung müssen alle geduscht sein. Der unserer Gruppe zugeteilte Koch zaubert aus der minimalistischen Küche wohlschmeckendes Essen. So besteht unser Gruppe aus einem Führer (Antonio), einem Übersetzer (Isidro) und dem Koch. Während dem Schlummertrunk bekommen wir die Infos und den Plan für den nächsten Tag. Tja, 5 Uhr wecken, 6 Uhr Abmarsch und dazwischen noch Frühstück und Rucksack packen. Schon fallen wir ins Bett. Sorgfältig das Moskitonetz verschlossen, Die Augen fallen zu, bereits schlafend erreiche ich das Kopfkissen. 6 Uhr Abmarsch klappt nicht ganz, aber kurz danach sind wir auf unserem Weg zum nächsten Camp. Heute haben wir 8 -9 Stunden Wanderung vor uns. Unterwegs haben wir die ersten Kontakte mit den Indigos, finden Cocapflanzen am Wegesrand und bekommen reichlich historische Geschichte, die jedoch gar nicht so weit zurück liegt. Erst 2006 wurde durch die Regierung der Anbau von Coca verboten und ein Programm für alternativen Anbau für Farmer aufgestellt. Gegen Mittag erreichen wir ein weiteres Camp. Ein erfrischendes Bad im nahegelegenen Fluss, Mittagessen, eine halbe Stunde ausruhen und schon geht zur zweiten Etappe für den heutigen Tag. Unser heutiges Schlafcamp liegt auf 800 m wobei zuvor noch 50 m höher und wieder runter müssen. Am Ende des Tages sind wir ausgebrannt.

20210918 4210 Santa Marta Lost City Tour Antonio unser Fhrer zeigt uns Cocapflanzen
 Cocablätter

 

20210918 4232 Santa Marta Lost City Tour
 Kinder aus dem Dorf, fragen nach Süßigkeiten

 

20210918 4300 Santa Marta Lost City Tour Einblicke in das Leben der Indigos
 Einblick in das Leben der Indigos
20210918 4390 Santa Marta Lost City Tour ein Dorf der Indigos
 Das Dorf

 

Duschen, Essen, Briefing und ins Bett, denn morgen Früh ist der gleiche Takt wie heute. Dann gilt es einen Fluss hüfttief an einem Seil zu überqueren und mal eben 1200 Stufen zu erklimmen um die verlorene Stadt zu finden. Unterwegs treffen wir wieder auf einige Indigos, die uns gegenüber ganz offen sind und auch gerne Fragen beantworten. Nach ca. 1,5 Stunden finden wir die verlorene Stadt. Unser Führer kann uns wieder einiges dazu erzählen.

20210918 4432 Santa Marta Lost City Tour
 Eine der vielen Flußüberquerungen

 

20210918 4502 Santa Marta Lost City Tour
 Die Strömung ist ganz ordentlich,  dasWasser angenehm

 

20210919 4640 Santa Marta Lost City Tour
 vor demletzten Aufstieg
20210919 4820 Santa Marta Lost City Tour
 Wir haben sie gefunden, die verlorene Stadt

 

20210919 4670 Santa Marta Lost City Tour
 ... und nicht nur die Stadt,
es leben noch immer ein paar Ureinwohner hier
20210919 4940 Santa Marta Lost City Tour
 Ein Armband aus den Händen der Frau eines Anführers

 

20210918 4440 Santa Marta Lost City Tour
 

 

Da die Häuser alle auch natürlichen Baustoffen gebaut waren sind nur noch die Runden Plätz wo einst die Häuser standen zu sehen. Dennoch ein beeindruckender Platz, auf 1200 m umringt von dichtem Regenwald, Wasserfälle stürzen hunderte Meter in die Tiefe. Wir verweilen ein paar Stunden und beschreiten dann wieder die 1200 Stufen nach unten zum Camp, wo wir zu Mittag essen. Am Nachmittag kommen wir wieder an einem Dorf vorbei, wo uns die Frau eines Anführers begrüßt und sich bereitwillig den Kameras aber auch unseren Fragen stellt. Vom nächsten Camp an teilt sich unsere Gruppe in die, die die Tour in 4 Tagen machen und nochmals einen Tag mit 8 – 9 Stunden wandern und uns ,d.h. 4 Personen, die die Tour in 5 Tagen machen. Damit Teilt sich die Strecke in 2 x 4,5 Stunden oder gar 5 Stunden, da wir jetzt etwas gemütlicher laufen. Wie machen einen Abstecher zu einem gigantischen Wasserfall. Der ist nicht unbedingt riesig hoch, aber es stürzen enorme Wassermassen hinunter. Der würde einen erschlagen, würde man sich darunter stellen. So lassen wir die Tour in 2 Tagen gemütlich ausklingen, genießen noch mehr die beeindruckende Landschaft und die Leute die wir unterwegs treffen.

