Beitrag 5. Etappe

5. Etappe  19. Januar 2020 bis ???

Die Karibik bis Panama

Nach der Ankunft am Sonntag (19.Januar 2020) haben wir zur Feier der gelungenen Überquerung der atlantischen Ozeans erstmal ein ausgibiges Sekt-Frühstück gegönnt.
20200119 2210 berfahrt Sektfrhstck1
Das haben wir uns auch verdient. Danach haben wir ersteinmal ein paar Stunden Schlaf der vergangenen Nacht nachgeholt.
Danach war das 28°C, türkisfarbene Wasser sehr einladend. Das Einklarieren haben wir bewusst auf den Montag geschoben, da am Wochenende eine extra Gebühr anfällt.

So sind wir am Montag losgezogen um drei Dinge zu erledigen: East Karibian Dollar holen, Einklarieren und eine SIM-Karte kaufen. Die Probleme fingen bei der Beschaffung vonGeld an. Die 1st National Bank in der Marina wollte unser VISA Karte nicht. Danach sind wir zur Bank of St. Lucia gelaufen. Die wollte unsere Karte auch nicht. Die Empfehlung war, nehmen sie den Bus in den anderen Stadtteil, da sind noch mehr Banken. Super Idee, so ohne Geld. Also 20 Minuten Fußmarsch und mit Erfolg und Geld mit dem Bus zurück gefahren.
Einklarieren ging dann völlig entspannt, bis auf den Habour Officer, den mussten wir 3 mal aufsuchen bis wir ihn antrafen. (karibische Gelassenheit, alles cool)

Etwas abseits der Marina in den nahegelegene Ort, tauchen wir in das karibische Leben. Viele kleine Bars und unscheinbare Restaurants.
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Bei den Fischern kann man den Fisch direkt kaufen und im Markt gibt es lokales Obst und Gemüse.
20200121 340 St Lucia Sight seeing Gros Islet Markt1
Alles sehr einfachaber alles sehr sauber. So schlenderen wir durch die Gegend und lassen wiedereinmal ein andere Kultur auf uns wirken.
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Die nächsten beiden Tage regnet es in strömen. Wobei der warme Regen schon fast wieder angenehm ist. Wir nutzen die Gelegenheit um unsere Wassertanks wieder zu füllen. Innerhalb 2 Stunden haben wir ca. 250 Liter feinstes Regenwasser aufgefangen.
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Jedoch völlig ungewohnt mal so ein ganzer Tag wegen schlechtem Wetter an Bord und das in den ersten Tagen in der Karibik.

Heute Freitag der 25. Januar war dann wieder ein schöner Tag im Paradies. Morgens noch schnell die Wäsche in der Wäscherei abgegeben und die Gasflasche füllen lassen.
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Danach Schwimmen und Schnorcheln am Pigeon Island. Cockails werden mit dem Boot an den Strand serviert.
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Dann machen wir uns Landfein, denn heute ist Fischgrillen und Party im Ort. Mit dem Dinghi an den Strand und schon stehen wir mitten im Geschehen.
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Der Sonnenuntergang für eine Postkarte, dann gibt es Essen. Wir nehmen wie Merlinsteak vom Grill mit Reis und Salat. Wir hatten Mühe die großen Portionen zu bezwingen, aber so ein Fisch frisch vom Grill ist sehr lecker und das Ganze für 20 EC$.
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20200125 580 Rodney Bay Fischgrill1

 

 

 

 

 

 


Mit dieser guten Grundlage schlendern wir durch das Virtel und nehmen noch einen Cocktail.
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Noch einen Absacker an unserer Bar und dann nach Hause, so war der Plan. Doch haben wir noch nette Bekanntschaft gemacht und noch einen Rum genommen.
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War es der Rum oder die süßlichen Gerüche aus den vermeintlichen Zigaretten rings herum, auf jeden Fall war es Zeit fürs Bett. Windfried war ja an Bord geblieben und so mussten wir den Weg alleine finden. War irgendwie nicht so einfach!?!
Das war ein gutes Zeug gestern, denn ohne Beschwerden sind wir am Samstag mit dem Bus nach Castries gefahren. Auf dem Markt haben wir uns mit frischen Obst und Gemüse versorgt. Eine Trink-Kokosnuss getrunken und gegessen.
20200126 740 Rodney Bay Mit Bus nach Castries1
20200126 770 Rodney Bay Mit Bus nach Castries1

