Beitrag 7. Etappe

7. Etappe  12. Oktober 2020 bis

COVID 19 und die Reise durch die karibischen Inseln

Es ist Montag der 12. Oktober 2020, ein fast schon historischer Tag - Leinen los in der Prickly Bay
Vor 6 Monaten und 22 Tagen haben wir in Grenada einklariert, es wird höchste Zeit das wir uns wieder bewegen. Man hat uns schon mit der Staatsbürgerschaft gedroht.
Wir schauen dem Ende der Hurricansaison entgegen, die offiziell bis zum 01. November geht. Eigentlich war der Plan diese Übergangszeit, bis sich das Wetter stabilisiert hat in den Tobago Cays zu verbringen. Wegen der verschärften Einreisebedingungen haben wir uns dazu entschieden, verschiedene kleine Buchten in Grenada anzusteuern um dann Anfang November in Carriacou auszuklarieren. Unser nächstes Ziel werden wir kurzfristig auswählen, da sich die Einreisebedingungen noch zu oft ändern.
Wir wollen mit unseren Freunden Jodi und Gary von der SY Country Dancer eine Weile zusammen segeln. Der erste Stopp ist die uns schon bekannte Dragon Bay. Kristallklares Wasser, schöne Korallen in vielen Farben und viele bunte Fische haben auch unsere Freund überzeugt ein paar Tage zu bleiben.

20201015 70 Dragon Bay Tauchen nach Mooringblock 2
Im Wasser liegen Mooringblöcke nur ohne Leine. Um die Korallen mit der Ankerkette nicht zu beschädigen, befestigen wir mit einem großen Schäkel unsere eigene Leine an dem Block.

20201018 100 Dragon Bay klares Wasser
20201019 120 Dragon BayKristallklares Wasser um das Schiff.



14. Oktober, heute sind wir, wie ich hoffe, ein letztes mal mit dem Bus nach St. Geroge gefahren um unsere Visas und Cruisingpermit nochmals für einen Monat zu verlängern.





Mit Gary und Jodi gehen wir nochmal zu den Anandale Wasserfällen.

20201020 150 Dragon Bay Wanderung Anandale Falls
Ein etwas abenteuerlicher Start.

20201020 210 Dragon Bay Wanderung Anandale Falls KrankenstationDie Krankenstation unterwegs vermittelt nicht unbedingt ein Gefühl der Sicherheit. Aber besser als nichts und manchmal trügt ja auch der äußere Eindruck.








 20201020 180 Dragon Bay Wanderung Anandale FallsEin Baum voller Karambole (Sternfrucht).
Als ich mir diese Pracht so betrachtete, kam der Eigentümer und hat uns einige Früchte gepflückt.
 20201020 200 Dragon Bay Wanderung Anandale Falls

Oben Links: es gibt nur ein Krankenhaus auf Carriacou, jedoch sind mehrere dieser Krankenstationen über die Insel verteilt wo Krankenschwester ihr Bestes geben. 
 Viele der Leute leben in ärmlichen Behausungen sind aber sehr freundlich, hilfsbereit und geben gerne von dem was sie haben.
20201020 220 Dragon Bay Wanderung Anandale Falls
Am Ziel fallen die Anandale Fälle in eine kleine Pool, der zum Schwimmen einlädt.

 20. Oktober Gary muss zum Zahnarzt nach St George. Deshalb fahren sie zurück in die Prickly Bay. Für "zurück" haben wir keine Lust, insbesondere da eine Schlechtwetterfront ab Donnerstag vorhergesagt ist, die uns dann ca. eine Woche in der Prickly Bay halten würde. Wir brechen auf Richtung Norden, Carriacou in die Tyrrel Bay.

Da wieder Lobstersaison ist machen wir uns auf nach Hillborough zum Fischmarkt. Auf halber Strecke nimmt uns ein Pickup auf der Ladefläche mit. Am Fischmarkt liegt auch schon ein Exemplar von knapp 4 Pfund. Der ist unser!! Da wir zu Fuß sind lassen wir uns den Kerl gleich Küchenfertig machen. Sehr lecker.









Ein kleiner Trost, dass wir noch immer hier hängen, wobei die Wetteraussicht für die kommende Woche nicht unbedingt schön ist.
20201023 Wetter Windy20201023 Wetter Windy2

 

 

 

 

 

 

 


23. Oktober
Auch die Tropical Waves könne starken Wind bringen. So geschehen am Freitag bis Samstagmorgen. Heftige Windböen bis 48 kn und Regen peitschte durch die Tyrrel Bay. Einen extremen Winddreher in Richtung Süd mochte unser Anker nicht so sehr und verlor kurzfristig seinen Halt. Natürlich ist es Nachts, der Ankerwächter schlägt Alarm und schon stehen wir im Cockpit um die Lage zu checken. Falls auch wir, wie schon fünf andere vor uns driften, bleibt nicht viel Zeit um die Maschine zu Starten bevor wir mit einem anderen Schiff kollidieren. Wir sind nicht erkennbar gedriftet, kein Grund zur Panik. Unser Anker hat sich eines Besseren besonnen und hat sich nach ca. 5 m wieder in den Grund vergraben. Dieses war bei meinem Kontrollschnorchelgang am nächsten Morgen deutlich zu sehen.

 Die kurze Wetterpause wollen wir nutzen um nach Petit Martinique zu fahren. An der Nordspitze von Carriacou kommt Alexandra´s kleiner Traum in Sicht. Eine kleine Sandinsel mit einem Sonnenschirm darauf, rundum türkisblaues Wasser. Mopion.
20201026 460 Mopion
Dieses Mal sind Wind und Welle akzeptabel. Wenn nicht jetzt, wann dann?? Also pirschen wir uns in den fremden Hoheitsgewässern von St. Vincent bis auf 50m an die Insel heran. Der Anker fällt auf 11 m und im Anschluss das Dinghi ins Wasser. Eine kleine Insel ganz alleine für uns. Wir baden im seichen, klaren Wasser mit weichem feinem Korallensand.
20201026 410 Mopion
Dann geht es auch wieder weiter, Petit Martinique sind nur noch 3 sm. Der Anker fällt am nahen Ufer, doch er will nicht halten. Also ziehen wir den Anker wieder auf. Kein Wunder, die Ankerkette hat sich um den Anker verknotet. Wie auch immer das passiert ist?? Ich gebe anfangs immer nur so viel Kette wie Wassertiefe. Ich versuche den Knoten zu lösen. Mit der einen Hand den Anker gehalten und mit der anderen den Knoten gelöst. Dann passiert es, ich weiß auch nicht wie, der Anker geht auf Tiefe und kurzfristig verhakt sich der Mittelfinger der rechten Hand in der Kette. Der Anker am Grund angekommen, betrachte ich so den Finger, schaut irgendwie anders aus. Den Finger mit einem Stück Holz und Tape geschient, beraten wir was wir tun. Petit Martinique hat auch nur eine Krankenstation, fällt also aus. Wir holen den Anker, gerade mal am Grund angekommen wieder hoch und fahren zurück nach Hillsborough auf Carriacou. Die haben wenigstens ein kleines Krankenhaus. 17:00 Uhr, wir fragen einen Polizeiwagen wie wir zum Krankenhaus kommen. Steigt hinten ein ich fahre euch. Das Krankenhaus steht hoch auf einem Hügel und die Schwester erwartet uns schon. Das übliche Prozedere mit Personalien, Temperatur und Blutdruck, kurz danach kommt auch schon die Ärztin. Der Finger ist noch dran, also nichts akutes. Morgen Früh zum Röntgen und dann nochmal vorstellen. Man sieht eine kleine Knochenabsplitterung am forderen Glied des Fingers, das Nagelbett ist ringsum verletzt aber sonst scheint alles gut zu sein.
Finger schienen, Antibiotika und Ibus und mit dem guten Rat: ich soll besser aufpassen, werde ich entlassen. Ich würde sagen nochmal Glück gehabt.
20201027 510 Carriacou Sicht vom Krankenhaus
Wunderbare Aussicht vom Krankenhaus

28.10.
Wieder zieht eine Tropicl Wave über uns durch. Wieder peitscht der Regen mit Böen von 45 kn über uns hinweg. Innerhalb 2 Stunden haben wir 150 Liter feinstes Regenwasser aufgefangen. Der Tank ist voll, es kann wieder aufhören.
Wir gehen noch am Fischmarkt vorbei und schauen was es gibt.
20201028 520 Hillsborough Conch klopfen 2
Hier wird Lambifleisch der Conchmuschel weich geklopft.