 

 

 

20210919 5000 Santa Marta Lost City Tour
 der Regenwald
20210920 5100 Santa Marta Lost City Tour
 so kann man auch schlafen

 

20210920 5132 Santa Marta Lost City Tour
 unter rechts steht so ein kleiner Wicht in
blauer Badehose

 

20210920 5140 Santa Marta Lost City Tour
 ein erfrischendes Bad, am Wasserfall

 

 

 

 

 

 

Bevor wir die Molly für mehrere Tage alleine lassen, machen wir soweit alles klar, dass auch mal ein stärkerer Wind kommen kann. Dazu gehört auch das wir die Verlängerung des Sonnendaches abmachen. Drei Reißverschlüsse und schon ist sie ab. Doch leider ist dieses Mal nicht der Reißverschluss aufgegangen sondern die Naht. Die Sonnendachverlängerung ist somit auch ab, jedoch …. Wir gehen erstmal auf unsere Jungeltour. Als wir zurückkommen näht da jemand sein Segel mit einer richtig guten Nähmaschine. Ob wir uns die wohl mal ausleihen dürfen?? Klar, Segler helfen sich untereinander. So liegt am nächsten Tag unser Sonnendach unter der Nähmaschine. Beim Abbauen sind auch noch gleich ein paar mehr Nähte aufgegangen. Die sind ja alle gleich alt und seit 2,5 Jahren nahezu nonstopp mit UV bestrahlt. Also haben alles was nach einer Naht aussieht, nachgenäht. Damit waren wir auch einen guten halben Tag beschäftigt.

 

1632519468031
 Nachnähen der Nähte am Bimini



Wir überlegen auch schon länger unser Sonnendach an den Seiten zu verkleiden. Erstens schützt es gegen die tief stehende Sonne und zum anderen regnet es uns immer auf die Sitzbank, da der Regen selten ganz senkrecht fällt. Wir finden einen leichten wasserabweisenden und UV beständigen Stoff in einem der unzähligen Stoffläden in Santa Marta. Ein neues Projekt ist geboren. Wir sind ja schließlich auf Urlaub hier.

 

 

 

Am Mittwoch wollen wir mit der Molly in eine Bucht des Tayronaparks fahren. Mal raus aus dem Hafen und wieder in einer Bucht baden und schnorcheln. Doch so einfach Leinen los und irgendwo hin fahren ist auch hier in Kolumbien nicht möglich. Wir melden am Montag in der Marina an, dass wir Mittwoch für ein paar Tage in die Bahia Cinto (Tayrona Park) wollen und von dort direkt nach Cartagena. Doch das ist alles nicht ganz so einfach. Kelly unsere Agentin aus der Marina muss für uns die Genehmigungen bei der Port Authority holen: Wir brauchen eine Genehmigung für den Tayrona Park, die eigentlich nur 24 Stunden gilt und wir brauchen eine Abmeldebestätigung aus Santa Marta nach Cartagena. Wir müssen länger als die 24 Stunden im Park bleiben, da wir im Park ein Problem mit dem Motor bekommen werden. So haben wir unser Abmeldedatum auf Sonntag festgelegt. In Cartagena brauchen wir wieder einen Agenten, der uns bei der dortigen Port Authority wieder anmeldet. Man kann zwar überall hin fahren, aber nicht ganz so frei wie man sich das manchmal wünscht. Die Erklärung hierzu ist, das immer noch Drogen auf dem kleinen Seeweg Kolumbien verlassen und man so schneller erkennen will wo unberechtigt Schiffsverkehr ist. Diese Agenten machen ihren Job auch nicht umsonst, so ist jede Schiffsbewegung mit Kosten verbunden.
Mittwochmorgen, ausnahmsweise schaffen wir es schon vor unserer geplanten Zeit abzulegen. Doch weit kommen wir nicht. Wir verlassen die Marina und nehmen Kurs NO. Da ist auch schon Santa Marta Port Control am Funk. Wo wir denn hin wollen? Cinto Bay Tayrona! Dafür hätten wir keine Genehmigung und wir sollen zurück in die Marina. Über Funk erklären wir die Situation der Marina und kündigen an dass wir zurück kommen müssen. Bis wir angelegt haben arbeitet Kelly schon fieberhaft an unserer Genehmigung. Wir bekommen eine Genehmigungsnummer, die wir über Funk sicherheitshalber schon vor verlassen der Marina mit Port Control verifizieren. Eineinhalb Stunden später, unser überpünktliches Ablegen war umsonst, sind wir wieder auf Kurs NO Tayrona Park. Ein lages Stück begleiten uns wieder Delphine.

20210930 5220 nach Playa Cinto
Auslaufen Marina Santa Marta
20210930 5250 nach Playa Cinto
Dicht gedrängt, begleiten uns Delphine

 

 

20210930 5262 nach Playa Cinto
Delphine begleiten unser Schiff



Gegen 13 Uhr haben wir die 15 sm geschafft und unser Anker fällt auf 8 m Tiefe auf Position 11°19,80N 74°03,27W.
Erst kurz vor dem Ufer nimmt die Tiefe von 20 m auf 10 m ab und wird dann auch schnell flach. Auch in der Tiefe der Bucht kommt noch etwas Schwell an, was die Molly hin und her schaukeln lässt. Wir legen einen Heckanker der die Molly mit dem Bug in den Schwell legt. Das Schaukeln wird zu einem sanften wiegen. Deutlich angenehmer. Man könnte durchaus noch dichter zum Ufer liegen, dann liegt man allerdings auch näher an den Moskitos. So liegen wir mit einem Abstand von 70-80m vor einem langen unberührten Strand.

 

 

 

 

 

 

20211002 5430 Playa Cinto Strand
 Nur unsere Spuren im Sand

 

20210931 5296 Playa Cinto schnorcheln am Riff1
 bunte Fische im Riff

 

20210931 5295 Playa Cinto schnorcheln am Riff1
Immerwieder neue Korallen, sehr feinporig und gelb

 

20210931 5299 Playa Cinto schnorcheln am Riff1
Es ist ein Fisch, er schwimmt im Wasser und ab und zu breitet er seine
Flügel aus.