Etwas über die Zubereitung von grünen Bananen und Yam-Wurzeln gelernt und wieder eine sehr angenehme Erfahrung über die Freundlichkeit der Menschen hier gemacht.
Der Bus hat uns dann wieder gut nach Hause gebracht. Auch das System ist eine Erfahrung wert. 1. er fährt wenn er voll ist, 2. für 2,5 EC$ sind wir die Strecke von 30 Min gefahren, 3. Man bezahlt wenn man aussteigt. Ein völlig unkompliziertes System.
Auf dem Rückweg sind wir dann noch am Fischmarkt vorbei, einen Tuna kaufen. Auch hier sehr freundlich und völlig unkompliziert. Er habt eine Tuna hoch und zeigt ihn mir. Der hat mindestens 5 kg. Ich mache ihm klar wir sind nur 2 Personen. Er wühlt wieder in einer riesigen Kiste und hebt einen kleineren hoch. Der scheint o.k.
Nachdem der Preis ausgehandelt ist, macht er mir den Fisch grillfertig in schöne Tunssteaks.

27. Januar
Wieder ein schöner Tag im Paradies. Mit dem Dinghi fahren wir an den Strand. Das Wasser türkisblau erwartet uns mit 29°C. Kleine weiße Passatwölchen am sonst blauen Himmel. Zum Glück weht eine leichte Briese. 
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Die Internetfirma FLOW macht gerade Werbung und hat einen Stand mit Getränken. So ein Campari mit Tonic ist doch was feines.








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Dann schleicht sich doch da so ein Großsegler in die Rodney Bay. Der passt hier gut her. 
Wir heizen den Grill, heute gibt es Tunasteaks und einen traumhaften Sonnenuntergang.

 20200127 930 Rodney Bay Sonnenuntergang

 30. Januar
Die Tage vergehen und wir genießen die Sonne, den Strand und das Meer. Doch zwischendurch ist auch wieder einmal Pflege der Molly und Windfried angesagt. So hatten wir alle Leinen zum Waschen gegeben. Damit verbunden war natürlich ersteinmal alle Schoten und Fallen rauszeihen, was eigentlich recht schnell geht. Die Waschmaschine machts sauber, aber dann ... das Entwirren und wieder einziehen.

20200128 980 Leinen nach dem Waschen1














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Dann kamen uns heute die Gedanken, wir könnten auch mal wieder weiterziehen. Der Anker liegt schon lange genug an der gleichen Stelle. Der neu erworbene Segelführer über die vor uns ligenden Inseln hat das noch bestärkt. Eigentlich braucht man nur einen ganz groben Zeitrahmen, alles andere ergibt sich von alleine. Am Strand spielt die Reggaemusik, an Bord gibt es Rumpunch, Na dann lass uns mal den Anker hochziehen und eine Bucht weiter zeihen. Alles cool.
Unser nächstes Ziel ist die Marigot Bay, in der einige Filme gedreht wurden. Wir lassen uns überraschen.

Empfehlung:
Dieser Segelführer ist jeden Dollar wert. Er gibt Informationen über Ansteuerung, Ankerplätze und Ausflüge an Land.

01. Februar
Am Morgen noch die Wassertanks gefüllt und dann ging es weiter. Ganze 9 sm in die Marigot Bay. Die Bucht ist klein und eng, und .. sehr voll. Doch konnten einen der wenigen Ankerplätze ergattern.
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Nach unzähligen Versuchen hat unser Anker endlich einen Halt gefunden.
13°56,37N 061°01,69W
Erst jetzt nachdem die Konzentration und Anspannung abgefallen, ist können wir die Schönheit der Bucht genießen.
Die Bucht hat schon etwas mehr karibischen Scharm. Uwe und Ute, die wir in der Rodney Bay kennen gelernt hatten, haben wir hier auch wieder getroffen. Die beiden haben uns ein paar wertvolle Tips gegeben.
Mit dem Dinghi fahren wir durch die Bucht. Leider ist sie schon sehr komerzialisiert, vollgestopft mit Mooringbojen, so dass ein Ankern in der Bucht nicht mehr möglich ist.
20200201 1120 Marigot Bay Die Landzunge mit Palmen1

Ein paar unrsprüngliche Bars und Restaurants säumen das mit Mangroven bewachsene
Ufer. Diese Bucht war Kulisse für einige Filme.







