Beitrag 6. Etappe

6. Etappe  1. Juni bis September 2020

Der karibische Sommer oder die Hurrikansaison

Die Atlantische Hurrikansaison beginnt offiziell am 1. Juni und endet am 30. November. Während dieser Zeit ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, das sich im nördlichen Atlantischen Ozean Hurrikane bilden, da nur zu dieser Zeit die Bedingungen dafür existieren.
- warmer Ozean
- feuchte Luft
- wenig Windscherung

Eigentlich wollten wir zu dieser Zeit nicht mehr in der Karibik sein, sondern die Hurrikansaison in Ecuador verbringen. Doch es kam alles anders als geplant. Der Virus COVID19 bewegte die Länder nahezu auf der ganzen Welt dazu ihre Grenzen zu schließen, womit unsere Reise am 25. März in Grenada stagnierte. So sind wir noch heute am 01. Juni 2020, mit dem offiziellen Beginn der Hurricansaison in Grenada, was ja nicht der schlechteste Ort für diese Jahreszeit ist. Hunderte von Segler aus der ganzen Karibik kommen hier her um diese Zeit hier zu verbringen.
Viele stellen ihr Schiff an Land und wollten nach Hause fliegen, um dann im Herbst wieder zu kommen. Nicht in diesem Jahr.

Das Wetter ist gerade ruhig und somit die Gelegenheit die Wanten vom Flugrost zu befreien.
20200603 300 Dragon Bay Wanten reinigen und wachsen1
Zuerst werden die Wanten mit mit einem rostentferner vorbehandelt und dann mit flüssigem Wachs versiegelt. So die Empfehlung unseres Nachbarn der schon mehrere Jahre in der Karibik ist. Rost ist der allgegenwärtige Feind und ein ewiger Kampf dagegen. Gibt man den Kampf auf, so frisst sich der Rost auch in die Edelstahlteile. Bei den Wanten kann es dann zum Bruch kommen und andere Teile sehen irgendwann nicht mehr schön aus.


20200604 310 Dragon Bay1

Freitag 05. Juni 2020

Der 73. Tag der Ausgangsbeschränkung
Wir haben kein Wasser mehr, Proviant und Bier geht auch zu neige. Nur frischen Fisch bekommt man gleich in der Nachbarbucht Grand Mal. Nach St Geroge auf den Markt ist es fast eine Stunde mit dem Dinghi. Zudem sollten wir wieder mal eine Waschmaschine haben und Alexandra möchte zum Friseur.
Für den Nachmittag sind Regenschauer mir 25 -28 kt angesagt. Aufstehen um 6 Uhr Abfahrt um 7:30 Uhr. Wind Ost mit 15 kt, so cruisen wir gemütlich an St.Gerorge vorbei nach Prickly Bay. St. Gerorge ist zum Quarantänebereich erklärt worden. Alle in Grenada ankommende Schiffe müssen hier einklarieren und 14 Tage im Quarantänebereich verbleiben. Deshalb dürfen wir hier auch keinen Einkaufsstopp einlegen.
Am späten Vormittag erreichen wir die Prickly Bay. Die ist ziemlich leer geworden, wir haben freie Wahl für einen Ankerplatz. Anker fällt, Dinghi ins Wasser und erst einmal Wasser fürs erste holen. Danach zieht auch schon die angekündigte Regenfront durch und regnet und regnet und wäscht das Salz vom Schiff. Wir fangen ca. 200 Liter bestes Regenwasser auf, das wir nicht mit Kanister holen müssen, nicht mehr gefiltert werden muss und direkt in unsere leeren Tanks geht. Am Nachmittag, ich wollte gerade den Ankerwächter aktivieren, stellen wir fest: unser Anker liegt nicht mehr da wo wir ihn reingeschmissen haben. Unsere Position hat sich um ca. 50 m verändert. Wäre ja nicht schlimm, wäre da nicht diese Untiefe mit Korallen und einer Stehhöhe von 1,5m. So nehmen wir den Anker nochmals auf und nehmen einen neuen Anlauf. Als der Anker fällt aktivieren wir sofort den Ankerwächter und diesesmal scheint er zu halten, der Anker. Bei 8 m Tiefe und etwas trüben Wasser kann man den Anker mit der Schnorchelbrill nicht kontrollieren. So vertrauen wir auf unsere Ankerkunst und den Ankerwächter.
Position: 11°59,953N 061°45,802W
Zum krönenden Abschluss des Tages ein unbeschreiblicher Sonnenuntergang
20200605 340 Prickly Bay Sonnenuntergang1