 

20210931 5301 Playa Cinto schnorcheln am Riff1
 Was willst du den hier??

 

An der Westseite der Bucht sind einige schöne Riffe, bei 3-4 m beginnend bis ganz flach. Sehr schön zum Schnorcheln. Aber auch auf der Ostseite ist ein Riff vor dem Gästehaus vorgelagert, wobei das Wasser hier etwas trübe ist. Die Ostseite lädt beim Einlaufen in die Bucht mehr zum Ankern ein, was aber trügt. Beim Riff ist kein Ankern möglich und dann fällt das Wasser gleich auf über 20 m ab. Die restliche Ostseite ist sehr flach mit Seegrasfelder, Korallenbruch und Steinen. Insgesamt eine sehr idyllische Bucht. Am Wochenende kommen ein bis zwei Ausflugsboote, die aber am frühen Nachmittag schon wieder auf dem Heimweg sind. Ein paar lokale Fische haben ihr Netz in U-Form ausgeworfen und ziehen mit Manneskraft an beiden Enden. Von dem Fang erstehen wir unser Abendessen. Sie haben ihr Lager am Strand unter einem großen Baum aufgeschlagen und bitten uns gegen später um etwas Trinkwasser. Ich bringe ihnen 2 von diesen 5 Literflaschen. Zum Dank durfte/musste ich ihre Fischsuppe kosten. Musste, ausbedenken der Coronasituation. Es ist immer beeindruckend wie diese Leute mit den einfachsten Mitteln und Zutaten so lecker kochen. Wir unterhalten uns, mit meinen wenigen Worten Spanisch, noch eine ganze Weile. Wir gehen schnorcheln, baden, laufen am Strand, genießen nach langer Abstinenz diese Bucht und das schöne klare Wasser. Jeden Tag ab dem frühen Nachmittag ziehen die dicken Wolken auf und Donnergrollen kommt aus den Bergen näher.

20210931 5303 Playa Cinto der Strand zeichnet seine Bilder
Der Strand malt seine eigenen Bilder

 

20210931 5320 Playa Cinto
Das gute Tropenholz als Strandgut



In dieser Bucht gibt es weder Mobilnetz noch irgend ein WiFi, so entscheiden wir uns am Sonntag nur bis Rodadero zu fahren, von dort die notwendigen Dokumente per Email zu unserem Agenten nach Cartagena zu schicken und auch den Wetterbericht abzufragen. Wobei der wegen den Bergen, dem Regenwald und vielen Kaps eher unzuverlässig ist. Auch haben wir mit unserem Stopp schon die ersten 20 sm, womit wir für die anderen 110 sm nicht mehr ganz so früh los müssen um gegen Mittag an der nördlichen Einfahrt, Boca Grande, Cartagene zu sein. Boca Grande ist eine Unterwasser Felsbarriere, mit einer betonnten Durchfahrt für kleinere Boote, wie die Molly.

Es ist wieder einmal schwachwindig. Mit dem Groß, ohne Reff und der Genua kommen wir dann doch so auf gute 3 Knoten. Zwischen durch mal mehr mal weniger. So um Barranquilla, da ist es eher weniger. So wenig, dass wir den Motor zu Hilfe nehmen. Doch vor der Mündung des Flusses Magdalena sind riesige Teppiche von Seegras , Holz, und Grasinseln.

20211003 5480 nach Cartagena
 Immer wieder Seegrasfelder, wobei das hier kleinere sind
20211003 5510 nach Cartagena
 Die Seegrasfelder haben abgenommen und er Sonnenuntergang wiegt
uns in trügerischer Sicherheit


Den Nachmittag fahren wir im Slalom um die Teppiche. Mit zunehmender Dunkelheit nehmen Seegrasflächen zwar ab, doch erwischen wir in der Dunkelheit doch noch einen riesigen Teppich. Der wickelt sich sofort, dicht und fest um Welle und Propeller. Kein Vortrieb mehr, zudem hat sich das Seegras etwas ungleich aufgewickelt was zu einer Unwucht führt. Motor aus, ich schaue mir mit einer Taschenlampe die Situation unter Wasser an. Ein Konus aus Seegras von der Welle dicker werdend bis dort, wo ich den Propeller vermute. Der Wind ist noch immer nicht unser Freund, doch reicht er aus um uns zumindest mit 1,5 – 2 kn en den Strom von einem Knoten gegvoran zu bringen.

 

20211003 5530 nach Cartagena Seegras in der Welle und Propeller
 Das dichte Seegrasgeflecht hat die Welle böockiert


Genug um nicht Spielball den Wellen zu sein. Also doch unser Freund. In der Nacht kann ich gar nichts tun. Mit der Taschenlampe in der einen Hand und dem Messer inder anderen, das Schaukeln und der Strom, das alles erscheint mir etwas zu gefährlich um es bei Nacht zu machen.  So dümpeln wir durch die Nacht und waren auf Tageslicht. Nach dem Frühstück steuern wir flacheres Wasser an, um dort den Anker zu werfen. Ich mache mich tauchbereit und bemerke dass hier eine enorme Strömung ist, was die Arbeit nicht unbedingt vereinfacht. Todesmutig stürze ich mich in die Fluten und schneide Propeller und Welle Stück für Stück frei. Inzwischen ist es Mittag und wir haben noch 36 nm vor uns, was bedeutet wir schaffen die Einfahrt über Barriere nicht bei Tageslicht. Wir machen uns trotzdem auf den Weg und wollen uns die Situation vor Ort ansehen. Wieder ziehen zum Abend hin die Gewitterwolken auf. Bislang haben sich die Blitze nur in den Wolken entladen, ziehen hier lange, verzweigte Blitze senkrecht nach unten. Die Blitze zucken rund um uns herum, so dass ich auch keine Möglichkeit zum Ausweichen sehe. Dieses mal beunruhigt mich das schon etwas.