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20200201 1160 Marigot Bay Innen Hafen1
Über Mittag, wenn die Sonne schön in Wasser scheint, gehen wir schnorcheln. Hier sind schon die ersten Korallen zu sehen.

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Als wir so nach Korallenbänken suchen, finden wir ein einsame wilde Bucht, mit braunem Sand, Kokospalmen und Bananenstauden. Warum drängen sich alle in die Marigot Bay??

Gegen Abend spazieren wir raus aus dem Hafen in den ursprünglichen Ort, haben eine schöne Aussicht über die Bucht und kaufen Kochbananen für den Abend und bekommen auch die Zubereitung erklärt. So gibt es heute Hühnchen mit Kochbananen und Salat.
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20200202 1480 Marigot Bay Kochbananen1
Es gibt die reifen (gelben) Bananen, die man in der Pfanne brät oder die Grünen, die man wie Salzkartoffel macht.
Wir haben heute zuerst die gelben in der Pfanne gemacht. Sie sind auch nach dem Braten noch fest, schmecken leicht süsslich und sind eine sättigende Beilage. Passt vielleicht nicht zu jedem Gericht, aber hat gut geschmeckt.

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ein weiterer Tag im Chillmodus, noch ein bischen Schnorcheln und die Unterwasserwelt bestaunen.

Am 04. Februar geht es um ganze 3 sm weiter, el lohnt nicht die Segel auszupacken. In gut einer halben Stunde fällt der Anker in der Bucht Anse La Raye und hält auf den ersten Anlauf.
13°56,37N 061°02,75W20200204 1520 Anse La Raye1

Wir haben die ganze Bucht für uns alleine.










Ein kleines Fischerdorf, auf den ersten Blick noch etwas verschlafen, doch karren die Kreuzfahrtschiffe ihre Gäste mit Bussen hier her. Dann sind für 2 Stunden Marktstände aufgebaut und danach ist es wieder das urspüngliche Fischedorf. Schon auf der Pier werden wir begrüßt, bestellen Fisch.
20200204 1570 Anse La Raye Fisch kaufen1
Ja, das ist der so genannte Fischmarkt. Wir fragen was sie haben und der Preisverhandlung macht er uns den Fisch Küchenfertig.
Solange er mit dem Fischen beschäftigt ist, laufen wir durch den kleinen Ort.
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Der hält sich im Rahmen und so sind wir bald wieder bei unserem Fischer. Wir packen den Fisch ein, der dann abends auf den Grill kommt.

Den nächsten Tag machen wir eine Wanderung entlang eines Fluß (Bach) laufes. Doch wo Wasser ist wächst viel. So laufen wir durch eine vielfältige Vegetation mit Früchten die wir teils noch nie gesehen haben.
20200205 1650 Anse La Raye Wanderung1













Ich nehme eine Kokosnuss am Wegesrand, doch die Nuss will erste verdient sein.
20200205 1680 Anse La Raye Wanderung die Kokosnuss1
Mit meinem kleinen Taschenmesser quäle ich mich durch die äußere Schale. Doch dann stoße ich auf etwas Festes, das ist dann auch die eigentliche Kokosnuss.
Eine Machete beschleunigt das Öffnen ungemein, aber sind dann noch die Finger ... lassen wir das lieber.