Es ist Anfang Juni, der karibische Sommer hat begonnen und damit auch die Hurrikansaison. Das Wetter hat sich innerhalb weniger Tage dahingehend verändert, dass die Wassertemperatur weiter auf 31° C gestiegen ist, der Wind hat auf angenehme 10 kn nachgelassen, immer mehr Wolken ziehen durch  und es  regnet öfters. Der Regen ist warm, also in Badehose auf dem Schiff angenehm. Doch erwischt er dich in der Stadt, macht er genauso nass und ist unangenehm wie zu Hause.

Meist beginnt der Tag in der Prickly Bay so um 6:30 Uhr. Ich habe ausgeschlafen, setze schonmal Kaffee auf und
schaue mir den Wetterbericht an: allgemeine Wetterlage der Karibik mit der Hurrikanwarnung, die lokale Wetter-
vorhersage der nächsten drei Tage und die Wettervorhersage über Windy

Prickly Bay 06. Juni, Morgens 07:30 Uhr
Funkrunde auf Kanal 66
Damit das Ganze eine Struktur hat und nicht alle durcheinander sprichen, gibt es einen so genennten Net-Controller.
1. Es beginnt mit wichtigen Informationen (priority trafic) Informationen zur Sicherheit,Navigation und medizinische Notfälle. Jeder der was zu sagen hat, hebt die Hand. Geht ja nicht ... nennt über Funk seinen Bootsnamen und wartet bis er vom (Lehrer) Net-Controller aufgefordert wird.
Hat in der Schule schon nicht funktioniert.
2. Die Wettervorhersage
Die allgemeine Wetterlage, gefolgt von der lokalen Wettervorhersage und den Gezeiten. Manch Net-Controller fügt noch Daten hinzu wie Sonnenauf und -untergang, Mondauf und -untergang und Größe, ...
Heute ist zum ersten Mal der Begriff "Tropical Wave" gefallen - wasist das  - nach der Funkrunde gegoogelt - siehe Bild
3. Die traditionelle Tribiut- Frage von der SY Kamou (meist Fragen zu Land, Leute und Pflanzen)
4. Technische Propleme (Parts and Services)
Hilfe unter Segler und/oder Infos über gute Fachhändler
5. Schätze aus der Bilge (treasures of the Bilge)
Dinge die man sucht, loswerden oder verschenken will
6. allgemeine Fragen und Mitteilungen (general annoucements and questions)
z.B. das Neueste zu den Regularien der VOVID 19 Einschränkungen
7. Lokale Unternehmen (local business)
Unternehmen wie Taxi, Gasservice, Obst- und Gemüsehändler, Restaurants, ... können hier Werbung für sich machen

Das ganze geht meist so eine halbe Stunde.

Das sind die Wetterbilder, die ich jeden Morgen ansehe:
Zu finden unter https://www.nhc.noaa.gov/

20200609 Wetterbodenkarte mit Erklrung20200609 Wetterradar noaa



















                                          Wetterbodenkarte                                                                                                   Wetterwolkenradar


20200609 Wettervorhersage allgemein
20200609 Wettervorhersage













                  Wettervorhersage der nächsten 3 Tage





                       allgemeine Wettervorhersage der Karibik

Das Wetter ist gerade ruhig und somit die Gelegenheit die Wanten vom Flugrost zu befreien. Zuerst werden die Wanten mit
mit einem rostentferner vorbehandelt und dann mit flüssigem Wachs versiegelt. Rost ist der allgegenwärtige Feind
und der ewige Kampf dagegen. Gibt man den Kampf auf, so frisst sich der Rost auch in die Edelstahlteile. Bei den Wanten
kann es dann zum Bruch kommen.

