Beitrag 5. Etappe

5. Etappe  19. Januar bis 30. Mai 2020

Die Karibik Santa Lucia bis Grenada

Nach der Ankunft am Sonntag (19.Januar 2020) haben wir uns zur Feier der gelungenen Überquerung des atlantischen Ozeans erstmal ein ausgiebiges Sekt-Frühstück gegönnt.
20200119 2210 berfahrt Sektfrhstck1
Das haben wir uns auch verdient. Danach haben wir erst einmal ein paar Stunden Schlaf der vergangenen Nacht nachgeholt.
Danach war das 28°C, türkisfarbene Wasser sehr einladend. Das Einklarieren haben wir bewusst auf den Montag geschoben, da am Wochenende eine extra Gebühr anfällt.

So sind wir am Montag losgezogen um drei Dinge zu erledigen: East Caribiean Dollar holen, Einklarieren und eine SIM-Karte kaufen. Die Probleme fingen bei der Beschaffung von Geld an. Die 1st National Bank in der Marina wollte unsere VISA Karte nicht. Danach sind wir zur Bank of St. Lucia gelaufen. Die wollte unsere Karte auch nicht. Die Empfehlung war, nehmen sie den Bus in den anderen Stadtteil, da sind noch mehr Banken. Super Idee, so ohne Geld. Also 20 Minuten Fußmarsch und mit Erfolg am Geldautomaten hatten wir auch Bares für die Rückfahrt mit dem Bus.
Einklarieren ging dann völlig entspannt, bis auf den Harbour Officer, den mussten wir 3 mal aufsuchen, bis wir ihn antrafen. (karibische Gelassenheit, alles cool)

Etwas abseits der Marina in den nahegelegenen Ort tauchen wir in das karibische Leben. Viele kleine Bars und unscheinbare Restaurants.
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Bei den Fischern kann man den Fisch direkt kaufen und im Markt gibt es lokales Obst und Gemüse.
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Alles sehr einfach aber alles sehr sauber. So schlendern wir durch die Gegend und lassen wieder einmal ein andere Kultur auf uns wirken.
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Die nächsten beiden Tage regnet es in Strömen. Wobei der warme Regen schon fast wieder angenehm ist. Wir nutzen die Gelegenheit, um unsere Wassertanks wieder zu füllen. Innerhalb 2 Stunden haben wir ca. 250 Liter feinstes Regenwasser aufgefangen.
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Jedoch völlig ungewohnt mal so ein ganzer Tag wegen schlechtem Wetter an Bord und das in den ersten Tagen in der Karibik.

Heute Freitag der 25. Januar war dann wieder ein schöner Tag im Paradies. Morgens noch schnell die Wäsche in der Wäscherei abgegeben und die Gasflasche füllen lassen.
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Danach schwimmen und schnorcheln am Pigeon Island. Cocktails werden mit dem Boot an den Strand serviert.
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Dann machen wir uns landfein, denn heute ist Fischgrillen und Party im Ort. Mit dem Dinghi an den Strand und schon stehen wir mitten im Geschehen.
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Der Sonnenuntergang für eine Postkarte, dann gibt es Essen. Wir nehmen Marlinsteak vom Grill mit Reis und Salat. Wir hatten Mühe die großen Portionen zu bezwingen, aber so ein Fisch frisch vom Grill ist sehr lecker und das Ganze für 20 EC$.
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20200125 580 Rodney Bay Fischgrill1

 

 

 

 

 

 


Mit dieser guten Grundlage schlendern wir durch das Viertel und nehmen noch einen Cocktail.
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Noch einen Absacker an unserer Bar und dann nach Hause, so war der Plan. Doch haben wir noch nette Bekanntschaft gemacht und noch einen Rum genommen.
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War es der Rum oder die süßlichen Gerüche aus den vermeintlichen Zigaretten rings herum, auf jeden Fall war es Zeit fürs Bett. Windfried war ja an Bord geblieben und so mussten wir den Weg alleine finden. War irgendwie nicht so einfach!?!
Das war ein gutes Zeug gestern, denn ohne Beschwerden sind wir am Samstag mit dem Bus nach Castries gefahren. Auf dem Markt haben wir uns mit frischen Obst und Gemüse versorgt. Eine Trink-Kokosnuss getrunken und gegessen.
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Etwas über die Zubereitung von grünen Bananen und Yam-Wurzeln gelernt und wieder eine sehr angenehme Erfahrung über die Freundlichkeit der Menschen hier gemacht.
Der Bus hat uns dann wieder gut nach Hause gebracht. Auch das System ist eine Erfahrung wert. 1. er fährt, wenn er voll ist, 2. für 2,5 EC$ sind wir die Strecke von 30 Min gefahren, 3. Man bezahlt, wenn man aussteigt. Ein völlig unkompliziertes System.
Auf dem Rückweg sind wir dann noch am Fischmarkt vorbei, einen Tuna kaufen. Auch hier sehr freundlich und völlig unkompliziert. Er hebt einen Tuna hoch und zeigt ihn mir. Der hat mindestens 5 kg. Ich mache ihm klar, wir sind nur 2 Personen. Er wühlt wieder in einer riesigen Kiste und hebt einen kleineren hoch. Der scheint o.k.
Nachdem der Preis ausgehandelt ist, macht er mir den Fisch grillfertig in schöne Thunasteaks.

27. Januar
Wieder ein schöner Tag im Paradies. Mit dem Dinghi fahren wir an den Strand. Das Wasser türkisblau erwartet uns mit 29°C. Kleine weiße Passatwölkchen am sonst blauen Himmel. Zum Glück weht eine leichte Brise. 
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Die Internetfirma FLOW macht gerade Werbung und hat einen Stand mit Getränken. So ein Campari mit Tonic ist doch was Feines.