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Zwei Tage reicht dann auch, und so lichten wir am 06. Februar den Anker mit dem Ziel Soufrier.
Eine weitere kurze Etappe mit nur 8 sm. Doch diesmal lohnt es sich schon, zumindest das Vorsegel wiedermal zu lüften. Mir Wind aus NE, das wieder achterlich ist fahren wir wiederum gen Süden. In lockeren 2 Stunden erreichen wir die Bucht, die eine Art Nationalpark ist. Von den beiden größten Vulkanen ( die Pitons ) der insel werden wir begrüßt. Ankern ist hier verboten. Es liegen Mooringbojen aus.
13°50,991N 061°03,740W
Es soll hier eine sehr schöne Unterwasserwelt mit vielen Korellen geben.





Freitag 06. Februar
Wir Wandern zu den Piton Wasserfall. Regenwasser sammelt sich im Vulkan erwärmt sich und der spukt es dann als warme Dusche wieder aus. Die Wassermenge und Temperatur sei von der Regenmenge abhängig. Doch viel mehr an Wasser kommt nicht. Wir hatten den Wasserfall für uns alleine, daher war die Wassermenge schön warm und ausreichend. Auch hier wird schon Eintritt verlangt. 7,50 EC$ sind hier noch erträglich.
20200207 1900 Soufriere Wanderung zum Piton Wasserfall1
Neugierig wie bin muss ich doch mal schauen woher das Wasser kommt.



Wir entscheiden uns für einen anderen Rückweg, was sich jedoch bald als Fehlentscheidung herausstellt. Die Straße geht
bergauf und das noch nicht absehbar und sehr steil. Unterwegs treffen wir eine nette Frau, die uns freundlicherweise durch ein
Ferienresort schleust, da sie die Leute hier kennt. Damit hat sich unsere Fehlentscheidung relativiert und wir kürzen durch ein
schön angelegtes Resort ab und haben dazu noch nette Unterhaltung.

Am Nachmittag gehen wir mit dem Dinghi zum schnorcheln. Wieder sehen wir etliche Korallen, eine Korallenaufzucht und viiiiele Fisch in verschiedenen Farben und Größen. Doch irgendwann kühlt man auch in 30°C warmen Wasser aus.
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20200207 2130 Soufriere Schnorcheln Korallen1














Für den Samstag war eigentlich die Besteigung des großen Pitons geplant. Doch eine etwas mangelhafte Vorbereitung sollte uns sogleich die Ernüchterung bringen. Erstens fährt der vermutete Bus nicht dorthin. Zweitens ist der große Piton ein Nationpark und nur mit Führer zu besteigen. Das wären dann 60 $US für ein Taxi und 100 $US für die Besteigung. Unsere spontane Entscheidung, diesen Nepp unterstützen wir nicht. Mit etwas Verärgerung suchen wir nach einer Alternative für den Tag. Der Tag ist nun auch schon etwas fortgeschritten, nehmen wir den Bus zum Regenwald Fond St. Jaques und den En Bas Saut Wasserfall. Gesagt getan. Der Bus fährt wie immer wenn er voll ist. Im Ort Fond St. Jaques angekommen, erkundigt man sich gleich, nicht ohne Hintergedanken, nach unserem Vorhaben. Doch die Leute sind feundlich und nicht aufdringlich. Wir Entscheiden uns dann doch einen Führer zu nehmen, da wir erst einmal etwas orientierungslos mitten im Ort stehen. Nach den Preisverhandlungen von 100 $US auf 50 EC$ laufen wir mit Alexander, einem älteren Herren los.
Er erklärt uns die Pflanzen und die Zubereitung der meist essbaren Früchte. Nach gut 2 Std erreichen wir den Wasserfall, den wir wiederum für uns alleine haben.
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20200208 2420 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques1
20200208 2470 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques En Bas Saut Wasserfall1














Diesmal entspringt er nicht dem Vulkan und die Temperatur lädt nicht zum darunter verweilen ein. Die ganze Wanderung ist sehr kurzweilig, da Alexander auf unsere vielen Fragen immer eine ausführliche Antwort hat.
20200208 2480 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques mit Fhrer Alexander1
20200208 2490 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques Rast mit Fhrer Alexander1

Noch ein geimeinsames Bierchen bis der Bus kommt.
Er kommt halt wenn er kommt.