Um 10:30 Uhr sollen die Lobster kommen. Da warten wir doch gerne noch etwas.
20201028 540 Hillsborough Fischmarkt Lobster 2





















Na gut, überredet, es gibt Lobster.

29. 10.
Wir haben die Einreisegenehmigung für Domenica bekommen. Gleich mache ich mich daran, das Wetter der nächsten Tage zu betrachten. Noch ziehen immer wieder Gewitter mit Schauerböen durch. Am Mittwoch 04.11. scheint sich ein größeres Fenster aufzumachen. Das gibt Hoffnung, das wir doch noch vor Weihnachten hier weg kommen.
20201103 570 Tyrrel Bay Abschied im FrogsWir klarierten schon am 03. November aus und nehmen noch einen Abschiedstrunk im Frogs, beim Seglertreff. 
20201103 572 Tyrrel Bay Abschied im Frogs
Am 4. November vormittags machten wir die Molly seeklar und lichten den Anker gegen Mittag. Der Plan war bei durchschnittlich 4 kn Fahrt am Freitagmorgen in Roseau Dominica einzulaufen und auch einzuklarieren. Doch Plan und Wirklichkeit differieren manchmal weniger und manchmal mehr. Anfangs war die Abweichung vom Plan etwas weniger später aber dann um so mehr.
Mit mehr Wind als vorhergesagt waren wir deutlich schneller als geplant. Dennoch hatten wir 2 schöne Segeltage entlang von St Vincent, St. Lucia und Martinique in den Süden von Dominica.
20201104 583 Tyrrel Bay nach Dominica
Mit einem schönen Sternenhimmel und gegen später einem ¾ Mond war das wieder einmal eine schöne Nachtfahrt.
Mit einem Amwind Kurs und der entsprechenden Welle von der Seite, etwas holprig aber ok. Zwischen den Inseln bildeten sich die bereits bekannten Düsen, der den Wind auf 35-37 kn ansteigen ließ. Statt der geplanten Ankunft von ca. 6 Uhr morgens machten wir schon am Donnerstagnacht um ca. 22 Uhr an einer Mooring fest.










20201105 600 Dominica Vorbereitung zur Ankunft

Das Wasser in der Bucht von Roseau ist sehr tief und in der Nacht hatten wir keine Lust einen geeigneten Ankerplatz nahe dem Ufer zu suchen. Wir hatten alles aufgeklart, noch ein Bierchen getrunken und sind dann schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen der Gang zu Custom. Ab hier weichen wir so weit vom Plan ab wie noch nie.
Nach einigen Telefonaten des Custom-Mitarbeiters, sollten wir unverrichteter Dinge zurück an Bord und auf die Coast Guard warten.


20201106 630 Dominica Roseau Verhandlung mit Coast Guard
Gesagt getan, die kamen auch zeitnah. Grundsätzlich seien alle Häfen von Dominica wegen des Virus gesperrt. Mit unserer Einreisegenehmigung widersprachen wir jeglichem bekannten Protokoll.

Nach weiteren etlichen Telefonaten hatte uns die Coast Guard dann nach Portsmouth im Norden der Insel verwiesen. Dort könnten wir einklarieren und den für die Einreise notwendigen Corona-Schnell-Test machen. Inzwischen ist es Freitag 13 Uhr und die 20 sm nach Portsmouth schaffen wir nicht um noch während der Öffnungszeiten anzukommen. Dennoch werden wir an der Custompier noch vorstellig und treffen noch einen Mitarbeiter an. Dieser war sichtlich nicht erfreut über unseren Besuch, da keiner etwas über das Onlineportal und diese Art der Einreisegenehmigung wusste. Der Health Officer wollte auch gerne alle Dokumente in Papier, was wir natürlich ohne Drucker an Bord nicht hatten. Wieder wurden wir auf unser Schiff zurückgeschickt und sollen warten bis wir durch die Coast Guard oder den Behörden kontaktiert werden.
Heute ist Sonntag, da wird nicht viel passieren. Wir stellen uns erst einmal auf Montag ein und erledigen ein paar Pflegearbeiten.
20201108 660 Dominica Portsmouth 2Über Funk wurden wir zu einem Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums gerufen, etwas Hoffnung flammte auf. Die Ernüchterung folgte sofort, die Dame kam ohne einen wirklichen Plan, stellte die gleichen Fragen wie schon der Port Officer und Custom und schickte uns zurück an Bord. Die noch in Grenada aufgeladene SIM-Karte funktionierte hier nicht. Über Umwege hatten wir jemanden Geld zugesteckt, der dann eine andere SIM Karte aufgeladen hat.













Dienstagmorgen, noch immer kam keine Bewegung in das Einreiseprozedere. Mehrere Telefonate ergab, eine Einreise nach Antigua ist möglich. Wir müssen vor Ort einen PCR-Test (Corona-Test) machen. Der Wetterbericht versprach gutes Wetter, was den Startschuss zum Seeklar machen gab. Gegen Mittag waren wir fertig und gingen Anker auf für 106 sm nach St. Johns Antigua. Auf der Route hatten wir die Passage zwischen Dominica und Guadeloupe und eine längere offene Passage nach Guadeloupe bis Antigua, wo wir mit stärkerem Wind rechnen. So hatten wir zu Schonung der Genua das Starkwindsegel aufgezogen. Bei 30 -35 kn Wind und ca.1,5 m See war das 2 Reff im Groß und die Fock eine gute Wahl. Mit bis zu 7 kn Fahrt kamen wir unserem Ziel schnell näher. In der Abdeckung von Antigua beruhigte sich Wind und See sehr schnell so dass der Anker um 10 Uhr im Hafenbecken von St. Johns fiel.
20201108 670 Antigua Quatantne Ankerplatz
Mit unserer Einreisemappe machte ich mich auf zum Health-, Habour-, Custom- und Immitrationoffice.
Wie, sie haben keinen PCR-Test???
Hier können sie keinen machen !!!!
Die Lösung ist eine Quarantäne von 14 Tagen, wobei uns die 7 Tage auf See nach Ablegen in Grenada anerkannt werden. Wir bekommen Unterstützung bei der Beschaffung einer Antigua SIM-Karte und ein paar frischen Lebensmitteln. Na gut, was bleibt uns anderes übrig.

20201108 690 Antigua Quatantne Ankerplatz

Fazit: Für jede Insel ist zu Einreise ein PCR Test empfehlenswert. Egal was auf der offiziellen Homepage steht, egal was dir jemand am Telefon erzählt.

 

 

 

 

 

St Johns ist ein Tiefseehafen, in dem nur die Frachter oder Kreuzfahrer anlegen. Somit ist der Hafen in normalen Zeiten nicht unbedingt ein lohnendes Ziel. Einklarieren ist normalerweise auch in Jolly Habour ober English Habour möglich. Wir sind froh, dass wir überhaupt einklarieren können. Nach 7 Tagen auf See und 7 Tagen Quarantäne sind die Vorräte aufgebraucht. Mit Dosenfutter könnten wir zwar noch eine Weile überleben, doch frische Lebensmittel schmecken besser.
18. November
Heute dürfen wir einklarieren, was auch ohne Probleme funktioniert.
Es sind vier Stationen zu durchlaufen. Health Authority ist zu Zeiten Corona neu hinzugekommen. Danach die bekannten Stationen Port Authority, Immigration und Custom.
20201118 700 Antigua St Johns
St Johns Harbour von seiner schönen Seite

Nach der langen Zeit auf Grenada völlig ungewohnt, geht es auf Erkundungstour. Fischmarkt, Gemüsemarkt und Supermarkt. Das Angebot ist etwas begrenzt und wir können unsere Vorräte hier nicht komplett ergänzen. Im Segelführer wurde der Supermarkt Eqicurean empfohlen. Wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit der letzten 14 Tage haben wir uns zu einem Fußmarsch (45 Minuten) entschieden. Dieser Supermarkt lässt keine Wünsche offen. Unsere Vorräte sind aufgefüllt.