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Dann schleicht sich doch da so ein Großsegler in die Rodney Bay. Der passt hier gut her. 
Wir heizen den Grill an, heute gibt es Thunasteaks und einen traumhaften Sonnenuntergang.

 20200127 930 Rodney Bay Sonnenuntergang

 30. Januar
Die Tage vergehen und wir genießen die Sonne, den Strand und das Meer. Doch zwischendurch ist auch wieder einmal Pflege der Molly und Windfried angesagt. So hatten wir alle Leinen zum Waschen gegeben. Damit verbunden war natürlich erst einmal alle Schoten und Fallen rausziehen, was eigentlich recht schnell geht. Die Waschmaschine macht´s sauber, aber dann ... das Entwirren und wieder einziehen.

20200128 980 Leinen nach dem Waschen1














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Dann kamen uns heute die Gedanken, wir könnten auch mal wieder weiterziehen. Der Anker liegt schon lange genug an der gleichen Stelle. Der neu erworbene Segelführer über die vor uns liegenden Inseln hat das noch bestärkt. Eigentlich braucht man nur einen ganz groben Zeitrahmen, alles andere ergibt sich von alleine. Am Strand spielt die Reggaemusik, an Bord gibt es Rumpunch, Na dann lass uns mal den Anker hochziehen und eine Bucht weiter ziehen. Alles cool.
Unser nächstes Ziel ist die Marigot Bay, in der einige Filme gedreht wurden. Wir lassen uns überraschen.

Empfehlung:
Dieser Segelführer ist jeden Dollar wert. Er gibt Informationen über Ansteuerung, Ankerplätze und Ausflüge an Land.

01. Februar
Am Morgen noch die Wassertanks gefüllt und dann ging es weiter. Ganze 9 sm in die Marigot Bay. Die Bucht ist klein und eng, und .. sehr voll. Doch wir konnten einen der wenigen Ankerplätze ergattern.
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Nach unzähligen Versuchen hat unser Anker endlich einen Halt gefunden.
13°56,37N 061°01,69W
Erst jetzt nachdem die Konzentration und Anspannung abgefallen ist, können wir die Schönheit der Bucht genießen.
Die Bucht hat schon etwas mehr karibischen Scharm. Uwe und Ute, die wir in der Rodney Bay kennen gelernt hatten, haben wir hier auch wieder getroffen. Die beiden haben uns ein paar wertvolle Tipps gegeben.
Mit dem Dinghi fahren wir durch die Bucht. Leider ist sie schon sehr kommerzialisiert, vollgestopft mit Mooringbojen, so dass ein Ankern in der Bucht nicht mehr möglich ist.
20200201 1120 Marigot Bay Die Landzunge mit Palmen1

Ein paar ursprüngliche Bars und Restaurants säumen das mit Mangroven bewachsene
Ufer. Diese Bucht war Kulisse für einige Filme.







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20200201 1160 Marigot Bay Innen Hafen1
Über Mittag, wenn die Sonne schön in das Wasser scheint, gehen wir schnorcheln. Hier sind schon die ersten Korallen zu sehen.

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Als wir so nach Korallenbänken suchen, finden wir eine einsame wilde Bucht, mit braunem Sand, Kokospalmen und Bananenstauden. Warum drängen sich alle in die Marigot Bay??

Gegen Abend spazieren wir raus aus dem Hafen in den ursprünglichen Ort, haben eine schöne Aussicht über die Bucht und kaufen Kochbananen für den Abend und bekommen auch die Zubereitung erklärt. So gibt es heute Hühnchen mit Kochbananen und Salat.
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20200202 1470 Marigot Bay Kochbananen1













20200202 1480 Marigot Bay Kochbananen1
Es gibt die reifen (gelben) Bananen, die man in der Pfanne brät oder die Grünen, die man wie Salzkartoffel macht.
Wir haben heute zuerst die gelben in der Pfanne gemacht. Sie sind auch nach dem Braten noch fest, schmecken leicht süßlich und sind eine sättigende Beilage. Passt vielleicht nicht zu jedem Gericht, aber hat gut geschmeckt.

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Ein weiterer Tag im Chillmodus, noch ein bisschen schnorcheln und die Unterwasserwelt bestaunen.

Am 04. Februar geht es um ganze 3 sm weiter, es lohnt nicht die Segel auszupacken. In gut einer halben Stunde fällt der Anker in der Bucht Anse La Raye und hält auf den ersten Anlauf.
13°56,37N 061°02,75W20200204 1520 Anse La Raye1

Wir haben die ganze Bucht für uns alleine.










Ein kleines Fischerdorf, auf den ersten Blick noch etwas verschlafen, doch karren die Kreuzfahrtschiffe ihre Gäste mit Bussen hierher. Dann sind für 2 Stunden Marktstände aufgebaut und danach ist es wieder das ursprüngliche Fischerdorf. Schon auf der Pier werden wir begrüßt, bestellen Fisch.
20200204 1570 Anse La Raye Fisch kaufen1
Ja, das ist der so genannte Fischmarkt. Wir fragen, was sie haben, und nach der Preisverhandlung macht er uns den Fisch Küchen fertig.
Solange er mit den Fischen beschäftigt ist, laufen wir durch den kleinen Ort.
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Der hält sich im Rahmen und so sind wir bald wieder bei unserem Fischer. Wir packen den Fisch ein, der dann abends auf den Grill kommt.