Donnerstag 11. Juni
Wir haben uns zu einer Wanderung mit Lynn angemeldet. Mit einer Gruppe Einheimischer starten wir zu einer Wanderung
an Orte, die wir vermutlich nicht gefunden hätten. Zudem erfahren wir wieder vieles über die Insel und Natur.20200611 420 Wanderung mit Lynn1

20200611 430 Wanderung mit Lynn1
20200611 480 Wanderung mit Lynn Fundsachen Korallen Cunch1





















20200611 510 Wanderung mit Lynn Strandgut1
Samstag 13. Juni im heutigen Wetterbericht wurde die Warnstufe gelb für den Unterwasservulkan Kik'em Jenny ausgerufen. Der liegt nördlich Grenadas.

Kikm Jenny
Dies hatte einen Sperrbereich von 2 nm um den Vuzlkan zur Folge. Der Vulkan ist zwar auf der Seekarte verzeichnet,
habe aber nicht damit gerechnet dass er doch noch so aktiv ist.
Jetzt müssen wir zu den Hurrikans auch den Vulkan beobachten. Da kommt man ja kaum noch zum baden.







Heute ist ein Schnier der klappbaren Tischplatte kaputt gegangen. Irgendwas ist ja immer. Die Platte wird von 2 Schanieren gehalten und so stelle ich mir vor, gleich beide Schaniere zu wechseln. Sieht erstens schöner aus und zweitens, wer weiß wie lange das andere noch hält.
Wir haben hier einen gut sortierten Laden für Marinezubehör. Ich stehe also um 9 Uhr auf der Matte und .. glaube noch immer ernsthaft 2 Schaniere zu bekommen.
Die Ernüchterung kommt sofort. Zum Glück haben sie wenigstens eines. (Die Bescheidenheit kommt gleich nach der Ernüchterung) Mit dem nächsten Container kommen weitere.

20200614 530 Pickly Bay Reparatur Tischschanier1

Mal eben bei Amazon bestellen und morgen da, gibt es hier nicht. Glücklich wenigstens Eines bekommen zu haben fahre ich zurück an Bord.
Am nächsten Tag fange ich mit dem Einbau an. Das Neu passt natürlich nicht in die Vertiefung des alten Schaniers, wäre ja auch zu einfach. Mit dem Dremel wird die Vertiefung an die neue fForm angepasst.
Die Herausforderung besteht in den Schwankungen des Schiffs.
Ein paar Bier und dann muss man die Schwankungen nur noch synchronisieren.

20200614 540 Pickly Bay Reparatur Tischschanier1

Kann sich sehen lassen.













Mittwoch 17. Juni
Wir haben es dick immer nur die gleiche fußläufige Umgebung zu sehen.
Wohl wissentlich, das viele Sehenswürdigkeiten noch zu haben, sind wir heute mit einem Mietwagen unterwegs.
Erstes Ziel war den ersten Keisverkehr heil zu überstehen, in Gedanken sage ich immer : links, links, links.
20200617 570 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Steuer rechts1
Hier auf Grenada fährt man links und der Fahrer sitzt rechts. Wenn das mal gut geht.
Und das zweite Ziel waren die Mt. Carmel Fasserfälle, wobei hier weniger die Wasserfälle sondern die Naturrutsche in einen Pool das Highlight ist. Auf dem Weg dorthin stoppen wir noch bei der Westerhall Rumdestillerie.
20200617 640 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Rum Distillerie zu ihren Anfngen1Eine Führung gibt es nicht, aber man kann die Anfänge der Rumherstellung sehen und