Am Samstag 21. November machen wir uns auf, in eine nur 3 sm entfernte aber sehr schöne Bucht, Deep Bay.
Auf 4 m Wassertiefe fällt vor einem Sandstrand der Anker.
17°07,59N 061°53,30W

20201122 770 Antigua Deep Bay
20201123 800 Antigua Deep Bayli: Blick auf den Strand der Deep Bay
re: Strand Deep Bay mit Fort Barrington

In der Mitte der Bucht liegt ein Wrack, das wir die nächsten Tage erkunden wollen.
Vom Strand führt ein Pfad den Hügel hinauf, wo die Ruinen eines Forts stehen.







20201121 740 Deep Bay
re oben und li: Strand Deep Bay

Das Schnorcheln am Wrack ist nicht sehr erfolgreich, da das Wasser durch die starken Winde der letzten Tage noch aufgewühlt und somit noch nicht so klar ist.

20201122 780 Antigua Deep Bay
Ein kurzer Schauer malt einen schönen Regenbogen an den Himmel.
Und hält uns fit, denn schnell rasen wir durch das Schiff und machen alle Luken zu.












Die vier Wochen der Ruhigstellung meines Fingers sind nun vorbei. Die Ankerkette hat ihre Spuren hinterlassen. Der Finger sieht noch immer befremdlich aus, was uns etwas verunsichert und wir nun doch noch mal einen Arzt konsultieren wollen. In St Johns steht das Krankenhauses oder ein Ärztehaus mit vielen Spezialisten zur Wahl. Wir entscheiden uns für letzteres. Ein weiteres Röntgenbild und ein Blutbild wird gemacht. Auf dem Röntgenbild ist zu erkennen, der Bruch ist gut verheilt, ich kann mit der Mobilisierung beginnen. Erleichtert machen wir uns auf den Heimweg. Doch zuvor müssen wir noch die Kreditkarte zücken.
Die Behandlung im Krankenhaus in Carriacou hat ca. 150 Euro gekostet und hier haben wir soeben ca. 750 Euro bezahlt. Dazu muss jedoch eingestehen, dass die Praxis des Dr. John nach guten europäischen Maßstäben ausgestattet war. Für mich als Laien waren Röntgengerät und Ultraschall auf einem guten Standard. An einem großen Bildschirm wurde mir das Röntgenbild erklärt.

Jetzt muss nur noch unser Dinghi die Luft anhalten. Wieder ist es an den Klebenähten undicht geworden. In Falmouth, im Süden der Insel, ist Fachgeschäft für Reparaturen dieser Art. Sie können unser Dinghi reparieren, geben aber keine Garantie wie lange das halten wird. PVC ist einfach nicht das geeignete Material für diese Breiten. PVC verträgt die Wärme nicht. Wir wollen aber kein Dinghi mit festem Boden aus Hypalon, da wir das auf längeren Strecken nicht verstauen können. Wir geben unserem Dinghi und den Spezialisten eine Chance und fahren nach Falmouth.
20201124 830 Antigua nach Falmouth Fort Barrington
li: Auf dem Weg nach Falmouth, Fort Barrington von Seeseite

20201124 860 Falmouth Grillen


Der Supermarkt hat unsere Gelüsten nach einem Stück Fleisch erkannt und Schweinsbratwürste und Kottelet für uns bereit gehalten. Die gab´s heute vom Grill. Lobster ist ja nicht schlecht aber so ein Stück Fleisch ist auch nicht zu verachten.

Unser Cobb-Grill hat ja schon vor geraumer Zeit aufgegeben. Der Feuerkorb für die Holzkohle war nicht Rostfrei und hat sich aufgelöst.
Wir konnten einen gebrauchten Gasgrill von MAGMA erwerben. Ist jetzt ein Gasgrill, aber funktioniert sehr gut. Sehr schön ist die Halterung, so dass man im Stehen grillen kann.

 




Falmouth Bay ist eine große Bucht mit etlichen Untiefen übersät. Wir schlängeln uns in die Bucht, anfangs gibt es noch  ein paar Tonnen für die Häfen, doch auf der Suche nach einem Ankerplatz müssen wir uns auf die Seekarte und unsere Augen verlassen. Der Anker fällt zwischen zwei Untiefen auf 17° 00,99N 061°46,42W
In Falmouth angekommen, haben wir gleich Kontakt mit der Firma Seagull Inflatables aufgenommen. Die haben unser Dinghi noch am gleichen Tag angeschaut und eine Reparatur für den nächsten Tag zugesagt. Also haben wir unser Dinghi schon am späten Nachmittag abgegeben und es am übernächsten Tag Vormittags wieder bekommen. Die Reparatur sieht ordentlich aus, wir hoffen das es auch eine Weile hält.
20201127 960 Falouth Bay English Harbour NP
Am Nachmittag schauen wir uns noch den historischen Teil von Englisch Harbour an. Da Lord Nelson hier den Grundstein zum Bau eines Hafens gelegt hat, ist der Nationalpark nach ihm benannt.
20201127 980 Falouth Bay English Harbour NP
















20201127 1050 Falouth Bay English Harbour NP

li: die Einfahrt zum English Harbour gut gesichert mit Wehranlagen und vielen Kanonen

Samstag 28. November
wir machen heute eine Wanderung zu Shirly Heights, wo man einen Ausblick über die Buchten English Harbour und Falmouth Bay haben soll.
20201128 1210 Falmouth Wanderung Sherly Hights engl Besatzung 1786

Unterwegs immer wieder Zeugen aus den alten Zeiten des 18ten Jahrhunderts, wo die Engländer hier präsent waren. Am Ziel angekommen war die Aussicht wie versprochen.





20201128 1260 Falmouth Wanderung Sherly Hights Blik English Harbour
20201128 1270 Falmouth Wanderung Sherly Hights Blick English Harbour

















Den Rückweg sind wir einen Pfad entlang der Klippen zurück zum Galleon Beach in der Freeman Bay gegangen.
20201128 1360 Falmouth Wanderung Sherly Hights
20201128 1380 Falmouth Wanderung Sherly Hights

















Das gute an der Corona Situation ist, es sind keine Touristen unterwegs. Wir haben den ganzen Tag 2 Personen getroffen. Der Nachteil hingegen, es gibt nur wenige geführte Touren und viele Restaurants haben noch geschlossen, so dass man unterwegs nur selten was zu Essen und Trinken bekommt.

Mehrere Recherchen haben ergeben, dass wir Post aus Deutschland über DHL bekommen können. Also haben wir heute einige Artikel über Amazon bestellt, die hier nicht zu bekommen sind. Für eine Yacht in Transit, wie wir es sind fallen auch keine zusätzlichen Steuern an. Wir müssen lediglich einen Broker beauftragen, der uns die Sachen aus dem Zoll am Flughafen holt. Allerdings lohnt sich der Postweg nach Deutschland nicht, ein Päckchen mit ca.500 gr hätte 100 Euro Porto gekostet, was wir dann verworfen haben.

Noch Wasser tanken und dann sind wir Start klar für weitere Entdeckungen. Unser nächstes Ziel ist die Carlisle Bay mal gerade 4,5 sm entfernt. Es ist schon 15:30 Uhr als wir dort ankommen und die Sonne steht zwar im Rücken aber doch schon etwas tief, so dass wir eventuelle Hindernisse im Wasser nicht mehr sehen. Wir bleiben an einer geschützten Stelle über Nacht und fahren morgen, wenn die Sichtbedingungen besser sind tiefer in die Bucht.
17°00,61N 061°50,10W
20201202 1400 Carlisle Bay
Neuer Ankerplatz ist am Strand vor einem Hotel, die 5 Gäste stören aber nicht weiter. Mit Schnorchelbrille bewaffnet gehen wir die Unterwasserwelt erkunden. Ein großer Teil der Bucht ist Seegras bewachen, wodurch das Wasser nicht ganz so hell ist wie mit Sand oder gar Muschel-Korallenkalk. Eine Schildkröten hat sich bei unserem Anblick wohl erschreckt und hat auch gleich die Flucht ergriffen. Sind ganz schön schnell die Kröten, Schildkröten. Die andere hatte noch die Ruhe weg und ist gemächlich davon geschwommen. Aber auch hier war kein hinterherkommen.
20201202 1420 Carlisle Bay
Den nächsten Tag noch etwas die Gegend erkunden, viel ist hier nicht.