Den nächsten Tag machen wir eine Wanderung entlang eines Fluß(Bach)laufes. Doch wo Wasser ist, wächst viel. So laufen wir durch eine vielfältige Vegetation mit Früchten, die wir teils noch nie gesehen haben.
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Ich nehme eine Kokosnuss am Wegesrand mit, doch die Nuss will erst verdient sein.
20200205 1680 Anse La Raye Wanderung die Kokosnuss1
Mit meinem kleinen Taschenmesser quäle ich mich durch die äußere Schale. Doch dann stoße ich auf etwas Festes, das ist dann auch die eigentliche Kokosnuss.
Eine Machete beschleunigt das Öffnen ungemein, aber sind dann noch die Finger ... lassen wir das lieber.

20200204 1620 Anse La Raye Ankerplatz1
Zwei Tage reicht dann auch, und so lichten wir am 06. Februar den Anker mit dem Ziel Soufriere.
Eine weitere kurze Etappe mit nur 8 sm. Doch diesmal lohnt es sich schon, zumindest das Vorsegel wiedermal zu lüften. Mit Wind aus NE, das wieder achterlich ist, fahren wir wiederum gen Süden. In lockeren 2 Stunden erreichen wir die Bucht, die eine Art Nationalpark ist. Von den beiden größten Vulkanen ( die Pitons ) der Insel werden wir begrüßt. Ankern ist hier verboten. Es liegen Mooringbojen aus.
13°50,991N 061°03,740W
Es soll hier eine sehr schöne Unterwasserwelt mit vielen Korallen geben.





Freitag 06. Februar
Wir wandern zu dem Piton Wasserfall. Regenwasser sammelt sich im Vulkan, erwärmt sich und der spuckt es dann als warme Dusche wieder aus. Die Wassermenge und Temperatur sei von der Regenmenge abhängig. Doch viel mehr an Wasser kommt nicht. Wir hatten den Wasserfall für uns alleine, daher war die Wassermenge schön warm und ausreichend. Auch hier wird schon Eintritt verlangt. 7,50 EC$ sind hier noch erträglich.
20200207 1900 Soufriere Wanderung zum Piton Wasserfall1
Neugierig wie ich bin muss, ich doch mal schauen, woher das Wasser kommt.



Wir entscheiden uns für einen anderen Rückweg, was sich jedoch bald als Fehlentscheidung herausstellt. Die Straße geht
bergauf und das noch nicht absehbar und sehr steil. Unterwegs treffen wir eine nette Frau, die uns freundlicherweise durch ein
Ferienresort schleust, da sie die Leute hier kennt. Damit hat sich unsere Fehlentscheidung relativiert und wir kürzen durch ein
schön angelegtes Resort ab und haben dazu noch nette Unterhaltung.

Am Nachmittag gehen wir mit dem Dinghi zum Schnorcheln. Wieder sehen wir etliche Korallen, eine Korallenaufzucht und viiiiele Fisch in verschiedenen Farben und Größen. Doch irgendwann kühlt man auch in 30°C warmen Wasser aus.
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20200207 2130 Soufriere Schnorcheln Korallen1














Für den Samstag war eigentlich die Besteigung des großen Pitons geplant. Doch eine etwas mangelhafte Vorbereitung sollte uns sogleich die Ernüchterung bringen. Erstens fährt der vermutete Bus nicht dorthin. Zweitens ist der große Piton ein Nationalpark und nur mit Führer zu besteigen. Das wären dann 60 $US für ein Taxi und 100 $US für die Besteigung. Unsere spontane Entscheidung, diesen Nepp unterstützen wir nicht. Mit etwas Verärgerung suchen wir nach einer Alternative für den Tag. Der Tag ist nun auch schon etwas fortgeschritten, nehmen wir den Bus zum Regenwald Fond St. Jaques und den En Bas Saut Wasserfall. Gesagt getan. Der Bus fährt wie immer, wenn er voll ist. Im Ort Fond St. Jaques angekommen, erkundigt man sich gleich, nicht ohne Hintergedanken, nach unserem Vorhaben. Doch die Leute sind freundlich und nicht aufdringlich. Wir entscheiden uns dann doch, einen Führer zu nehmen, da wir erst einmal etwas orientierungslos mitten im Ort stehen. Nach den Preisverhandlungen von 100 $US auf 50 EC$ laufen wir mit Alexander, einem älteren Herren los.
Er erklärt uns die Pflanzen und die Zubereitung der meist essbaren Früchte. Nach gut 2 Std erreichen wir den Wasserfall, den wir wiederum für uns alleine haben.
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20200208 2420 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques1
20200208 2470 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques En Bas Saut Wasserfall1














Diesmal entspringt er nicht dem Vulkan und die Temperatur lädt nicht zum darunter Verweilen ein. Die ganze Wanderung ist sehr kurzweilig, da Alexander auf unsere vielen Fragen immer eine ausführliche Antwort hat.
20200208 2480 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques mit Fhrer Alexander1
20200208 2490 Sozfriere Wanderung im Regenwald Fond St Jaques Rast mit Fhrer Alexander1

Noch ein gemeinsames Bierchen bis der Bus kommt.
Er kommt halt wenn er kommt.