20200617 600 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Zuckerrohr Ernte1 gleich nebenan wird gerade Zuckerrohr geerntet.
Die wollen wir mal lieber nicht stören.
Kurz danach finden wir mit Hilfe eines Einheimischen, der sich auch gleich als Führer anbietet, den Weg zu den Wasserfällen. Der Weg ist breit und gut zu erkennen. Einen Führer brauchen wir in diesem Fall nicht, geben ihm aber trotzdem ein paar Dollar, da er uns auf den richtigen Weg geführt hat. So sind alle zufrieden, wir können gehen wie wir wollen und er hat auch etwas bekommen.
20200617 660 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Wasserfall Mt Carmel1















Etwas unterhalb der Fälle finden wir auch die Rutsche. Vom Wasser glattgeschliffener Fels. Über den Fels klettere ich nach oben und merke sofort, wenn ich hier unterwegs bin gibt es kein halten mehr. Die Rutsche ist ca. 150 m lang. Für den ersten Versuch fange ich mal bei der Hälfte an. Schwups und schon liege ich Pool.
20200617 670 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Wasserrutsche Mt Carmel1
Also gleich nochmal und ganz nach oben.
20200617 680 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Wasserrutsche Mt Carmel1
Na Ja, da geht es ganz schön runter. Jetzt kneifen gilt nicht und ab geht die Fahrt. Wasser spritzt, ich werde in der Rinne hin und her geworfen und schon fliege ich wieder in den Pool. Ich wollte diese Aktion mit der GoPro festhalten, aber ausser ab und zu die Beine und viel Wasser ist nichts zu erkennen.

20200617 685 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Wasserrutsche Mt Carmel1
20200617 690 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Wasserfall Mt Carmel1

Noch ein paar mal rutschen, dann wollen wir auch weiter.















Nächster Stopp ist der Kratersee Antoin.
20200617 710 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Kratersee Antoine1

Wir nehmen den Rundwanderweg um den See und kommen an einigen Platagen vorbei.
An einer umgeknickten Bananenstaude hängen reife Bananen, was eher selten ist, da Bananen meist grün geerntet werden.
20200617 730 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen umgeknickte Bananenstaude wird von uns geerntet1
Es wäre ja eine Schande diese Bananen verkommen zu lassen. Sehen wir uns gezwungen gleich ein paar zu essen und noch ein paar Grüne mitzunehmen. So gute Bananen habe ich noch keine gegessen.

Wieder am Auto angekommen fahren wir zum Bathway Beach und machen dort unsere verspätete Mittagspause.
An einem Tisch mit Bänke unter Mangroven essen wir unsere Brotzeit mit Blick aufs Meer.

Unser letzter Sopp für heute der Levera Beach.

A20200617 780 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Levera Beach Schildkrten Brut Strand1n diesem Strand kommen Nachts die Schildkröten zum Eierlegen. Führungen werden zwar angeboten, gehen aber erst um 19 Uhr los. Das schaffen wir dann nicht mehr bis 21 Uhr zur Ausgangssperre nach Hause.
20200617 810 Prickley Bay Ausflug mit Mietwagen Levera Beach alte Schildkrteneier1 Doch finden wir am Strand ein paar
alte ausgeschlüpfte Eier. Wir müssen dann auch wieder los, da der Strand mit Sonnenuntergang gesperrt wird und wir bis 21 Uhr im Bettchen liegen m üssen.  Eigentlich wollten wir am Hafen das Auto abstellen und noch was essen gehen, dabei haben wir aber nicht bedacht,
das Restaurants um 19 Uhr schließen müssen. Na gut, es wird sich an Bord noch was zu Essen finden. Trotz vieler
Einschränkungen war es war ein schöner Tag und wir haben zumindest etwas von der Insel gesehen, wo wir schon seit 3 Monaten an der Kette liegen.