20211004 5560 nach Cartagena Gewitter rund um uns
 Wetterleuchten um uns herum, es gibt nur die Flucht nach vorne


Nach 2-3 Stunden des Bangens, lösen sich zum Glück auch diese Wolken in Wohlgefallen auf. Zwei beleuchtete Tonnen markieren klar die Durchfahrt. Die Position der Tonnen stimmt zwar nicht mit der Seekarte über ein und so rutschen wir mit 3,6 m Wassertiefe sicher über die Barriere. Mit der ersten Helligkeit erreichen wir so ca. 6 Uhr unseren Ankerplatz.
Wir ankern etwas nördlich der Marina "Club Nautico" in einer Tiefe von 3,5 m. Das Wasser lädt nicht zur Kontrolle des Ankers ein und so vertrauen wir auf unsere Künste. Das Wasser ist wegen den vielen Wassertaxis und den Ausflugsbooten sehr unruhig, was sich zum Glück gegen Abend beruhigt.
NWeiter nach Norden, ach der Marina Club de Pesca kommt auch noch ein Ankerfeld das deutlich ruhiger erscheint, uns aber zu weit vom Dinghidock entfernt ist.
Die hiesige WhatsApp-Gruppe ist sehr aktive und so bekommen wir in kürzester Zeit Infos über Supermarkt und Bootszubehörläden. Der Wind brist etwas auf doch wir gehen an Land. Kaum an Land sehen wir, wie sich eine Yacht losgerissen hat und durchs Ankerfeld treibt. Mit den Beinen unter den Armen rasen wir zum Dinghi und unserem Schiff. Die treibende Yacht kommt ca. 50 m vor uns im flacheren Bereich zum Stehen. Zwei Helfer versuchen das Schiff mit dem Dinghi frei zu schleppen, was aber nicht gelingt. Ich nehme unsere 50 m Ankerleine des Zweitankers und vertäue das Schiff an einer nahe gelegenen großen Boje.
Somit ist die Gefahr des weiteren Abtreibens erst einmal gebannt, womit auch die Molly sicher ist. Gemeinsam ziehen wir die Yacht über die Ankerleine zur Boje und vertäuen sie dort. Landgang die Zweite.
Wir gehen wieder an Land und suchen den Supermarkt und die Schiffszubehörläden.
Donnerstag wollen wir die Königin der Karibik erkunden, die historische Altstadt von Cartagena.

[Cartagena ist eine Hafenstadt an der Karibikküste Kolumbiens. Zum Meer hin liegt die im 16. Jahrhundert gegründete ummauerte Altstadt mit großen Plätzen, Kopfsteinpflasterstraßen und bunten Kolonialgebäuden. Dank des tropischen Klimas ist die Stadt auch ein beliebtes Ziel für Strandausflüge. Mit dem Boot sind die Isla de Barú mit ihren weißen Stränden und Palmen sowie die Islas del Rosario erreichbar, die für ihre Korallenriffe bekannt sind.]

Für den ersten Tag umrunden wir die Stadt auf der 11 km langen Stadtmauer und bewundern die schönen Gassen im Kolonialstil. Am nächsten Tag machen wir eine geführte Tour durch die Stadt. Auf dem Platz Parque Centenario stehen Tourguides die Führungen für ein Trinkgeld anbieten. Wir finden einen englischsprachigen Führer, der nur mit uns durch die Stadt geht. In Bezug auf das Trinkgeld hat er jedoch eine genaue Vorstellung was sich jedoch im Bereich des akzeptablen bewegt. Wir haben eine sehr schöne Führung mit Unmengen an Informationen. Wir probieren lokale Süßigkeiten, Getränke vom Straßenstand und lokale Gerichte.

20211007 5640 Cartagena Stadtmauer
 Stadtmauer von Cartagena

 

20211007 5660 Cartagena Stadtmauer
 Stadtmauer

 

 

20211008 5860 Cartagena Altstadt
 Altstadt von Cartagena, der Zollplatz. Auch damals musste alles
verollt werden
20211008 5880 Cartagena Altstadt
 kleine Skulpuren, die an dasLeben zu früheren Zeiten erinnern

 

 

20211008 5900 Cartagena Altstadt
 Sklaven dienten auch als Übersetzer
20211008 5910 Cartagena Altstadt Saft der Lemone
 Zur erfrischung einen frisch gepressten Lemonensaft

 

20211008 5920 Cartagena Altstadt
 Gassen der Altstadt (Alexandra und unser Führer)

 

 

20211009 6170 Catagena Skyline bei Nacht
 Skyline bei Nacht

 

 

 

 

Am Samstag sind wir vor einem Nachtspaziergang durch die Altstad noch im Parque Centenario gewesen. Und ich sage euch es war kein Zoo !!!