Auf zur nächsten Wanderung. Nach der langen Zeit an Bord freuen wir uns etwas mehr von der Insel St. Lucia kennen zu lernen. Heute führt uns der Weg in einen Vulkankrater. Hört sich spektakulärer an als es ist. Der Krater ist 12 km im Durchmesser und größten Teils erloschen. In den Sulphur Springs ist ein Teil wo heißer Schlamm und heißes Wasser an die Oberfläche gelangt.
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20200209 2670 Soufriere Sulphur Springs1

In einem Teil kann man mit einer guten Nase voll Schwefel auf Wegen die heißen Blubber-Löcher besichtigen.
In dem anderen Teil kann man sich mit dem Schlamm einreiben und anschließend in dem mineralischen Wasser die Verjüngungskur machen (soll 10 Jahre jünger machen).
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20200209 2800 Soufriere Sulphur Springs1




 

 

 

 

 


Nach einer halben Stunde sind wir mit schrumpeligen Händen aus dem Wasser gestiegen. War nichts mit dem Jünger werden.
Dann machen sie die zwei älteren Leute wieder auf den Rückweg.


Erste Erkenntnis:
Das Wetter ist traumhaft schön, das Wasser sauber und warm. Es regnet zwar jeden Tag für ca. eine halbe Stunde, aber das ist auch angenehm.
Das Preisniveau für diese Insel mit einfacher und eher armen Bevölkerung ist hoch, auch Obst und Gemüse vom Markt ist teuer. Die Preisvorstellungen für Serciveleistungen noch höher. Hier ist sehr viel Verhandlung gefragt. Meist werden die Preise in US$ angegeben. Die Leute sind meist sehr freundlich und nicht aufdringlich wenn man den angebotene Service nicht ablehnt. Es sind hier sehr viele amerikanische und kanadische Boote unterwegs. Danach kommen gleich die Franzosen. Deutsche Segelboote sind eher selten. Was ich bislang auch vermisst habe, ist Seglergemeinschaft. Selbst kleine Crews bleiben für sich, sind dann aber froh wenn wir mal vorbei schauen, aber selten geht die Initiative von anderen aus.

In Soufriere stocken wir unsere Vorräte nochmals auf. Das Angebot ist übersichtlich, damit ist die die Wahl nicht schwer. Auf dem Fischmarkt hatten sie heute Marlin im Angebot. 
20200210 2895 Soufriere Fischmarkt Marlin1
Ist doch mal was anderes als immer Thunfisch. Er macht uns den Fisch gleich wieder fertig für den Grill.
Eigentlich wollten wir mit der Molly zwischen die beiden Pitons an den Suggarbeach fahren. Doch beim Ausklarieren wurde ich darauf hingewiesen, dass man da eine extra Genehmigung braucht und die Koster nochmals EC$25 zusätzlich zu den Mooringkosten.
Man muss ja nicht jeden Nepp mitmachen, so sind wir mit etwas Zeit und einem halben LIter Benzin mit dem Dinghi dort hin gefahren.
20200211 3050 Soufriere Suggarbeach1
Dort haben wir an einem schönen weißen Strand und vielen Fischen im Wasser den Tag verbracht.
Fische gab es jede Menge und die haben sich an uns nicht gestört.
20200211 2930 Soufriere Suggarbeach120200211 2970 Soufriere Suggarbeach1

