Auf zur nächsten Wanderung. Nach der langen Zeit an Bord freuen wir uns, etwas mehr von der Insel St. Lucia kennen zu lernen. Heute führt uns der Weg in einen Vulkankrater. Hört sich spektakulärer an als es ist. Der Krater ist 12 km im Durchmesser und größten Teils erloschen. In den Sulphur Springs ist ein Teil, wo heißer Schlamm und heißes Wasser an die Oberfläche gelangen.
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20200209 2670 Soufriere Sulphur Springs1

In einem Teil kann man mit einer guten Nase voll Schwefel auf Wegen die heißen Blubber-Löcher besichtigen.
In dem anderen Teil kann man sich mit dem Schlamm einreiben und anschließend in dem mineralischen Wasser die Verjüngungskur machen (soll 10 Jahre jünger machen).
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20200209 2800 Soufriere Sulphur Springs1




 

 

 

 

 


Nach einer halben Stunde sind wir mit schrumpeligen Händen aus dem Wasser gestiegen. War nichts mit dem jünger werden.
Dann machen sich die zwei älteren Leute wieder auf den Rückweg.


Erste Erkenntnis:
Das Wetter ist traumhaft schön, das Wasser sauber und warm. Es regnet zwar jeden Tag für ca. eine halbe Stunde, aber das ist auch angenehm.
Das Preisniveau für diese Insel mit einfacher und eher armen Bevölkerung ist hoch, auch Obst und Gemüse vom Markt ist teuer. Die Preisvorstellungen für Serviceleistungen noch höher. Hier ist sehr viel Verhandlung gefragt. Meist werden die Preise in US$ angegeben. Die Leute sind meist sehr freundlich und nicht aufdringlich, wenn man den angebotenen Service nicht ablehnt. Es sind hier sehr viele amerikanische und kanadische Boote unterwegs. Danach kommen gleich die Franzosen. Deutsche Segelboote sind eher selten. Was ich bislang auch vermisst habe, ist Seglergemeinschaft. Selbst kleine Crews bleiben für sich, sind dann aber froh, wenn wir mal vorbei schauen, aber selten geht die Initiative von anderen aus.

In Soufriere stocken wir unsere Vorräte nochmals auf. Das Angebot ist übersichtlich, damit ist die die Wahl nicht schwer. Auf dem Fischmarkt hatten sie heute Marlin im Angebot. 
20200210 2895 Soufriere Fischmarkt Marlin1
Ist doch mal was anderes als immer Thunfisch. Er macht uns den Fisch gleich wieder fertig für den Grill.
Eigentlich wollten wir mit der Molly zwischen die beiden Pitons an den Sugarbeach fahren. Doch beim Ausklarieren wurde ich darauf hingewiesen, dass man da eine extra Genehmigung braucht und die kostet nochmals EC$25 zusätzlich zu den Mooringkosten.
Man muss ja nicht jeden Nepp mitmachen, so sind wir mit etwas Zeit und einem halben Liter Benzin mit dem Dinghi dorthin gefahren.
20200211 3050 Soufriere Suggarbeach1
Dort haben wir an einem schönen weißen Strand und vielen Fischen im Wasser den Tag verbracht.
Fische gab es jede Menge und die haben sich an uns nicht gestört.
20200211 2930 Soufriere Suggarbeach120200211 2970 Soufriere Suggarbeach1

















Am 12. Februar war es dann wiedermal soweit. Wir machen uns auf zur nächsten Insel, St. Vincent.
20200212 3170 nach St Vincent Wallilabou Bay Dnung1
Es weht noch immer der Passat aus Ost. So erwarteten wir einen schöne Überfahrt bei halbem Wind. Der vergleichsweise kurze Trip von nur 40 sm entpuppt sich als anstrengend.
Anfangs hatten wir ordentliche Fallwinde von den Pitons herunter. Zwischen den Inseln ist der Wind auch über uns hergefallen, dazu kam noch die Welle von der Seite. Besser wurde es eigentlich erst, als wir in der Abdeckung von St. Vincent waren.
20200212 3200 nach St Vincent Wallilabou Bay Flagge1
Vorbei an Chateaubelair, Berichten und Aussagen anderer Segler zur Folge sei das nicht unbedingt ein sicherer Ankerplatz.
So nahmen wir Kurs auf die Wallilabou Bay. Schon weit draußen auf See, wir waren gerade dabei die Segel einzuholen, haben uns schon die ersten Boatboys in Empfang genommen. In dieser Bucht ankert man mit einer Heckleine zum Ufer. Das war für uns das erste Mal, so fest zu machen. Nachdem wir das Boot zum Ankern und die Heckleine vorbereitet hatten, gingen wir in die Preisverhandlungen. Wir waren uns sehr schnell mit 20 EC$ einig. In Unkenntnis der genauen Tiefenverhältnisse, ließen wir den Anker bei 15m fallen. Doch dann wurde es sehr schnell flach, was dazu führte, dass wir nur 30m Ankerkette draußen hatten. Die Boatboys hatten die Heckleine schon an Land fest. Bei denen geht das alles sehr schnell. Doch ich war unzufrieden mit Situation, also nochmal!! Heckleine los, Anker auf, ein paar Meter vorgefahren und den Anker wieder rein. Jetzt haben wir 50m Kette auf 18m Tiefe und 30m Heckleine. Das passt schon besser.
Position: 13°14,85N 061°16,26W
Der Anker war noch nicht richtig im Sand, waren schon die ersten Händler um das Boot. Auch diese haben wir auf eine halbe Stunde später vertröstet, bis unser Schiff wieder aufgeklart war und das Ankerbier offen. Man muss ganz klare Prioritäten setzen.

Ein Händler hatte sehr schönes Obst, was wir nicht kannten (Guave und Prinzess Äpfel). Nach einer Verkostung haben wir auch von jedem etwas für die ausgeglichene Ernährung genommen. Man kann sich nicht nur von flüssigem Hopfen und vergorenem Traubensaft ernähren.
20200212 3270 Wallilabou Bay Customs Office1
20200212 3280 Wallilabou Bay Einklarieren1
Für heute stand dann nur noch Einklarieren auf dem Programm. Das ging auch sehr unproblematisch.