20211009 5945 Catagena im Parque Centenario Leguana
 Leguane durchstreifen die Wiesen nach frischem Grün

 

20211009 5950 Catagena im Parque Centenario
 Äffchen in den Bäumen

 

20211009 6000 Catagena im Parque Centenario Faultier
 Das Faultier war nicht schnell genug, ein
Parkwärter hat ihn uns indie Hand gegeben

 

20211009 6020 Catagena Altstadt bei Nacht
 Altstadt Cartagena von der Stadtmauer

 

 

 

 

 

 

20211009 6100 Catagena Altstadt bei Nacht
 Der Zollplatz bei Nacht mit den Kirchen im Hintergrund

 

20211009 6150 Catagena Altstadt bei Nacht
 Ein Platz zum verweilen

 

 

Wir verlassen Cartagena im Süden durch Boca Chica mit dem Ziel Rosario Islands.
[Der zu Kolumbien gehörende Archipel Nuestra Señora del Rosario, kurz Islas del Rosario genannt, besteht aus 28 kleinen Inseln und liegt etwa 40 km südwestlich vom Zentrum der Stadt Cartagena de Indias im Karibischen Meer.]
Wir starten früh, da wir kurz nach Mittag unsern anvisierten Ankerplatz erreichen wollen. Die Anfahrt ist mit vielen Untiefen nicht ganz so einfach und da wollen wir die Sonne noch hoch stehen haben um die Untiefen besser zu sehen. Kaum haben wir Cartagena verlassen, steht da, ungewöhnlich für diese Tageszeit eine dicke Gewitterwand. Blitze zucken und bald fängt es an zu regnen, nein es schüttet. Nachedm unser Oberdeck mit Regenwasser gespühlt ist, fangen wir noch fast 100 Liter in unsere Zisterne dem Achtertank auf. Wir wollen dem Wetter noch eine halbe Stunde geben um sich in Wohlgefallen aufzulösen, denn so brauchen wir nicht zwischen den Riffen herumfahren. Doch dann ruft Sebastian an, Die DHL schreibt, nachdem das Paket ja doch noch ausgeliefert sei. möchte sie gerne den bereits bezahlten Schadenersatz zurück. Diese Behauptung wollen wir erst einmal rechtlich prüfen lassen und entscheiden uns in die Lagune vor Baru auszuweichen, da es dort gute Netzanbindung gibt. Die Einfahrt in die Lagune Cienaga de Cholon ist etwas eng, bei der Insel Mirador ragt eine Riffzunge in die Einfahrt und auf er anderen Seite, vor der Bar machen die Schiffe fest. Am frühen Nachmittag fällt der Anker in der Lagune neben Mikko und Valentina (SY Victoria). 

20211014 6180 Einfahrt Lagune Cholon
Einfahrt in die Lagune, links ragt ein Riff in die Einfahrt und an der Bar
liegen die ganzen Ausflugsboote

 


Nachts um 3 Uhr, 10 Uhr in Deutschland, klären wir die Angelegenheit telefonisch mit der Rechtsberatung. Diese erklärt uns, das die DHL grundsätzlich Recht hat und wir nur wenig Chancen auf einen Vergleich haben.













 



Wir verbringen ein paar Tage mit schnorcheln und baden und … einen schönen Abend mit Mikko und Valentina. Valentina und Mikko auf er SY Victoria sind aus Finnland. Wir haben sie in Grenada kennen gelernt und in Curacao getroffen. Doch über WhatsApp waren wir immer wieder in Kontakt und tauschen uns über Erfahrungen und Segelreviere aus.

20211014 6190 Lagune Cholon Abendessen
Ein ordentliches Steak auf dem Grill

 

20211015 6200 Lagune Cholon Lobsterfischer
Am nächsten Tag besucht uns der Fischer mit Lobster, da konnten wir
nicht nein sagen. Ja, 2 Lobster !!!




Aus unserer Sicht lohnt ein Besuch in dieser Lagune nicht unbedingt. Viele Strände sind privat, womit der Zugang verwehrt ist, am Wochenende kommen viele Motoryachten und machen hier, zum Glück nur tagsüber, Party und die vorgelagerten Riffe sind auch kein Grund hierher zu fahren. Doch liegt die Lagune rundherum geschützt, mit 5 m Tiefe gut zum Ankern und ein paar Tage entspannen.
Morgen wollen wir dann doch in die Inselwelt der Isla Rosario eintauchen. Da sich die Strecke auf 10 nm verkürzt hat, könne wir die Überfahrt ganz gemütlich angehen. Wetterbedingt fahren wir erst am Sonntag los und schlängeln uns durch die Welt der Riffe und Untiefen.

20211017 6210 Lagune Cholon Ausfahrt re die Bar
Morgens um 9 Uhr ist es noch ruhig an der Bar



20211017 6240 nach Caribaru Insel der Rosario Islands
Durch die Enge, mit Ziel Rosario

 

 

20211017 6260 Rosario Islands
Die Rosario Islands ist eine Inselgruppe aus 28 Inseln

 



Viele der Untiefen sind mit irgendwelchen verblassten Tonnen markiert. Sie sind eine gute Orientierungshilfe und allemal besser als nichts. Bislang waren wir mit den Navionics Seekarten super zufrieden, doch in speziell diesem Teil der Welt sind sie weniger hilfreich, da sie nicht detailliert genug sind. In Santa Marta haben wir Rasterkarten von ganz Kolumbien bekommen.