Am 12. Februar war es dann wiedermal soweit. Wir machen uns auf zur nächsten Insel, St. Vincent.
20200212 3170 nach St Vincent Wallilabou Bay Dnung1
Es weht noch immer der Passat aus Ost. So erwarteten wir einen schöne Überfahrt bei halben Wind. Der vergleichsweise kurze Tripp von nur 40 sm entpuppt sich als Anstrengend.
Anfangs hatten wir ordenliche Fallwinde von den Pitons herunter. Zwischen den Inseln ist der Wind auch über uns hergefallen, dazu kam noch die Welle von der Seite. Besser wurde es eigentlich erst als wir in der Abdeckung von St. Vinchent waren.
20200212 3200 nach St Vincent Wallilabou Bay Flagge1
Vorbei an Chateaubelair, Berichte und Aussagen anderer Segler zur Folge sei dass nicht unbedingt sicher Ankerplatz.
So nahmen wir Kurs auf die Wallilabou Bay. Schon weit draußen auf See, wir waren gerade dabei die Segel einzuholen, haben uns schon die ersten Boatboy in Empfang genommen. In dieser Bucht ankert man mit einer Heckleine zum Ufer. Das war für uns das erste mal so fest zu machen. Nachdem wir das Boot zum Ankern und die Heckleine vorbereitet hatten, gingen wir in die Preisverhandlungen. Wir waren uns sehr schnell mit 20 EC$ einig. In Unkenntniss der genauen Tiefenverhältnisse, ließen wir den Anker bei 15m fallen. Doch dann wurde es sehr schnell flach, was dazu führte dass wir nur 30m Ankerkette draußen hatten. Die Boatboys hatten die Heckleine schon an Land fest. Bei denen geht das alles sehr schnell. Doch ich war unzufrieden mit Situation, also nochmal!! Heckleine los, Anker auf, ein paar Meter vorgefahren und den Anker wieder rein. Jetzt haben wir 50m Kette auf 18m Tiefe und 30m Heckleine. Das passt schon besser.
Position: 13°14,85N 061°16,26W
Der Anker war noch nicht richtig im Sand waren schon die ersten Händler um das Boot. Auch diese haben wir auf eine halbe Stunde später vertröstet, bis unser Schiff wieder aufgeklart war und das Ankerbier offen. Man muss ganz klare Prioritäten setzen.

Ein Händler hatte sehr schönes Obst was wir nicht kannten (Guave und Prinzess Äpfel). Nach einer Verkostung haben wir auch von jedem etwas für die ausgeglichene Ernährung genommen. Man kann sich nicht nur von flüssigem Hopfen und vergorenem Traubensaft ernähen.
20200212 3270 Wallilabou Bay Customs Office1
20200212 3280 Wallilabou Bay Einklarieren1
Für heute stand dann nur noch Einklarieren auf dem Programm. Das ging auch sehr unproblematisch.

Welcome in der Wallilabou Bay
20200212 3240 Wallilabou Bay1










14. Februar
Mit dem Bus fahren wir für 4 EC$ pro Person nach Chateaubelair und laufen vor dort zu den Darkview Falls. Über eine Hängebrücke gelangt man zu den Fällen. Zuerst zu den oberen Fällen die nur unwesentlich kleiner sind als die unteren Fälle.
20200214 3640 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1
20200214 3670 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1
20200214 3740 Wallilabou Bay Ausflug Darkview upper Waterfalls1
20200214 3770 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1



















Eine Dusche zur erfrischung, wobei ... richtig kalt ist das Wasser nicht. Danach suchen wir noch den Einstieg für die Vulkanbesteigung, die nicht einfach zu finden ist.
Mit dem Bus zurück, war das ein langer Tag.
Mit dem Bus ist es wie überall im Süden, er fährt. Sporadisch gibt es Haltestellen, sonst stellt man sich an den Straßenrand und hebt den Arm. Beim Aussteigen ist es ähnlich, man sagt einfach wann man raus will. Die Kleinbusse sind eigentlich für 14 Personen doch lässt man wenn irgendwie möglich keinen am Straßenrand stehen. So werden es auch mal 19-20 Personen.
Alle sind freundlich und helfen und passen auf, dass die 2 dummen Touris an der richtigen Stelle aussteigen.

15. Februar (Samstag)
Ich schaue am Vormittag so durch die Schiffe, wer schon wieder gefahren ist oder neu dazu gekommen. Da ist die Überraschung groß als wir die "Blue Horizon" sehen. Fathy, ein Einhandsegeler, den wir in Marokko kennengelernt haben, in Teneriffa wieder getroffen haben liegt hier an einer Boje. Die Freude ist auf allen Seiten groß, wir erzählen uns die Erlebnisse der Atlantiküberquerung. Fathy hat uns von seinem getrocknetem Fisch gegeben und wir frisch gebackenes Brot.
Den Abend haben wir dann in der einzigen Bar hier am Strand verbracht.
20200215 3881 Wallilabou Bay Wiedersehen mit Fathy1
Sonntag ist Fotoshooting-Tag
Ein paar Bilder aus der Bucht, mit dem Schiff, ... Hier wurden auch Szenen aus dem Film "Fluch der Karibik" gedreht. Es sind noch viele Gebäude und Requisiten aus dem Fim da, aber leider verfällt so langsam alles.