Welcome in der Wallilabou Bay
20200212 3240 Wallilabou Bay1










14. Februar
Mit dem Bus fahren wir für 4 EC$ pro Person nach Chateaubelair und laufen von dort zu den Darkview Falls. Über eine Hängebrücke gelangt man zu den Fällen. Zuerst schauen wir uns die oberen Fälle an, die nur unwesentlich kleiner sind als die unteren Fälle. Von den oberen Fällen hat man einen schönen Ausblick auf das Dach des Regenwaldes mit den satt grünen Farben und dann wieder die unterschiedlichsten Blumen dazwischen.
20200214 3640 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1
20200214 3670 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1
20200214 3740 Wallilabou Bay Ausflug Darkview upper Waterfalls1
20200214 3770 Wallilabou Bay Ausflug Darkview Waterfalls1



















Eine Dusche zur Erfrischung, wobei ... richtig kalt ist das Wasser nicht. Danach suchen wir noch den Einstieg für die Vulkanbesteigung, die nicht einfach zu finden ist.
Mit dem Bus zurück, war das ein langer Tag.
Mit dem Bus ist es wie überall im Süden, er fährt. Sporadisch gibt es Haltestellen, sonst stellt man sich an den Straßenrand und hebt den Arm. Beim Aussteigen ist es ähnlich, man sagt einfach wann man raus will. Die Kleinbusse sind eigentlich für 14 Personen ausgelegt, doch lässt man wenn irgendwie möglich keinen am Straßenrand stehen. So werden es auch mal 19-20 Personen.
Alle sind freundlich, helfen und passen auf, dass die 2 dummen Touris an der richtigen Stelle aussteigen.

15. Februar (Samstag)
Ich schaue am Vormittag so durch die Schiffe, wer schon wieder gefahren ist oder neu dazugekommen. Da ist die Überraschung groß als wir die "Blue Horizon" sehen. Fathy, ein Einhandsegler, den wir in Marokko kennengelernt haben, in Teneriffa wieder getroffen haben, liegt hier an einer Boje. Die Freude ist auf beiden Seiten groß, wir erzählen uns die Erlebnisse der Atlantiküberquerung. Fathy hat uns von seinem getrocknetem Fisch gegeben und wir frisch gebackenes Brot.
Den Abend haben wir dann in der einzigen Bar hier am Strand verbracht.
20200215 3881 Wallilabou Bay Wiedersehen mit Fathy1
Sonntag ist Fotoshooting-Tag
Ein paar Bilder aus der Bucht, mit dem Schiff, ... Hier wurden auch Szenen aus dem Film "Fluch der Karibik" gedreht. Es sind noch viele Gebäude und Requisiten aus dem Film da, aber leider verfällt so langsam alles.

20200216 3910 Wallilabou Bay1
20200216 3920 Wallilabou Bay1














20200216 3940 Wallilabou Bay1
20200216 3960 Wallilabou Bay1

Unser Essensvorrat geht langsam zu Neige, was heißt, wir liegen schon lange in dieser Bucht. Die Versorgung erfolgt nur über die lokalen kleinen Händler, die mit kleinen Booten oder gar Surfboard ans Boot kommen und ihre Waren anbieten. Meist Obst und Gemüse, was sehr gut und frisch ist. Der Preis, na ja, Karibik ist teuer.
20200213 3580 Wallilabou Bay Gemsehndler1














Meine Essenbeschaffung war wie schon so oft ohne Erfolg. Die Fische schwimmen um und unter unserem Schiff, in einer Größer die perfekt auf den Grill passen würde, aber wie dort hin bekommen??? Über meine bestimmt 5 verschiedenen Köder lachen die sich noch nicht einmal tot. Denn dann könnte ich sie ja einfach einsammeln. So war für das heutige Abendessen Pfannkuchen auf dem Plan. Ist ja auch mal nicht schlecht, versuche ich es mir schön zu reden.
Doch dann kommt wie schon so oft ein kleines Boot angefahren und bietet frisch gefangenen Lobster an. Na lass mich kurz überlegen, intensive Preisverhandlungen, heute gibt es Lobster für 40 EC$ und 2 kalte Bier.
20200216 4050 Wallilabou Bay Lobster1
20200216 4070 Wallilabou Bay Lobster1
Wir nehmen wieder den Bus nach Chateaubelair, wir wollen den Vulkan besteigen. Vom Bus noch ca. 1 Std zum Strand, den schwarzen Strand entlang bis zur Flussmündung. Hier geht es erst einmal ein ganzes Stück durch tiefe Einschnitte und Schluchten dem ausgetrocknetem Flusslauf entlang.
20200217 4100 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1