In den letzten Tagen haben wir uns sehr viel damit beschäftigt, wie wir trotz dem Coronachaos einen Besuch nach Hause machen können.
War es noch schön, damals, als man einfach einen Flug gebucht hat und los ging es. Aber diese Zeiten sind wohl vorerst vorbei.
Von Grenada gehen derzeit noch keine Flieger, was sich aber im Laufe des Julis änderen soll.
Obwohl Grenada Virusfrei ist, müssten wir in Deutschland eine 14-tägige Quarantäne machen oder darauf hoffen, dass sie uns nach einem Test springen lassen. Auf dem Rückweg, in Grenada nochmals in Quarantäne wobei wir diese auf dem Schiff machen dürfen. Wäre ja ok, jetzt brauchen wir nur noch einen Flieger.

Von Curacao gehen tägich Flieger, aber die Einreise nach Curacao ist mit einer 14-tägigen Quarantäne im Hotel verbunden (US$ 145 pP und Tag +
US$ 14,40 für die Molly im Hafen). Wir könnten auch erst eine Quarantäne in der Marina in Bonaire machen (US$ 30,00 pro Tag) um dann nach Curacao einreisen zudürfen. Auf der Rückreise wäre dann auch hier wieder eine Quarantäne in einem Hotel in Curacao notwendig. Dafür bräuchten wir keine Quarantäne in Deutschland mchen.
Doch die beiden Quarantänen sind mit annähernd 5000 $US ein kostspieliges Unterfangen.

Diese ganze Recherche war etwas viel für den Hotspot an meinem kleinen, älterlichen Handy, der sich einfach irgenwie verabschiedet hat.
Na gut stecken wir die SIM-Karte in das Handy von Alexandra. Verdammte Technik.

Auch sind wir seit mehreren Tagen auf der Suche nach einem sicheren Platz für unsere Molly. Sollten sich Ausläufer eins Hurrikans nach Grenada verirren, findet unsere Versicherung Ankern nicht so toll.  Versicherungsschutz besteht auf See, an Land oder an einer Mooring. Auf See finden wir nicht so toll. An Land haben wir keinen Platz mehr bekommen, also hat sich unsere Suche in den letzten Tagen auf Moorings konzentriert. Es gibt noch einige Plätze aber nicht alle sind in einem guten Zustand und wir wollen die Molly doch sicher wissen, insbesondere sollte doch noch ein Flieger gehen. So haben wir im Augenblick 2 Angebote: eine private die kürzlich von einem Taucher inspiziert wurde und die der Marina, die im Frühjahr grundüberholt wurden. Ich werde beide selbst mal abtauchen um mir einen Eindruck zu verschaffen. Wir haben uns für die private entschieden, die am 22. Juli frei wird.

 Farit der letzten Tage: wir hängen uns im Juli an die Mooring und warten auf Flüge von Grenada nach Deutschland.

23. Juni 2020, 90. Tag der Ausgangsbeschränkung
Heute haben wir unsere Visas verlängern lassen. Das heißt wir sind schon 3 Monate in Grenada.
Zum Glück gibt es keine zeitliche Beschränkung für den Aufenthalt. Man könnte für ein gewisses Entgelt das Visa auch für ein Jahr verlängern. Aber so lange wollen wir nicht bleiben. Für 75 EC pP bekommen wir einen Stempel in den Pass und dürfen noch einen Monat bleiben in der Hoffung das sich an den Regularien der Landesgrenzen etwas ändert.

27. Juni 94. Tag
Wider jeder Wettervorhersage hat es heute wie aus Eimeren geregnet. Bei Windböen von 45 kn hat die Molly ganz schon an der Ankerkette gezerrt, so dass das ganze Schiff gezittert hat. Alles hat gut gehalten. Damit ist der Anker jetzt einen halben Meter tiefer im Boden.
20200627 900 Prickley Bay Sturm Regen
 20200627 910 Prickley Bay Sturm Regen
Wir haben beschlossen die Wartezeit für ein größeres Wartungspaket zu nutzen und stellen die Molly am Dienstag an Land.
Da wird sie mit Hochdruck abgespritzt. Ein neuer Anstrich in Unterwasserbereich ist notwendig, ein Ventil leckt etwas und polliert werden will sie auch, Mädel halt.
Dann brauchen wir uns darüber in der kommenden Segelsaison keine Gedanken mehr machen.