20201202 1440 Carlisle Bay mit Blick auf Cades Riff
re: Ankerplatz in derCarlisle Bay, mitte: Ruinen der englischen Besatzung aus dem 18ten Jahrhundert, re: der weiße Streifen ist das Cades Riff (Außenriff)

Auf  dem Weg nach Jolly Harbour fahren wir durch den Goat Channel, der zwischen Insel und dem Cades Riff liegt. Das Cades Riff ist ca. 2 sm lang und ist in ein Innenriff (Middlereef) und ein Außenriff (Cadesreef) geteilt. In der Mitte könnte man reinfahren, was wir uns wegen der vielen Korallenköpfe aber nicht trauen. Wir wollten eigentlich von Jolly Harbour aus eine Tour buchen.
03.Dezember
Früh morgens um 6:00 Uhr (in Deutschland 11:00 Uhr) mussten wir mit den Behörden telefonieren, dadurch waren wir früh wach und auch früh mit dem Frühstück fertig. Um 9 Uhr waren wir schon auf dem Weg nach Jolly Harbour. Bei schwachen achterlichen Wind, blauem Himmel und wenig bis keine Welle fuhren wir westwärts Richtung Cades Riff. Etliche Schildkröten sahen wir, die an die Oberfläche zum Luftholen kamen. Eigentlich waren die Voraussetzungen ideal im  Riff zu schnorcheln. Auf 8 m tiefe, nicht ideal aber mit viel Kette akzeptabel, fiel der Anker und das Dinghi ins Wasser.
20201203 1490 Cades Riff
Das Cades Riff konnten wir nicht verfehlen, dort wo sich dasWasser bricht. Aufpassen muss man auf das Innenriff das ruhig und trügerisch davor liegt, oft nur mit ein paar cm Wasser über den Korallen. Wir fuhren zum Riff und mussten das Ausmaß der Zerstörung durch den Hurrican Irma 2017 sehen. 90 % der Korallen waren abgebrochen und lagen am Boden, ein trostloser Anblick.
20201203 1500 Cades Riff
Ein paar gebliebene bunte Fische versuchten uns aufzuheitern, was ihnen aber angesichts des trostlosen Anblicks nicht so richtig gelang.
20201203 1510 Cades Riffli: mit den weißen Streifen bricht sich die leichte Dünung am Außenriff

re: die kläglichen Überreste des Riffes








Li: Cades Riff

Froh keine Tour gebucht zu haben fuhren wir zurück zur Molly und weiter nach Jolly Harbour.
Vor der Marinaeinfahrt ist ein schönes Ankerfeld unter das wir uns ganz unauffällig mischen. Der Anker hält beim ersten Versuch. In dem Sandboden ist das auch keine Kunst.
Position: 17°04,53N 061°53,73W
20201208 Jolly Harbour Ankerfeld



















Wir brauchen wieder einmal ein paar Ersatzteile, lassen uns Formulare ausdrucken, geben unsere Gasflache zum Füllen, holen Informationen zur Insel und den Kontakt zu einem Broker für den Zoll. Der Tag ist gefüllt.

20201206 1620 Jolly Harbour Darkwood Beachli: Darkwood Beach

Mit Antje und Bert von der schweizer Yacht San Giulio haben wir eine Wanderung entlang von 4 Stränden gemacht. Angefangen in Jolly Harbour entlang der Straße bis zum Darkwood Beach. Von immer der Küste entlang zum Ffryes Beach, Valley Church Beach zum Lignum Vitae Beach.
20201206 1600 Jolly Harbour Darkwood Beach mit Antje und Bert
Darkwood Beach mit Antje und Bert
















20201206 1590 Jolly Harbour Ffryes Beach
li: Ffryes Beach

Das war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung

Am Dienstag 8.Dezember musste unseren Landausflug wegen schlechtem Wetter ausfallen, stattdessen haben wir unserer Wäsche zum Waschen gegeben und Lebensmittel eingekauft. Wir haben zwar einen guten Kühlschrank, doch halten Fleischwaren maximal 3-4 Tage. Normal kaufen wir das Gemüse von den „Lokals“ am Stand, wie bei uns der Markt. Nur sind die Stände entlang der Straße unter sehr einfachen Bedingungen. Doch ist die Ware frisch und besser als im Supermarkt. Leider gibt es in Jolly Harbour nur den Supermarkt und der kühlt das Gemüse fast bis Frostgrenze runter. Dadurch ist es nur sehr kurz haltbar.




20201209 1740 Jolly Harbour Frchte 2
Li: Afrikanischer Wurstbaum

neben den Manchinelbaum dessen Früchte giftig sind, kann man diese Früchte auch nicht essen.

Den nächsten Tag fahren wir in die 5 sm entfernte Five Island Bay und Ankern vor dem Hermitage Beach.
Position 17°05,22N 061°53,68W
Wir verbringen die Tage mit Muscheln sammeln am Strand, Schnorcheln und Pläne schmieden.
Der Strand ist voller Muscheln und Korallenbruch.
Aber, wie Julia von der Soltara immer sagt:
„Pläne werden bei Niedrigwasser in Sand geschrieben“

20201212 1920 Five Island Bay
li: Five Island Bay, Wasser wird mit den Wellen durch eine Felsspalte gepresst

Dennoch, ganz ohne geht es auch nicht. So wollen wir von hier weiter nach Norden zur Dickenson Bay fahren um von dort zur Schwesterinsel Barbuda zu fahren. Diese liegt mit einer Peilung von 20° im Nordosten. Damit sollte der Wind aus Ost oder lieber noch etwas südlicher kommen was aber nicht so oft vorkommt. Meist kommt der Wind aus Nordost. So müssen wir mit unserer Überfahrt flexibel sein und wenn der Wind passt geht’s los.



20201215 2040 Dickenson Bay
li: Molly vor Anker in der Dickenson Bay
In der Dickenson Bay liegen wir ziemlich weit im Norden geschützt an einer Felswand und etwas abseits vom Hotelrummel an einem kleinen Strand. Die San Giulio liegt wegen ihrem Tiefgang etwas südlicher. Unser Weg zur Floating Bar ist zwar etwas weiter, führt uns dadurch nicht so oft in Versuchung. Das Wasser ist noch immer etwas trübe, so dass schnorcheln ausfällt. Es ist nicht schmutzig, doch die Sedimente des feinen Sandbodens lassen es etwas milchig erscheinen. Nach ein paar ausgiebigen Strandspaziergängen ist die Wettervorhersage für Mittwoch 16. Dezember ESE mit 10 – 15 Knoten. Das ist der ideale Wind für unseren Schlag nach Barbuda.
20201215 2050 St John Wasser tanken Einkaufen fr Barbuda
li: Wir machen an der Pier und Promenade in St. Johns fest.

So fahren wir am Dienstag noch nach St. Johns, verlängern unsere Cruising Permit, gehen noch ein paar letzte Dinge einkaufen und machen unsere Wassertanks voll.





20201215 2070 St John Wasser tanken Einkaufen fr Barbuda 2

li: St Johns, Weihnachten naht

Wir entscheiden uns für einen frühen Start für die 27 sm nach Barbuda. Sollten wir doch aufkreuzen müssen, würde es ein langer Tag werden.
Mittwochmorgen, der Wecker klingelt um 5:00 Uhr, Kaffee und ein kleines Frühstück muss sein. Die Sonne geht so um 6 Uhr auf, um 6:30 Uhr schnurrt die Ankerwinch und zieht die Kette ein. Kurz darauf sind die Segel gesetzt und nehmen wir Kurs durch den Diamond Channel, der auf beiden Seiten durch Korallenbänke begrenzt wird. Nach drei Meilen der Aufmerksamkeit nehmen wir Kurs auf Barbuda und Windfried übernimmt das Ruder.
20201216 2103 nach Barbuda Mlly uner Segel
Wir segeln gemeinsam mit der San Giulio, so ergibt sich die Gelegenheit ein paar Bilder auf See zu machen.