Durch den Regenwald kämpfen wir uns dann empor. Der Regenwald ist mit seiner Vielfalt an Blumen und Pflanzen  immer wieder erstaunlich. Einige kennt man aus der Gärtnerei.
20200217 4190 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan120200217 4215 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1
So erkämpfen wir uns in dem feuchtwarmen Klima die Höhenmeter.
Der Vulkan hat eine Höhe von 1220m, das ist ganz schön hoch für einen Sealevel-Bewohner.
Der Aufstieg war anstrengend aber durch die abwechslungsreiche Umgebung sehr schön. Dennoch war die Enttäuschung groß, als die dicken Regenwolken mit Sturmstärke darüber hinwegfegten und der versprochene grün leuchtende Kratersee ein kleiner brauner Tümpel war.
20200217 4290 Wallilabou Bay Wanderung zum Vulkan1
Nach einer kurzen Pause und einer kleinen Brotzeit in einer Regenpause verließen wir den Gipfel. Es ist immer erstaunlich wie schnell man die mühsam erkämpften Höhenmeter wieder abgestiegen ist. So waren wir nach 2,5 Stunden wieder an der Flussmündung am Strand. Hier haben wir die Trekkingschuhe wieder gegen die leichten Trekkingsandalen getauscht. Der Strand war zu heiß, um darauf barfuß zu laufen.
Wir werden schon mit Namen begrüßt, das heißt wir sind schon wieder mehrere Tage hier in der Wallilabou Bay, wobei die meisten Segler hier nur ein, maximal 2 Nächte bleiben. So wollen auch wir heute 10 sm weiter nach Süden. Zwischen Young Island und der Blue Lagoon wollen wir den Anker schmeißen. Wir müssen dringend Vorräte einkaufen, mal wieder Waschen, ...
18. Februar. Mit anfänglich lauem Wind haben wir uns einen schönen Segeltag versprochen. Doch meist kommt es anders. Schon nach wenigen Seemeilen hatten wir wieder 35 - 40 kn Amwind Kurs, der dann auf Gegenan drehte. ( Eigentlich drehte nicht der Wind, sondern unser Kurs immer mehr gen Ost ) Mit dem Motor gegen 35 kn und Welle war keine Option, also mussten wir aufkreuzen. Gegen späten Nachmittag erreichten wir endlich unseren Ankerplatz in der Calliaqua Bay. Der Anker hielt natürlich nicht auf das erste Mal. Der zweite Anlauf war dann schon besser.
Position: 13°07,69N 061°11,67W
20200220 4410 Calliaqua Bay Young Island1
Ein Kontrolltauchgang ergab, die Ankerkette hat sich um 2 Felsen gewickelt. Eigentlich Glück gehabt, denn mit den vielen Felsen auf dem Grund hätten wir vermutlich sonst keinen Halt gefunden. Damit sich bei Wind und Strom nichts abwickeln kann, haben wir das Schiff mit dem Heckanker stabilisiert.

Erkenntnis:
Die Inseln und die Ausflüge sind sehr schön. Doch bislang ist die Karibik kein schönes Segelrevier. Bei jedem Schlag, den wir machten, mussten wir mit starkem Wind um 35 - 40 Knoten kämpfen.

Von Calliaqua fahren wir mit dem Bus nach Kingstown.
20200219 4380 Calliaqua Bay Fahhr nach Kingstown zum Einkaufen1
Dort gibt es 2 große Supermärkte, wo wir unsere Vorräte auffüllen können. Frisches Obst und Gemüse kaufen wir lieber auf dem lokalen Markt, im Supermarkt ist alles sehr stark gekühlt und verdirbt auf dem Schiff schneller. Außerdem machen die kleinen Gespräche mit den lokalen Händlern und Zubereitungshinweise mehr Spaß als der Supermarkt. 
Am Nachmittag geben wir unsere Wäsche noch in die Wäscherei, holen aktuelle Informationen vom Immigration Office und gehen an den Strand von Blue Lagoon.



Erkenntnis:
Wenn Sebastian nach St Vincent einreist, bekommt er seinen Pass am Flughafen gestempelt. Dann müssen wir noch zur Immigration, um ihn auf unsere Crewliste zu setzen.
In St. Lucia haben wir eine SIM Karte von Digicel gekauft, die bis nach Grenada Gültigkeit hat. Beim Aufladen des Guthabens in St Vincent mussten wir jedoch schmerzlich erfahren, dass Digicel auf einer anderen Insel (quasi im Ausland) zwar funktioniert, aber beim Aufladen eine Gebühr von ca. 25% erhebt. Es kommt also günstiger in St Vincent eine neue SIM Karte zu kaufen als aufzuladen.

Am Freitag den 21. Februar fahren wir weiter zur Insel Bequia. Ab und zu muss ich das Datum mal so konkret schreiben, ... man fährt so zeitlos. Man verliert den Bezug zu den Wochentagen, nur die Tageszeit ist mit Tag und Nacht klar zu erkennen.
Dies ist der erste richtig schöne Segeltag in der Karibik. Blauer Himmel, Wind um die 20 kn und Welle mit 1,5 - 2m ist auch noch ok. So genießen wir die Fahrt nach Bequia in die Friendship Bay. Bei der Einfahrt muss man etwas aufpassen, da sie von Korallenriffen umgeben ist. Wir werden von einem palmengesäumten hellbraunem Strand begrüßt, ... und ... wir sind das einzige Schiff in der Bucht. Mit der freien Auswahl beim Ankerplatz, fällt er ca. 30m vom Strand auf 5m Tiefe.
20200221 4600 Bequia Ankerkontrolle1
Ein kurzer Kontrolltauchgang, der Anker liegt gut auf 5 m Tiefe mit 30m Kette. Position: 12°59,54N 061°13,22W
Nach einem ersten Bad im türkisblauen Wasser bei 29° erkunden wir den Ort. Bei den Fischern bekommen wir morgen frischen Fisch. Dann treffen wir Michael von der Bar "Diamond". Wir kommen ins Gespräch und, da er seine Sohn von der Schule holen muss, lädt er uns zu einer Rundfahrt ein.
20200221 4620 Bequia1
20200222 4630 Bequia Molly vor Anker1


 