20200216 3910 Wallilabou Bay1
20200216 3920 Wallilabou Bay1














20200216 3940 Wallilabou Bay1
20200216 3960 Wallilabou Bay1

Unser Essensvorrat geht langsam zu Neige, was heißt wir liegen schon lange in dieser Bucht. Die Versorgung erfolgt nur über die lokalen kleinen Händler, die mit kleinen Booten oder gar Surfboard ans Boot kommen und ihre Waren anbieten. Meist Obst und Gemüse was sehr gut und frisch ist. Der Preis, na ja, Karibik ist teuer.
20200213 3580 Wallilabou Bay Gemsehndler1














Meine Essenbeschaffung war wie schon so oft ohne Erfolg. Die Fische schwimmen um und unter unserem Schiff, in einer Größer die perfekt auf den Grill passen würde, aber wie dort hin bekommen??? Über meine bestimmt 5 verschiedenen Köder lachen noch nicht einmal tot. Denn dann könnte ich sie ja einfach einsammeln. So war für das heutige Abendessen Pfannkuchen auf dem Plan. Ist ja auch mal nicht schlecht, versuche ich es mir schön zu reden.
Doch dann kommt wie schon so oft ein kleines Boot angefahren und bietet frisch gefangenen Lobster an. Na lass mich kurz überlegen, heute gibt es Lobster.
20200216 4050 Wallilabou Bay Lobster1
20200216 4070 Wallilabou Bay Lobster1
Wir nehmen wieder den Bus nach Chateaubelair, wir wollen den Vulkan besteigen. Vom Bus noch ca. 1 Std zum Strand, dann noch den schwarzen Strand entlang bis zur Flußmündung. Hier geht es ersteinmal ein ganzes Stück durch tiefe Einschchnitte und Schluchten dem ausgetrocknetem Flußlauf entlang.
20200217 4100 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1













Durch den Regenwald kämpfen wir uns dann empor. Der Regenwald ist mit seiner Vielfalt and Blumen und Pflanzen  immerwieder erstaunlich. Einige kennt man aus der Gärtnerei.
20200217 4190 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan120200217 4215 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1
So erkämpfen wir uns in dem feuchtwarmen Klima die Höhenmeter.
Der Vulkan hat eine Höhe von 1220m, das ist ganz schön höch für einen Sealevel Bewohner.
Der Aufstieg war anstrengend aber durch die abwechslungsreiche Umgebung sehr schön. Dennoch war die Entäuschung goß, als die dicken Regenwolken mit Sturmstärke darüber hinwegfegten und der versprochene grün leuchtende Kratersee ein kleiner brauner Tümpel war.
20200217 4290 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1
Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Brotzeit in einer Regenpause verließen wir den Gipfel. Es ist immer erstaunlich wie schnell man die mühsam erkämpfen Höhenmeter wieder abgestiegen ist. So waren wir nach 2,5 Stunden wieder an der Flußmündung am Strand. Hier haben wir die Trekkingschuhe wieder gegen die leichten Trekkingsandalen getauscht. Der Strand war zu heiß um darauf Barfuß zu laufen.
Wir werden schon mit Namen begrüßt, dass heißt wir sind schon wieder mehrere Tage hier in der Wallilabou Bay, wobei die meisten Segler hier nur ein, maximal 2 Nächte bleiben. So wollen auch wir heute 10 sm weiter nach Süden. Zwischen Young Island und der Blue Lagoon wollen wir den Anker schmeißen. Wir müssen dringend Vorräte einkaufen, mal wieder Waschen, ...
18. Februar. Mit anfänglich lauen Wind haben wir uns einen schönen Segeltag versprochen. Doch meist kommt es anders. Schon nach wenigen Seemeilen hatten wir wieder 35 - 40 kn Amwind Kurs, der dann auf Gegenan drehte. ( Eigentlich drehte nicht der Wind, sondern unser Kurs immer mehr gen Ost ) Mit dem Motor gegen 35 kn und Welle war keine Option, also mussten wir aufkreutzen. Gegen späten Nachmittag erreichten wir endlich unseren Ankerplatz in der Calliaqua Bay. Der Anker hielt natürlich nicht auf das erste Mal. Der zweite Anlauf war dann schon besser.
Position: 13°07,69N 061°11,67W
20200220 4410 Calliaqua Bay Young Island1
Eine Kontrolltauchgang ergab, die Ankerkette hat sich um 2 Felsen gewickelt. Eigentlich Glück gehabt, denn mit den vielen Felsen auf dem Grund hätten wir vermutlich sonst keinen Halt gefunden. Damit sich bei Wind und Strom nichts abwickeln kann, haben wir das Schiff mit dem Heckanker stabilisiert.