Zwei Weihnachtsmänner auf dem Weg nach Barbuda.

20201216 2104 nach Barbuda Mlly uner SegelMit 15 kn aus Ost, fehlt die vorhergesagte südliche Komponente, lässt sich aber dennoch gut segeln. Wir werfen die Angel aus und genießen unser zweites Frühstück bei traumhaften Segeln. Ein Thunfisch, klein genug für eine Mahlzeit, geht an den Haken.










  Li und unten: auf dem Weg nach Barbuda

20201216 2105 nach Barbuda Mlly uner Segel
Gegen Mittag erreichen wir unseren Ankerplatz an der Coca Beach.
Position 17°33,08N 061°46,12W

Unser Anker vergräbt sich in feinstem Sandboden bei einer Wassertiefe von 4m. Wir hätten noch ein paar Meter näher an den Strand fahren können, doch werden zum Abend hin die Sandfliegen aktiv, weshalb wir lieber ein paar Meter mehr Abstand zum Strand gehalten haben. Für den Abend sind wir von bekannten Cruisern zum Dinghidrift eingeladen worden. Jeder bringt Essen und Trinken in seinem Dinghi mit, man bindet sich zusammen, zu einer großen Insel und lässt sich in den Sonnenuntergang treiben.
20201216 2120 Barbuda Dinghi FloatAm nächsten Tag sind wir gelaufen am kilometerlangen Strand. Der Sand ist so fein und weich, dass man bei jedem Schritt bis zu den Knöcheln einsinkt.










20201217 2130 Barbuda Cocoa Beach li: Dinghidrift in den Sonnenuntergang









li: Cocoa Beach, Sandstrand so weit das Auge reicht
unten: immerwieder tauchen Schildkröten zwischen den Schiffen auf
20201217 2260 Barbuda Cocoa Beach Schildkrte 3

Über die Mittagszeit waren wir wieder einmal an den Riffen Schnorcheln. Einzelne mal größere aber auch kleinere Riffe stehen von weißem Sand umgeben in 3 – 5 m tiefen Wasser.







Hier sind die Fische vergleichsweise groß, so um 40 -50 cm. Als wir da so schnorcheln, zieht elegant ein Hai über den weißen Sandboden. Der Schreck war erstmal groß, da wir hier noch nicht mit Haien gerechnet hatten. Zum Glück war er nicht an uns interessiert. So schnorcheln wir mit einem wachsamen Rundumblick weiter, bis einen weiteren Hai sehen, der ebenfalls dicht am Boden seine Bahnen durch die Riffe zieht. Bis ich mich von einem weiteren Schreck erholt habe und meine Kamera gezückt hatte, war er auch schon wieder weg.

Wir wollen noch ein paar Ausflüge an Land mache und so fahren wir ca. 10 sm weiter nördlich in die Low Bay.
Position: 17°37,97N 061°51,14 W
Die Low Bay ist eigentlich keine Bay, denn sie liegt an einem Sandstrand der sich 12 sm entlang der Ostküste der Insel zieht. Um in den Ort Codrington zu gelangen musste man früher das Dinghi über die Sanddüne tragen, um dann über die dahinter liegende Lagune zum Ort zu gelangen. Hurrikan Irma hat 2017 einen Durchbruch in die Düne geschlagen. So dass man jetzt die Lagune einen direkten Zugang zum Meer hat.
Am Samstag 19. Dezember wollen wir uns mit Antje und Bert (SY San Giulio) eine der drei Höhlen erwandern. Wir haben das größere und schnellere Dinghi von Bert genommen, doch vor dem Durchbruch wegen der brechenden Welle aufgegeben und uns ein Wassertaxi gerufen.
Salomon kommt uns mit seinem Fischerboot holen. 13 EC pro Person und Fahrt ist ein fairer Preis.
Die Telefonnummer von Salomon +1 268 728 8418
20201219 2310 Barbuda Low Bay Wanderung Caves
Nach zwei Stunden wandern durch die Insel, haben wir leider ohne eine Höhle gefunden zu haben, den Rückweg angetreten. Auch ohne Höhle war es eine schöne Wanderung durch die Insel.
20201219 2360 Barbuda Low Bay Wanderung Cavesli: Am Hafen von Codrington, Fischer haben Lobster gefangen

Der Wetterbericht sagt für die nächsten 5 Tage nichts Gutes vorher. Wind mit bis 40 kn und 2,3 m Welle. Wir überlegen die Optionen. In Antigua wäre nur Falmouth entsprechend geschützt. Hier hinter der Düne werden wir zwar auch reichlich Wind haben, da die Insel sehr flach ist, doch mit der Welle hoffen wir auf weniger als 50 cm.



Wir bleiben, buchen bei Salomon einen Ausflug zu den Fregattenvögeln für den nächsten Tag.
20201220 2380 Barduda Srand am Lighthouse
li: Strand der Low Bay

Die Preise sind staatlich festgelegt, das ist sehr angenehm und ein handeln entfällt.
Der kam pünktlich mit seinem Fischerboot durch den Dünendurchbruch und holt uns zum Ausflug ab. Die Welle stand heute zwar nicht ganz so hoch und wir fuhren durch den Dünendurchbruch ohne nass zu werden. Die Anfahrt zu den Brutstätten der Fregattenvögel war bestimmt 3 Meilen. Mit unserem Dinghi hätten wir vermutlich eine Tankstelle unterwegs gebraucht.

20201220 2460 Barbuda Tour zu den Fregattenvgeln
li: Fregattvögel nisten in Mangroven

Er ist zwar kein Vogelkundler, hat uns dennoch viel über die Vögel und seine Insel erzählt. Ein gelungener und in jedem Fall lohnenswerter Ausflug.








20201220 2520 Barbuda Tour zu den Fregattenvgeln20201220 2550 Barbuda Tour zu den Fregattenvgeln
Li: Fregattvögel beim Nisten in den Mangroven.

re: Zwei weitere Vögel beim Beobachten der Fregattvögel in einem riesigen Mangrovenbereich










Montag 21. Dezember
Heute ist wieder einmal Backtag: Roggenmischbrot und Rosinen-Zimt-Schnecken
Dienstag 22. Dezember
Weihnachten rückt immer näher, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Die Molly auf Hochglanz poliert, Weihnachtsschmuck aufgehängt, und den Lobster bei Salomon bestellt, Haare schneiden, …. . In den letzten Tagen hatten wir einen schönen Weihnachtsbrief erstellt, den wir eigentlich als JPG- Datei über WhatsApp verschicken wollten, da mit dem äußerst schwachen Mobilnetz nichts anderes geht. Doch nach endlosem Kampf mit der Technik ist es dann doch nur ein PDF geblieben. Das PDF über Bluetooth aufs Handy und … es ließ sich anfangs nicht an eine WhatsApp anhängen …, so haben wir den Nachmittag mir unserer Technik gekämpft um einen Weg zu finden diesen Weihnachtsgrüße zu versenden.
Die Wettervorhersage für Donnerstag 24. Dezember war alles andere als gut. Wind bis 40 kn und auf See Wellen bis 2,3 m. Wir beobachten weiter und hoffen auf eine kurzfristige Verbesserung.
Am Mittwoch kam die Info, dass mehrere andere Boote an der Cocoa Beach grillen wollen. Da uns Salomom mit seinem Lobster versetzt hat, fiel der wahnwitzige Entschluss am Donnerstagmorgen zusammen mit der SY San Giulio an den 10 sm entfernte Cocoa Beach zu fahren. Gute 5 sm konnten wir uns unter Segel hoch am Wind in die richtige Richtung kämpfen. Doch der  Wind kam irgendwann von vorne.  Die San Giulio hat sich mit seinem Turbodiesel gegen Wind und Welle durch gekämpft. Wir haben das Unterfangen zur Schonung unseres Materials recht schnell aufgegeben und sind in unsere Low Bay zurückgefahren. Nach einem kurzen und nassen Ausflug haben wir den Heiligen Abend doch an Bord verbracht. So fiel der Traum vom Lobstergrillen am Strand buchstäblich ins Wasser.
Freitagmorgen 25. Dezember
Die Sonne geht am blauen Himmel auf und, als wenn nichts gewesen wäre, weht eine laue Brise von 15 kn über die Bucht. Wir packen unseren Rucksack und starten zu einer Wanderung zum „Two Foot Nationalpark“ und der „Indian Cave“. Freundliche Leute, die wir unterwegs treffen, zeigen uns den richtigen Weg, so dass wir die Höhlen nicht mehr verfehlen können. Ein Weg durch die Indian Cave führt auf das Plateau, unter der die Höhlen sind. Diese tolle Aussicht lädt zur Pause und Staunen ein.
Zurück im Hafen erfahren wir, dass morgen mindestens ein Fischer wieder raus will und so gegen 13:00 Uhr zurück sein soll.
20201226 3120 Barbuda Lobster vom Fischer
li: Lobster frisch vom Fischer