Mit dem Dinghi fahren wir zu den Fischern, mal schauen was sie heute gefangen haben.
20200222 4680 Bequia Fisch kaufen1
Heute hatten sie hauptsächlich Lobster für ein Restaurant gefangen, aber ich könnte einen Barracuda haben.
Der sieht gut aus, den nehmen wir. 1 kg, ausgenommen und geschuppt, für 20 EC$, das ist fair.
20200222 4660 Bequia Fisch kaufen1
Zu Fuß sind wir den anderen Tag in die Admirality Bay gelaufen. Wir wollten mal erkunden, welche der Buchten wir mit Sebastian anlaufen wollen. Die Admirality Bay ist etwas geschützter und nicht so einsam wie die Friendship Bay. Der Princess Margaret Beach noch etwas schöner.
20200222 4760 Bequia Admirality Bay1



 

 

 

 



Wieviel schöner geht noch?
Auf dem Markt kaufen wir frisches Obst und Gemüse, in der Friendship Bay gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten.
Danach noch einen Absacker bei Jack´s dann geht es zu Fuß zurück zur Molly.
20200222 4800 Bequia Admirality Bay Absacker bei Jacks1
Wir haben ja noch fast eine Woche Zeit, bis Sebastian kommt, so beschließen wir auf dem Rückweg zum Schiff, wir fahren morgen mit dem Schiff rüber in die Admirality Bay zur Princess Margaret Beach.

25. Februar
20200225 4830 zur Admirality Bay1
Ein kurzes Stück der Konzentration, mit 2 großen, nicht übersehbaren Felsen (Samples Cay und Middle Cay), aber auch vielen ausgedehnten Riffen.
Danach geht es mit achterlichem Wind zur Admirality Bay.
20200226 4890 zur Admirality Bay Princess Margaret Beach1













Der Anker fällt vor der Princess Margaret Beach auf 4 m Wassertiefe mit 30 m Kette.
Position: 13°00,10W 061°14,66W
Hier genießen wir erstmal das Strandleben. Ich wiederhole mich mit dem Wasser, aber es ist halt 29° C warm, der feine Sand leuchtet in der Sonne türkisblau. Ein paar Strandbuden bieten Getränke an. So ein Rumpunch hilft über den Tag.
20200227 4970 Admirality Bay Princess Margaret Beach Baden1
20200227 4990 Admirality Bay Princess Margaret Beach1
Doch dann kommt wieder die Notwendigkeit der Essensbeschaffung. Das ist hier nicht ganz so einfach. Die Auswahl ist sehr begrenzt. Es gibt Hühnchen und Hühnchen oder Hühnchen. Na ja nicht ganz so krass, aber fast. Der Supermarkt hat auch noch Hackfleisch im Angebot, dann gibt es noch den Fischer, aber dann war es das auch schon.
Es ist manchmal schwierig etwas Abwechslung in den Speiseplan zu bekommen.

Unser Gemüsehändler freut sich immer, wenn wir kommen. Da kann er seine drei Worte Deutsch anbringen.
20200228 5022 Admirality Bay Einkaufen Gemsehndler













Er lässt uns auch immer mal etwas Fremdartiges probieren. Doch den Namen haben wir meist nach ein paar Schritten wieder vergessen. Obst und Gemüse ist, wie man hier sagt "ready to eat" also nichts, was man länger lagern könnte, maximal 2-3 Tage.
20200228 5024 Admirality Bay Einkaufen1
Nach dieser anstrengenden Prozedur müssen wir uns erst einmal erfrischen. Immer auf der Lauer nach Schildi.
Zwischen den Schiffen schwimmen immer wieder Schildkröten herum.
20200228 5060 Admirality Bay Suche nach Schildi120200228 5070 Admirality Bay da ist Schildi1













Zischen durch waren auch wieder mal einige Wartungsarbeiten zu machen. Dieses Mal war der Außenborder dran. Frisches Öl, eine neue Zündkerze und die ganzen Schrauben und Gelenke säubern und fetten. Jetzt schnurrt er wieder. Dann wollte ich unseren Dieseltank auffüllen. Das letzte Mal haben wir in Mindelo auf den Kap Verden vor der Atlantiküberquerung alles vollgetankt. Jetzt haben gerade mal 15 Liter aus dem Reservekanister reingepasst. Na das nenn ich mal sparsam.

Erkenntnis:
Ich habe heute den Wasserpass von ein paar Algenfäden befreit. Dabei ist mir aufgefallen: wir sind jetzt in knapp einem Jahr über 6000 sm gefahren. Normal haben wir so 600 - 800 sm im Jahr geschafft, das heißt, es ist ungefähr die 8,5 fache Jahresleistung und das Antifouling ist bis auf den Bugbereich noch gut. Hier entsteht auch der größte Abrieb. Ich hatte drei Schichten (rot, blau und schwarz) gestrichen. Nur im Bugbereich sind alle Schichten abgefahren, im Heckbereich ist sogar noch die schwarze Schicht drauf, wo punktuell die blaue Schicht durchschimmert.
Hier muss  ich der Firma INTERNATIONAL meinen Dank und Respekt mit dem Produkt Micron aussprechen.

06. März 2020
Heute kommt Sebastian, um vier Wochen mit durch die karibische Inselwelt zu fahren. Sein Flieger landet um 20:25 Uhr auf St Vincent.
Um den Tag zu nutzen, wollen wir noch Georgetown und die Rumdestillerie besichtigen, um auf dem Rückweg Sebastian am Flugplatz abzuholen. Mit dem Bus fahren wir nach Georgetown. Wir steigen aus dem Bus und können erst einmal nicht glauben, wo wir sind.
20200306 5250 Calliqua Ausflug nach Gerorgetown1
20200306 5240 Calliqua Ausflug nach Gerorgetown Distillerie 1
Es zeigt sich ein Bild des Elends und des Verfalls.
Lass uns wenigsten die Destillerie anschauen. Doch auch hier ein Fehlschlag. Die Führungen sind schon alle durch und heute gibt es keine mehr.
In einer kleinen Bar, wo die Einheimischen und Kinder ihr Lunch holen, essen auch wir eine Kleinigkeit. Wenigstens war das Essen gut.