 

20211017 6270 Raster Seekarte Oben CPN
Raster-Seekarten der Islas Rosario

 

20211017 6280 Vectorkarten Navionics
Vektor-Seekarten der Islas Rosario

 

Um 11:30 Uhr fällt der Anker in der Bucht von Isla Caribaru auf 6,5 m in Sandboden mit leichtem Seegrasbewuchs.
10°10,66N 75°45,80W

Hübsche kleine Bucht. Wir liegen hier mit zwei Segelbooten vor einem kleinen Hotelstrand mit Liegen und Sonnenschirme aus Palmwedel. Wobei das Hotel auch für Besucher und insbesondere uns Cruiser offen ist. Die Preise sind akzeptabel, so dass wir zum Sonnenuntergang einen Mojito genießen und dem Hotelpersonal von unserer Reise erzählen. Ich glaube jedoch, es gibt nur noch wenige unberührte Plätze an der Kolumbianischen Küste.
Die letzten Tage waren wir mit Schnorcheln beschäftigt. Es gibt unendlich viele Riffe und ein versunkenes Flugzeug von Pablo Escobar.

20211018 6300 Caribaru Flugzeugwrack Pablo Escobar
 Flugzeug von Pablo Escobar

 

20211018 6310 Caribaru Flugzeugwrack Pablo Escobar
 Flugzeug von Pablo Escobar, es waren keine Drogen oder Geld  mehr da

 

20211018 6320 Caribaru Flugzeugwrack Pablo Escobar
Das Flugzeug liegt so in 5 -7 m Tiefe

 

Bei dem Flugzeug ist Vorsicht geboten, denn das ist wohl ein Punkt der Touri-Rundfahrten. Die fahren rücksichtslos mit ihren Booten direkt über das Flugzeug, auch wenn man von den Booten das Wrack nur schemenhaft erkennen kann. Das ist aber nicht ganz ungefährlich für die Leute im Wasser oder gar wenn man nach dem Wrack taucht. Die Korallen sind hier ganz anders als die wir sonst gesehen haben. In dem seichten Wasser und der Sonne leuchten sie in einem satten Gelb und sehen aus wie eine Blumenkohllandschaft. Das Wasser ist so warm, dass man den Eindruck hat man schwimmt in einem Jacuzzi.

 

 

 

 

 

20211019 6340 Caribaru
Schnorcheln an einem der Riffe

 

20211019 6380 Caribaru
Ein großer Korallenblock in Blau

 

 

 

Wir waren wieder unterwegs zu unserem Schnorchelriff als der Außenborder anfängt zu stottern. Ein mir bekanntes Symptom, der Vergaser ist wieder verdreckt. Trotz allem bringt er uns wieder zurück zur Molly. Den Vergaser ausbauen, reinigen und wieder einbauen ist schon Routine. Nach zwei Stunden schnurrt er wieder. Den ein und anderen Tag habe ich auch an unseren Teaksitzbänken weiter gearbeitet. Das alte Fugenmaterial raus, das restliche Fugenmaterial aus den Fugen Schleifen, mit Azeton reinigen und neues einspritzen. Nach zwei Tagen schneide ich das überschüssige Fugenmaterial oberflächlich ab und nach weiteren 8 Tagen trocknen kann man die Sitzbank schleifen und ölen. Die Sitzbank ist wie neu.

20211019 6392 Caribaru bestes Schnorchelriff
 hier war das beste Schnorchelriff

 

20211020 6435 Caribaru Teakfugen erneuern
 erneuern der Teakfugen

 

20211019 6400 Caribaru
 Die Ankerbucht auf Caribaru

 

20211019 6410 Caribaru Schnecke
 Beim schnorcheln habe ich eine schöne Schnecke gefunden, doch
war noch Leben in der Schnecke. Sie wurde in die Freiheit entlassen.


Die Problematik ist meist nicht das machen, sondern die Teile und das Material dafür zu bekommen. Man verbringt oft mehr Zeit damit Ersatzteile ausfindig zu machen, als die eigentliche Arbeit dauert.
Auch wenn ich es vermutlich wiederhole, Wilfried Erdman hat immer noch recht: „Langfahrt ist sein Schiff an den schönsten Orten der Welt zu reparieren“.
Auch an den schönsten Orten der Welt geht irgendwann der Proviant zu ende. Das heißt, wir müssen zurück nach Cartagena. Zudem ist unser erstes Päckchen von Amazon USA angekommen.
22. Oktober 8:00 Uhr rattert die Ankerwinch und holt die Kette ein. Durch die anfänglichen Untiefen laufen wir noch unter Motor. Eine Tonne die ein Riff kennzeichnet und ein folgendes Tonnenpärchen verführen diesen Kurs einzuschlagen. Doch unser Tiefenmesser ist kurz vor dem Kiel eingebaut, das heißt wenn er flach meldet ist es schon zu spät. So fahren wir auf unserer ausgesuchten Route. Und siehe da, wir umfahren ein Riff und kommen an den Tonnen Rot und Grün raus. Die Tonne westlich des Riffes gibt es nicht mehr.

20211022 6470 nach Cartagena durch die Riffe
 Auslaufen aus der Ankerbucht Caribaru, die westliche kleine sw Tonne am Riff gibt es nicht



Danach setzen wir das Vorsegel und segeln mit achterlichen Wind gen Cartagena. Vor der südlichen Einfahrt zur Lagune Bocachica ist so viel Frachtverkehr das wir uns entscheiden die nördliche Einfahrt Bocagrande zu nehmen. Wind und Strom sind auf unserer Seite. Am frühen Nachmittag erreichen wir unseren alten Ankerplatz vor dem Fuerte Castillo San Sebastian und ankern auf 4m tiefe.


