Das ermutigt uns, nochmals einen Anlauf für Lobster oder Fisch zu nehmen. Wir passen ihn an unserem Schiff ab und bekommen 2 schöne Lobster. Gleich danach lichten wir den Anker und fahren zur Cocoa Beach, wo wir uns für Sonntag zum Grillen am Strand angemeldet haben.
20201227 3140 Cocoa Beach Lobstergrillen bei Inoch
re: zuerst einen Aperitif bei Inoch an der Strandbar














20201227 3150 Cocoa Beach Lobstergrillen bei Inoch20201227 3200 Cocoa Beach Lobstergrillen bei Inoch

li: Vorbereitungen:
Lobster grillt Inoch, Beilagen bringen wir selbst.

re: Inoch beim Grillen










20201227 3220 Cocoa Beach Lobstergrillen bei Inoch20201227 3250 Cocoa Beach Lobstergrillen bei Inoch
li: für jeden einen ganzen Lobster vom Grill. Die kommen roh auf den Grill, mit etwas Kräuterbutter bestrichen. Sehr zart und lecker

re: für uns ein verspätetes Weihnachtsgrillen






Für Sylvester wollen wir wieder in Jolly Harbour sein.
Für die 31 sm gehen wir wieder früh ankerauf. Wir sind noch keine 5 sm unterwegs, haben wir schon einen Barracuda an der Angel. Den lassen wir aber wieder in die Freiheit, da wir keine Barracudas aus dem Riffbereich mehr essen wollen.

Denn:
Rifffische knabbern an den hübschen Korallen und so gelangt das Gift "Gambierdiscus toxicus" auch Ciguatera genannt in die Rifffische. Fressen Barrakudas mehrere dieser Rifffische konzentriert sich das Gift in ihm. Das kommt wohl im der nördlichen Karibik und im Pazifik vor.

Etwas weiter haben wir noch einen Bluefin-Tuna und eine Spanische Makrele gefangen, die zwar auch Räuber sind, aber nicht im Bereich der Korallen jagen und leben.
20201228 3310 nach Antigua Spanisch Makrele
li: spanische Makrele, jedesmal ein neues Rätselraten, welchen Fisch wir gefangen haben.
kleiner Köder kleine Fische, die sind zarter und reichen für eine Mahlzeit.

Nach zwei Wochen auf Barbuda, mit sehr eingeschränkter Versorgung, war unser Kühlschrank leer gegessen. Wir nutzen die Gelegenheit zum Einkaufen und loten die Optionen für Sylvester aus. Sandra´s Beachbar geht hier ganz klar als Favorit hervor.
20201229 3390 Jilly Harbour Sandras Beachbar

li: Sandra´s Beachbar

schönes Ambiente und gute Cocktails














20201229 3400 Jilly Harbour Sandras Beachbar
li: Sandra´s Beachbar, das nenne ich einen Sundowner

Doch der Wetterbericht für Donnerstag (Sylvester) und Freitag verspricht eher einen unruhigen Abend an Bord. Wind in Böen um 40 kn mit reichlich Regenschauer dazu.
20201231 Wetterkarte
Einige Schiffe verlassen am Donnerstagmorgen noch das Ankerfeld vor Jolly Harbour sodass wir auch den Anker auf holen und einen freigewordenen, ruhigeren Platz nehmen.
Wiedereinmal bereiten wir die Molly auf starken Wind vor. Auf 3,6 m Wassertiefe haben wir 45 m Kette gelegt. Die Kette mit zwei Leinen entlastet, so dass die Rucklast nicht auf die Winch sondern auf die Klampen geht. Wobei der Wind ersteinmal das Gewicht der Kette anheben muss, bevor an einen Ruck zu denken ist. Ab und zu schafft er es aber doch.

Der Wetterbericht hält was er verspricht und Windböen über 40 kn pfeifen über das Ankerfeld, mit den wenigen verbliebenen Yachten. Sylvester gestaltet sich bei uns beiden eher ruhig. Wir genießen das letzte eingekochte Rindergulasch und schauen einen Film dazu. Der Samstag ist ähnlich unruhig nur das Gulasch haben wir aufgegessen.


So vergehen die ersten Tage des Neuen Jahres eher unruhig.
20210104 3415 Jolly Harbour Streicharbeiten
Ich nutze die Zeit und streiche ein paar Holzteile. An stark beanspruchten Stellen ist einfach der Lack ab. Bei uns kann man das nicht so einfach nachpinseln. Aber mit einer Dose Klarlack bringen wir die Molly wieder auf Hochglanz.

Ab dem 4 Januar ist für die nächsten Tage ruhiges und sonniges Wetter vorhergesagt. Unseren Landausflug im Dezember hatten wir wegen schlechtem Wetter abgesagt, so buchen wir den Ausflug für den 5. Januar erneut.
20210105 3420 Jolly Harbour Ausflug ber Land
Mit unserem TourJeep werden wir in Jolly Harbour abgeholt.














In Jolly Harbour werden wir am Morgen abgeholt und fahren nach St. Johns, von wo es dann wirklich los geht. Mit diesem Jeep fahren wir einmal quer durch die Insel und erfahren einiges über Land und Vegetation. Unser erster Stopp ist Devil´s Bridge an der Ostküste der Insel.
20210105 3480 Jolly Harbour Ausflug ber Land Devils Bridge
li und unten: Devils Bridge, eine natürliche Felsbrücke im Meer

Die Legende der Devil´s Bridge ist, dass sich ungewollt schwangere weibliche Sklaven sich von der Brücke gestürzt hatten, damit die Kinder nicht in der Sklaverei leben mussten.

20210105 3500 Jolly Harbour Ausflug ber Land Devils Bridge



















Der Punkt wo ich sitze, war der einzige Punkt auf der Brücke der nicht nass wurde. So habe ich das Wellenmuster beobachtet und bin in einer Pause schnell in die Mitte gelaufen.
Danach fuhren wir weiter zu Stingray City. Ein riesiges Flach mit vorgelagerten Riffen. Sandboden und ca. ein Meter flach. Eine riesige türkisfarbene Fläche leuchtet im Wasser. Dunkle Flecken bewegen sich über den Sandboden. Rochen ziehen hier ihre Bahnen und wissen, wenn die Touris kommen gibt es leckere Pulpos zu Essen. Nach einer kurzen Einweisung wie wir uns mit den Rochen zu verhalten haben, denn es sind Tiere aus dem Riff, die in Freiheit leben, gehen wir vorsichtig ins Wasser.
20210105 3510 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
li: auf einer Sandbank, in deMercers Creek Bay umschlossen von Riffen
Mit Schnorchelbrille und Foto bewaffnet  mussten wir uns ersteinmal auf diese aufregende Situation einstellen.  Die Rochen Hautnah zu erleben, anzufassen und zu füttern war ein ganz besonderes Erlebnis.
20210105 3530 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
















Die Fütterung der Raubtiere hat begonnen. So um die 20 Rochen schwammen um unsere Beine und wollten sich ein Leckerchen holen.