Erkenntnis:
Die inseln und die Ausflüge sind sehr schön. Doch bislang ist die Karibik kein schönes Segelrevier. Bei jedem Schlag den wir machten mussten wir mit sarkem Wind um 35 - 40 Knoten kämpfen.

Von Calliaqua fahren wir mit dem Bus nach Kingstown.
20200219 4380 Calliaqua Bay Fahhr nach Kingstown zum Einkaufen1
Dort gibt es 2 große Supermärkte, wo wir unsere Vorräte auffüllen können. Firsches Obst und Gemüse kaufen wir lieber auf dem lokalen Markt, im Supermarkt ist alles sehr stark gekühlt und verdirbt auf dem Schiff schneller. Ausserdem machen die kleinen Gespräche mit den lokalen Händlern und Zubereitungshinweise mehr Spass als der Supermarkt. 
Am Nachmittag geben wir unsere Wäsche noch in die Wäscherei, holen aktuelle Informationen vom Immigration und gehen an den Strand von Blue Lagoon.



Erkenntnis:
Wenn Sebastian nach St Vincent einreist, bekommt er seinen Pass am Flughafen gestempelt. Dann müssen wir noch zur Immigration um ihn auf unsere Crewliste zu setzen.
In St. Lucia haben wir eine SIM Karte von Digicel gekauft, die bis nach Grenada Gültigkeit hat. Beim Aufladen des Guthabens in St Vincent mussten wir jedoch schmerzlich erfahren, dass Digicel auf einer anderen Insel zwar funktioniert aber beim Aufladen eine Gebühr von ca. 25% erhebt. Es kommt also günstiger in St Vincent eine neue SIM Karte zu kaufen als aufzuladen.

Am Freitag den 21. Februar fahren wir weiter zur Insel Bequia. Ab und zu muss ich das Datum mal so kontret schreiben, ... man fährt so zeitlos. Man verliert den Bezug zu den Wochentagen, nur die Tageszeit ist mit Tag und Nacht klar zu erkennen.
Dies ist der erste richtig schöne Segeltag in der Karibik. Blauer Himmel, Wind um die 20 kn und Welle mit 1,5 - 2m ist auch noch ok. So genießen wir die Fahrt nach Bequia in die Friendship Bay. Bei der Einfahrt muss man etwas aufpassen, da sie von Korallenriffen umgeben ist. Wir werden von einem palmengesäumten hellbraunem Strand begrüßt, ... und ... wir sind das einzige Schiff in der Bucht. Mit der freien Auswahl beim Ankerplatz, fällt er ca. 30m vom Strand auf 5m Tiefe.
20200221 4600 Bequia Ankerkontrolle1
Ein kurzer Kontrolltauchgang, der Anker liegt gut.
Nach einem erstern Bad im türkisblauen Wasser bei 29° erkunden wir den Ort. Bei den Fischern bekommen wir morgen frischen Fisch. Dann treffen wir Michael von der Bar "Diamond". Wir kommen ins Gespräch und, da er seine Sohn von der Schule holen muss, lädt er uns zu einer Rundfahrt ein.
20200221 4620 Bequia1
20200222 4630 Bequia Molly vor Anker1