20211022 6472 Isla Rosario nach Cartagena
Delfine begleiten uns wieder ein ganzes
Stück, heute mit mehr Fahrt haben sie auch 
deutlich mehr Spaß



20211022 6477 Isla Rosario nach Cartagena U Boot
 Ein U-Boot der colombianischen Marine

 

 

 

 

20211022 6475 Isla Rosario nach Cartagena
Delphine schwimmen um unser Boot

 

20211022 6476 Isla Rosario nach Cartagena
Delphine schwimmen um unser Boot

 

20211022 6480 Isla Rosario nach Cartagena Insel Bocca Grande
 Vorbei an der Halbinsel Bocca Grande  zur Einfahrt Bacca Grande

 

20211022 6478 Isla Rosario nach Cartagena Alt Stadt
 Die Altstadt von Cartagena

 

Wir haben uns ein paar Dinge bei Amazon USA bestellt. Nach 10 Tagen waren zwei Päckchen in der Marina angekommen. Das hat gut funktioniert. Man wählt bei Amazone das Zielland Kolumbien aus und bekommt dann zu den Artikeln angezeigt ob und wieviel Einfuhrsteuer anfällt. Ab 30 USD Bestellwert ist die Lieferung portofrei. Auf der Suche nach einem Volvo Penta Händler haben wir erfahren, diesen gibt es nicht mehr. Dafür ist dort jetzt ein Yamaha Händler. Auch nicht schlecht, da konnten wir gleich ein paar Ersatzteile für unseren Außenborder bestellen. Die sollen am 28. Oktober kommen. Auch haben wir Stoff für eine neue Abdeckung der Sprayhood gefunden. Dieses Mal UV beständig und regenabweisend. So werden wir an einem der nächsten Tage mit die Molly in eine Schneiderei verwandeln. Aus dem einen Tag wurden dann drei. Wir haben noch viel kleine Näharbeiten gefunden, die man immer mangels Maschine aufgeschoben hat.


20211028 6500 Cartagena Nhen Sprayhood cover
 Wir nähen einen neuen Schutz für die Sprayhood

 

20211029 6530 Cartagena Nhen Sprayhood cover
 Fertig, der Schutz für die Sprayhood



Unsere nächsten Ziele „St Andres und Providencia“ haben wir verworfen. Ich habe das Wetter und die Stromverhältnisse eine länger Zeit beobachtet. Nur an ganz wenigen Tagen kommt der Wind günstig für einen NE-Kurs und dann nur für 1 bis maximal 2 Tage. Zudem ist da der Kontinentalstrom, der mit 1 – 1,5 kn gen Westen setzt und somit gegen uns ist. Die Verhältnisse sind einfach zu ungünstig und die Wetterfenster zu kurz für die Strecke von 340 sm.

20211024 6482 Kontinentalstrom Columbien St Andres Jamaika
 Die Kontinentalströme


So ist unser neuer Plan direkt nach Jamaika zu fahren. Wahrscheinlicher jedoch ist Kuba. Jamaika hat seine Seegrenzen coronabedingt noch immer geschlossen. Am 29. Oktober soll ein neues Protokoll dazu veröffentlicht werden. Da wird dann die Entscheidung zwischen Jamaika oder Kuba fallen. Kolumbien war schön, wir haben viel gesehen und auch wieder viele nette Leute kennen gelernt, doch wir sind soweit, dass wir weiter fahren wollen. Das heißt auch, wir werden unser Visa für Colombia nicht verlängern und müssen demnach das Land am 15. November verlassen.
30. Oktober 2021
Jamaika hat seine Einreisebedingungen , wie angekündigt geändert. Touristen werden in zwei Kategorien eingeteilt. Die, die nur Hotel und Strandurlaub machen möchten und uns, die die ganze Insel bereisen wollen. Trotz Coronaimpfung müssen wir eine 8 tägige Quarantäne machen, wobei wir diese auf dem Schiff machen können. Wir könnten diese Quarantänezeit mit einem Antigentest verkürzen. Da wir aber schon 5 Tage auf See sind und die uns bislang immer angerechnet wurden, hoffen wir auch dieses Mal auf nur noch 3 verbleibende Tage der Quarantäne. Meist brauchen wir einen Tag zum Ausruhen und die Molly wieder in den Ankermodus zu bringen.
So ist die Entscheidung gefallen und wir beginnen mit den Vorbereitungen.
Den Einreiseantrag abschicken. Die Molly mit Vorräten voll packen, denn in Kuba wird es nicht viel geben und die Bahamas sind sehr teuer.
Wetter beobachten. Den Agenten beauftragen dass er uns Ausklariert.
Ist ja gar nicht so viel.

 


 

20211024 6483 Cartagena Abendessen mit Mikko Valentina Rudi Chris Gnter Nati
 Essen mit freunden in Stadtteil Getsemani

 

Wie auf dem Foto zu sehen waren wir am 24. Oktober mal wieder international essen.
Finnland, Deutschland, Östereich, Russland.

Danach auf dem Plaza Trinidad noch das Nachtleben auf uns wirken lassen.

Jeder der Lust hat kann hier sein Talent zum Besten geben. Ob es ein Talent ist, zeigt sich dann in den Spenden die nach der Darstellung eingesammelt werden.
Es waren mitunter sehr gute Aufführungen dabei. Nebenbei einen Mojito oder ein Bierchen und den Abend wirken lassen. Es empfiehlt sich Kleingeld in der Tasche zu haben, dass man bei einer gute Darstellung auch was geben kann.