20210105 3550 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
20210105 3560 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
















Sehr schön anzusehen wie sie elegant durchs Wasser schweben.                   Manchmal auch direkt auf einen zu

20210105 3570 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
20210105 3580 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
















Ich musste ihm eine kleine Kurskorrektur geben.                                               Alexandra braucht eine Weile um sich mit den Tieren anzufreunden

20210105 3600 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
20210105 3610 Jolly Harbour Ausflug ber Land Stingrays
















                                                                                                                                    Hier gibt es einen lecker Pulpo.

Da Rochen die Augen oben haben und den  Mund unten, ist das mit dem Füttern nicht ganz so einfach. Mit einer enormen Saugkraft saugen sie ihr Futter ein. Man muss nur aufpassen, das man den Pulpo nicht zu fest hält, sonst saugen sie die ganze Hand mit ein. Ein Staubsauger ist ein Sch... dagegen.
Eine dieser Riesenflundern hat meinen Oberschenkel wohl mit einem Pulpo verwechselt und sich da mal kurz festgesaugt. Ein Bluterguss bleibt als Erinnerung. Nachdem der letzte Pulpo verfüttert und wir trotz 28° C warmen Wasser anfangen zu frieren, fahren wir zurück an Land.
Weiter geht die Tour zu der Ruine einer ehemaligen Rumdestillerie, wo uns ein Lunchbuffet erwartet.
20210105 3720 Jolly Harbour Ausflug ber Land Bettys Hope Rum Destillerie1
20210105 3690 Jolly Harbour Ausflug ber Land Bettys Hope Rum Destillerie1
Mit Hilfe von Windmühlen wurde der wertvolle Saft aus dem Zuckerrohr gepresst und anschließend zu Rum verarbeitet. Zu Glück hatte unser Fahrer Rumpunch dabei, so konnten wir die Stätte entsprechend mit einem Glas in der Hand besichtigen.



















20210105 3700 Jolly Harbour Ausflug ber Land Bettys Hope Rum Destillerie1
Li:  Die Presse um Zuckerrohr zu pressen, von einem Windrad angetrieben
20210105 3680 Jolly Harbour Ausflug ber Land Bettys Hope Rum Destillerie1

Ein Modell, wie die Anlage der Rumdestillerie früher einmal ausgesehen hatte



















Von hier führte uns der Weg zum Anbau von Ananas und zur Verkostung der sogenannten schwarzen Ananas.
20210105 3750 Jolly Harbour Ausflug ber Land Ananas1
Li: Hier am Straßenrand gibt es frisch aufgeschnittene Ananas aus der Plantage
    Der Name rührt vom schwarzen Boden auf dem sie angebaut wird.

Danach fahren wir entlang den Stränden der Westküste zurück nach Jolly Harbour.
Ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken und Erlebnissen.

Die SY San Giulio hat sich schon verabschiedet, sie wollten noch nach English Harbour und Green Island im Süden der Insel.
Da wir ein Paket aus Deutschland erwarten wollen wir nicht zu weit weg fahren und haben uns für die Riffregion im Nordosten der Insel entschieden.
Für die Zollabwicklung am Flughafen haben wir einen Broker beauftragt. Der erledigt für uns die ganzen Formalitäten und bringt uns das Paket zum Hafen.






Mittwoch 6. Januar
Wir wollen im Hafen noch Wasser, Diesel und Benzin tanken. Langsam aber sicher haben wir den letzten Diesel aus Mindelo, Kap Verden aufgebraucht. Dann geht es los nach Long Island.
Am frühen Nachmittag erreichen wir Long Island vor Anker und genießen am Abend die Klänge einer Steelband.
Position 17°09,38N 061°45,8W auf 3 m Wasssertiefe und schönem Sandboden
Die im Segelführer beschriebene Station zur Beobachtung der Schilodkröten konnten wir nicht finden und auch sonst haben wir in den Riffen nichts Besonderes und auch keine Schildis entdecken können.

Donnerstag 07. Januar
Mal wieder Ausschlafen, denn heute haben wir nur 4 sm bis nach Great Bird Island. Um 9:00 Uhr lichten wir den Anker und erkennen sehr schnell, mit der Sonne im Gesicht wir das nichts. Das Wasser glitzert von der Sonne und so sind keine Steine und Riffe im Wasser zu erkennen. Wir drehen um und warten bis Mittag. Ein neuer Anlauf bestätigt das schon mehrfach gelesene, das man Riffe und Untiefen nur mit der Sonne immer im Rücken sehen kann.
Die Route dir ich ausgesucht habe ist zwar etwas länger, dafür haben wir aber nur 3 Riffe auf die wir aufpassen müssen.
Um 13:30 Uhr fällt der Anker vor Great Bird Island auf 3,5 m Wasser. 17°08,72N 061°43,79W, fester Korallensand mit Seegras

20210107 3855 Great Bird Island
Wir erkunden die Insel Great Bird Island. Sie ist mit einem Umfang von 3 km nicht sehr groß.
Dennoch hat sie an der Nord-und Südseite einen Sandstrand, an dem wir gut mit unserem Dingihi anlanden können.
20210108 3880 Great Bird Island
li: Anfahrt von Long Island durch viele kleine Riffe und Korallenköpfe nach Great Bird Island. Einer steht an Bug, mit der Sonne im Rücken lassen sich die Farben im Wasser gut deuten


re: ganz links im Bild die Molly

Auf der Insel hat man einen sehr schönen Rundumblick auf die überall verstreuten Riffe.
20210108 3890 Great Bird Island





li: etliche kleine und auch größere Inseln














20210109 3995 Riff Great Bird Island
Li: Panoramaaufnahme von li nach re: innerhalb des Riffs, die Insel Great BirdIsland und der Atlantik
Gut zu sehen ist wie aufgewühlt der Atlantik auf die Rifflinie trifft und das Wasser danach deutlich ruhiger ist. der Wind pfeift trotzdem um die Nase aber die Riffe fangen die Wellen des Atlantik ab und das Wasser nach dem Riff ist sehr ruhig und angenehm.

20210108 3950 Great Bird Island
li: tropical Bird in seinem Nest

Auf dem Rückweg schreit uns ein „Tropical Bird“ an, der in einer kleinen Höhle in seinem Nest sitzt. Wir entschuldigen uns für die Störung, machen ein Foto und gehen weiter.













Auf dem Rückweg halten wir noch an einem Riff und schauen was die Unterwasserwelt uns zeigt. Zum Glück können Fische nicht schreien.

20210108 3970 Great Bird Island
li: die verschiedensten Korallengewächse an einer Stelle
Auch ein Beispiel eines Korallenkopfs, den man nicht anfahren möchte




Samstag 09. Januar
Für heute ist gemäßigter Wind angesagt, ein guter Tag um zu Hells Gate zu fahren. Doch die Schwierigkeit beginnt damit, welche der vielen kleinen Inseln ist es. Eine Orientierung mittels der Beschreibung aus dem Führer und unserer Seekarte ist äußerst Schwierig. Mit einer Vermutung machen wir uns mit dem Dinghi auf den Weg. Unsere Vermutung bestätigt sich nachdem wir das Loch oder besser die Felsbrücke sehen. Wegen der vielen Felsen ist kein Anlanden möglich, so ankern wir nahe der Insel und schwimmen noch ein paar Meter. Das Lavagestein ist Messerscharf, doch der Sandboden vor der Brücke lädt zum Fotoshooting ein.




20210109 4040 Hells Gate20210109 4070 Hells Gate1





















oben li: Hell Gate ist der Durchbruch mit der Brücke darüber                          ober re: schöner weicher Muschelsand vor der Brücke

20210109 4110 Hells Gate120210109 4130 Hells Gate





















  
oben li und re: es wären nicht wir, wüden wir nicht auch auf der Brück stehen. Es scheint als würde sie sich etwas durchbiegen. Der Schein trügt !!


20210109 4120 Hells Gate
li: viele kleine Inseln, Felsen und Riffe

Super klares Wasser mit meist um die 2 - 3 m Tiefe. Ein Paradies zum schnorcheln und wegen der geringen Tiefe schön warm.

20210110 4160 Great Bird Island1



















Der Plan war eigentlich von Great Bird Island nach Green Island zu fahren. Doch bekamen wir die Nachricht, unser Dinghy ist da. Der Händler in Falmouth der unser Dinghy repariert hat, hat eine Lieferung neuer Dinghies bekommen. Also nicht nach Süden, sondern um die halbe Insel auf die Westseite.
20210109 4150 Great Bird Island
Durch die schönen Farben eingestimmt blase ich zum Sonnenuntergang ins Muschelhorn.
Montag 11. Januar
Wir fahren von Ost über Nord an die Südwestküste halb um die Insel nach Falmouth.
Bei diesem Halbkreis hat man irgendwann den Wind gegen an. Wäre ja nicht so schlimm, aber warum müssen es immer gleich 30 kn auf die Nase sein.
Voller Freude sind wir am nächsten Tag zum Händler, doch die Ernüchterung kam schnell. Alle Dinghies waren aus PVC gefertigt, nicht sonderlich geeignet für diese Breiten. ( Bei 35-40°C in der Sonne wird der PVC weich und die Klebenähte lösen sich. ) Nach langer Überlegung haben wir von einem Kauf abgesehen. Zudem bräuchten wir ein Cover über den Dinghy-Schlauch, zum Schutz vor der Sonne, der nochmal so viel kostet wie das Dinghy selbst. Wir schauen uns weiter um.
20210111 4180 Falmouth Superyachten bei Nacht
Der Hafen von Falmouth hat sich mit Superyachten gefüllt.
5 Etagen, Swimmingpool und Hubschrauberdeck. Eine kleine schwimmende Stadt mit mehr Angestellten als Eigner. 




Wir nutzten die Gelegenheit in Falmouth den Kühlschrank wieder aufzufüllen und fahren zu Green Island. Wieder mit Wind gegen an kreuzen wir mehrfach auf und umrunden die andere Hälfte der Insel nach Green Island.

20210114 4190 Green Island 2li: Seekarte und Anfahrt von Green Island. Das Beige sind die Riffe, das Grüne ist Land, Tiefenangaben in Fuß.

Die geschützten Ankerbuchten auf der Lee-Seite sind klein und bereits reichlich gefüllt. Wir weichen in den Riffbereich aus. Etwas Schlangenlinie wegen der vorgelagerten Untiefen vor Green Island und Antigua Insel  nehmen wir Kurs auf das Außenriff. Auf die Tiefenangaben und die genaue Position der Riffe auf der Seekarte ist nicht unbedingt Verlass. Deshalb ist ein Ausguck unerlässlich. Der Ausblick gefällt uns. Einige türkise Flecken (Korallensand) verraten uns wo wir den Anker fallen lassen.
Position: 17°04,55N 061°40,31W
Es liegen hier auch einige Mooringbojen, doch vertrauen wir unserem eigenen Ankergeschirr mehr. Wer weiß wann die Moorings das letzte mal konrtilliert wurden. Der Anker hält, wie immer noch ein kurzer Tauchgang zur Kontrolle. Er ist komplett eingegraben, damit stecke ich 40 m Kette auf 5 m Wassertiefe.
Ich habe mir angewöhnt gleich soviel Kette zu geben, wie für Starkwind notwendig, für den Fall, dass sich jemand hinter uns legt.

So schauen wir über das Riff auf den Atlantik. Über dem Riff brechen die Wellen des Atlantik und an unserem Ankerplatz ist ruhiges Wasser. Einzig den Wind hält nichts auf. Der Ausblick gefällt uns.

20210116 4300 Green Bay Ankerplatz Riff
Blick vom Schiff aufs Riff

Wir gehen Schnorcheln an den nahegelegenen Riffen, doch das Schauspiel der vielen Kitesurfer ist interessanter als die Unterwasserwelt. Unglücklicherweise kommt uns ein Kitesurfer zu nahe und seine Leinen verfangen sich in unserem Mast. Wir helfen Robi sich mit seinen vielen Leinen aus unserem Rigg zu befreien und machen ihm klar dass wir kein weiteres Segel bräuchten. Dabei bemerken wir das bei der Kollision unsere Masteinheit der Windanzeige abgerissen wurde. Robi ist das höchst peinlich und will natürlich für den Schaden aufkommen. Nur wo bekommen wir diese Masteinheit als Ersatzteil. Nach einem halben Tag der Recherche und mehreren Emails und Telefonaten wurden wir in Falmouth fündig. Wir lassen uns das Teil reservieren und fahren zuerst noch wie geplant in die Emerald Bay.
Von hier laufen wir zu der Devils Bridge.
Die Emerald Bay ist nicht sehr groß und wird zum Ende auch flach, doch man liegt hier sehr geschützt vor Wind und Welle. Wir fahren so ca. 2/3 in die Bucht und Ankern auf 4 m auf seegrasbewachsenen Muschelsand. Der Anker hält auf den ersten Anlauf. Am Ende der Bucht ist eine etwas verwahrloste Pier der Fischer von wo wir Zugang zur Straße haben.
Position: 17°05,25N 061°41,51W
20210118 4400 Wanderung zu Devils BridgeLi an der Farbe des Wassers lässt sich die Tiefe erkennen. ganz rechts im Bild Green Island
20210118 4420 Wanderung zu Devils Bridge
Die Devils Bridge

 














Doch hat sich die ruhige Bucht auch bei den Superyachten herumgesprochen. Die können hier zwar nicht reinfahren, aber nutzen die Bucht als Spielwiese für Wasserski, ziehen Luftkissen hinter her, … . Das macht die Bucht dann wieder unruhig und wellig, denn die haben nicht die kleinen Dinghies wie wir, mehrere hundert PS Inborder röhren durch die Bucht.
20210116 4310 Green Island Mega Yachten
Stelldichein der Megayachten
20210117 4360 Nonsuch Bay Megayacht mit HubschraubertenderMegayacht, im Hintergrund der dzugehörige Hubschrauberträger


Da wir tagsüber beim Wandern waren hat uns das nicht sonderlich gestört.








Bevor wir nach Falmouth aufbrechen wollen wir noch einen Stopp im Rickett Harbour einlegen. Entgegen dem Namen ist ein sehr schöne von Riffen gesäumte Bucht. Bei unserer Ankunft war es hier leider überfüllt, doch heute … die Bucht ist leer. In der Bucht gibt eine Mooring, doch vertrauen lieber auf unseren Anker. 
Anfahrt Rickett Harbour

Auch hier muss man beim Einlaufen auf die Riffe achten, doch dann kann man sehr nahe am Strand ankern.
Position: 17°04,18N 061°40,26W auf Muschelsandboden in 3,5 m Tiefe
Schon beim Einlaufen bemerken wir die vielen Schildkröten im Wasser. Auch das südliche Riff ist sehr schön zum Schnorcheln. Ein schöner Lobster schaut aus seinem Loch, doch ich traue mich nicht mit bloßen Händen nach ihm zu packen. Meine Blessuren sind ja gerade mal verheilt. Auch der Pulpo verbleibt in Freiheit. Beim Schnorcheln um das Schiff entdecken wir einige der riesigen  Schildkröten. Immer wieder staune ich über diese Kreaturen, wie auf dem Boden das zarte Gras rupfen und elegant durchs Wasser gleiten. Eine schaut mich an, … was will den der da oben… und frisst einfach weiter.

 




20210115 4200 Green Island Pulpo
li: Pulpo in Bildmitte re: Lobster im unteren Drittel, gut getarnt, ca. 4 Pfd.
20210116 4270 Green Island Schnorcheln Lobster


 


















20210116 4240 Green Island Schnorcheln Schildi
Li: unverkennbar Schildi 
               re: in regelmäßigen Abständen müssen sie luftholen

20210119 4490 Rickett Harbour Schildi





















li: unverkennbar, Alexandra taucht nach einem Seestern
20210116 4260 Green Island Schnorcheln Seestern
20210119 4440 Rickett Harbour
li: Blick auf den Strand Rickett Harbour

 

 

 





unten: Ricketts Harbour, im Panoramablick sieht die Bucht riesig aus, doch muss man sich das im Halbreis vorstellen.
20210119 4480 Rickett Hrbour Panorama











Hier wären wir gerne noch ein paar Tage geblieben, doch wir müssen unser Ersatzteil in Falmouth holen und auf den Mast bauen.