20211030 6560 Cartagena Plaza Trinidad
 Die zwei Jungs haben eine schöne
Darstellung gebracht.

 

20211030 6535 Cartagena Plaza Trinidad
Einen guten Mojito, vom Straßenstand

 

 

 

 


31.10.2021
Heute waren wir in Kino und haben uns den "neuen" James Bond angesehen. No Time to die
Ein sehr schönes Kino, wegen Corona war jeder dritte Platz gesperrt. Dadurch hatte man reichlich Platz. Der Film war in englischer Sprache und spanischem Untertitel. Das Kino ist in der Bocca Gande Mall, was schon etwas klimatisiert ist. Doch im Kinosaal war die Temperatur noch weiter runter gekühlt, so dass man gut eine lange Hose und eine Jacke vertragen kann. Das war der letzte James Bond mit Daniel Craig, ein mit Action geladener Film mit einen melodramatischen Ende.

Das Wetter hat sich in den letzten Tage deutlich verändert. Die Tage mit strahlend blauem Himmel und den allabendlichen starken Gewitter mit vielen Blitzen hat sich in einen leicht bewölkten Himmel mit gelegentlichen Gewittern, wenigen Blitzen dafür starkem Regen, gewandelt. Die Temperaturen sind mit 28 – 30° unter Deck etwas gemäßigter.
Seit Tagen haben wir versucht eine Postkarte nach Deutschland zu schicken. Es war schon mal gar nicht so einfach eine Zweigstelle der kolumbianischen Post zu finden. Die hat, nachdem sie unsere Postkarte gesehen hat, abgewunken und uns an DHL oder FedEx verwiesen. Wir also wieder los und eine Zweigstelle von DHL gesucht. Dank Google Maps ist das ja nicht so schwierig. Doch wollten die unsere Postkarte in ein Paket stecken, denn das ist DHL Express und die nehmen nur Pakete. Das Ganze fanden wir etwas übertrieben und das Porto für eine Postkarte unverhältnismäßig. Damit gibt es wohl keine Möglichkeit einen Brief oder eine Postkarte nach Deutschland zu schicken, was vermutlich auch der Grund ist, dass man keine Ansichtskarten findet. Ist ja eigentlich in der heutigen Zeit, mit WhatsApp und all den anderen Medien überholt.

Für die Einreise nach Jamaica wollen wir uns nicht nur auf die Webseite Jamaicas verlassen, da wir mit diesen automatisierten Einreiseportalen in Domenica schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Dort durften wir trotz Genehmigung nicht an Land. Deshalb haben wir die Port Authority in Jamaica angeschrieben. Diese sei jedoch nur für kommerzielle Schiffe zuständig, haben aber unser Anliegen entsprechend weitergeleitet. Von der Marina Errol Flynn in Port Antonio haben wir auch prompt Antwort bekommen. Wir brauchen nur die Travel Autorisation online ausfüllen.
www.visitjamaica.com
Dieses mehrseitige Formular haben wir online ausgefüllt, abgeschickt und 5 Minuten später auch schon die Genehmigung bekommen. Wir haben heute auch mit der Marina Royal Jamaica Yacht Club telefoniert (+1 876-924-8686). Tja, so ist es in Zeiten COVID19 nicht so einfach herum zu reisen, da jedes Land seine eigenen Regularien hat und diese sich noch immer laufend ändern. Die Regularien für Fluggäste sind meist klar beschrieben, aber für uns Cruiser ist es immer eine Herausforderung eine klares Einreiseprotokoll zu bekommen.
Doch werden wir unsere Vorbereitungen fortsetzen.
Der Plan war Dienstag noch ein paar Tage in die Islas Rosario zu fahren um dann Samstag nach Jamaica aufzubrechen. Doch die Wettervorhersage will das wir früher aufbrechen. Im Norden von Jamaica drücken sich ein Hoch- und ein Tiefdrucksystem um die Wette. Je nach dem wer stärker ist, kann das ordentlich Wind in die karibische See bringen. So ist der neue Abfahrtstermin der Mittwoch, was uns etwas Puffer vor dem Kräftemessen der Drucksysteme gibt. Schade ist nur, dass wir dadurch leider die SY VICTORIA nicht mehr treffen.

Da wir noch ein paar kolumbische Pesos übrig haben, gehen wir nochmal in Getsemani hübsch essen und machen noch einen letzten Sclenker durch die Altstadt.

20211108 6660 Cartagena Getsemani
 Kaffee in Getsemani

 

20211108 6670 Cartagena Getsemani
 Künstler und ihre Bilder in Getsemani

 

 

20211108 6720 Cartagena Getsemani
 Bilder auf den Hauswänden

 

20211108 6740 Cartagena Altstad
 Cartagena Altstadt bei Nacht

 

 

 

 

 

 Mittwoch 10. November 9:30 Uhr, wir gehen ankerauf und machen uns auf den Weg nach Jamaika. So fahren wir wieder einmal mit einem weinenden Auge los. Wir haben hier neue Freunde gefunden und alte Freunde wieder getroffen. Zudem hat uns das was wir von Kolumbien gesehen super gut gefallen. Doch locken die Inseln Jamaika, Cuba und vor allem die Bahamas.

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 Karte 8 Etappe
Etappe 8