Da wir zeitlich zu früh sind machen wir am Black Point Park noch einen Stopp. Ein von der EU, also unseren Steuergeldern geförderter Park, was uns aber nicht vom Eintrittsgeld befreit.
20200306 5300 Calliqua Ausflug nach Georgetown Blackpointpark1
20200306 5310 Calliqua Ausflug nach Georgetown Blackpointpark1














Nach einer weiteren Busfahrt erreichen wir den Flughafen. Zum Glück bekommt Sebastian einen früheren Flieger von Barbados, jedoch nur Sebastian und nicht sein Gepäck. Das kommt dann erst am nächsten Tag.

20200306 5360 Calliqua Sebastian abholen1
20200306 5390 Calliqua Sebastian abholen1
Am folgenden Tag holen wir das Gepäck, lassen Sebastian beim Custom auf unsere Crewliste aufnehmen und genießen den restlichen Tag am Strand der Blue Lagoon.
20200307 5410 Calliqua Stand Blue Lagoon1



















08. März die Reise beginnt. Wir fahren in die Wallilabou Bay, wo Szenen aus den Filmen "Fluch der Karibik" gedreht wurden.
Nach dem die Molly einen schönen Ankerplatz vor Palmen hat, kommen auch schon die verschiedenen Händler mit ihren kleinen Booten. Wir nehmen etwas frisches Obst und frischen Lobster.
20200308 5620 Wallilabou Bay Lobster1
20200308 5640 Wallilabou Bay Lobster1













Eigentlich wollten wir dort mit dem Bus zu den Darkview Falls fahren. Jedoch hatten wir an diesem Morgen kein Glück mit den Bussen. Es kamen nur wenige und die wenigen waren voll.
So sind wir mit einer Art Sammeltaxi nach Chateaubelair gefahren. Danach eine kleine Wanderung durch die üppige Vegetation.
20200309 5670 Wallilabou Darkview Falls Bananenstaude1
An den Upper Falls, die etwas abgeschieden von den Augen der Touris sind, haben wir die erfrischende Dusche und ein Picknick genossen.
20200309 5740 Wallilabou Darkview Falls1
20200309 5790 Wallilabou Darkview Falls1
















Dieses Mal haben wir auch einen sehr schönen Ankerplatz direkt vor der Filmkulisse und Palmen bekommen.
20200308 5540 Wallilabou Bay1
20200309 5830 Wallilabou 1

10. März
Mit halben Wind fahren wir mit 6 kn Richtung Bequia, die Admirality Bay. Vor der Princess Margarete Beach fällt auf 6 m im türkisblauem Wasser der Anker.
Position: 13°00,12N 061°14,62W

Die nächsten zwei Tage verbringen wir mit Baden am Strand, Schorcheln am Devils Table und Fisch Kaufen beim Fischer in der Friendship Bay.





Der Fischer war noch auf See, so haben wir uns die Zeit noch am Strand der Friendship Bay vertrieben. Das Angebot war heute etwas begrenzt. Doch ein Wahoo ist ein leckerer Fisch und der Bunte, eigentlich zu schön, um auf den Grill zu legen. Den Namen habe ich schon wieder vergessen, war auch lecker. Diese bunten Fische sieht man oft beim Schnorcheln in den Riffen.
20200312 5880 Bequia Friendshipbay zum Fisch kaufen1
20200312 5890 Bequia Friendshipbay zum Fisch kaufen1
20200312 5920 Bequia Friendshipbay zum Fisch kaufen1














20200312 5950 Fucht1
Hier die Fortsetzung der lokalen Früchte: Karambole (Sternfrucht). Die gibt es in süß und sauer , schmecken ähnlich wie Apfel.

Während wir beim Einkaufen waren hat es unser Dinghi bei Niedrigwasser unter den Steg verklemmt und ist dann mit den Wellen voll Wasser gelaufen. So mussten wir erst das Wasser auslaufen lassen und konnten dann zum Schiff zurück fahren.
20200312 5980 Admirality Bay Dinghi retten120200312 5982 Admirality Bay zum Schiff1
Erkenntnis: Wir nehmen zukünftig einen kleinen Anker mit, den wir am Heck des Dinghis ins Wasser schmeißen. Somit kann es nicht mehr am Steg reiben oder gar unter gespült werden.
Man lernt immer dazu.
Am 13. März fahen wir auf die Insel Canouan. Wie immer haben wir ordentlich Wind, doch auch mit kleinen Segeln machen wir immer noch gut Fahrt.
20200313 6000 nach Canouan1
20200313 6040 nach Canouan gereffte Segel1
20200313 6020 nach Canouan 9 kn1














Mit 9 kn in der Spitze kommen wir der Charlestown Bay schnell näher. Ich weiß gar nicht, warum wir so früh losgefahren sind. Wir haben kaum die Admirality Bay verlassen kommt auch schon die Angelleine ins Wasser. Wir haben schon lange nichts mehr gefangen, obwohl uns jeder erzählt, das Meer hier ist voll mit Fisch.  Nach einer Stunde ziehe ich mit etwas Frust den Köder ein und bastle einen anderen dran. Und siehe da, kaum ist er im Wasser ist auch schon was dran. Ein Barracuda hat sich an unserm Köder festgebissen.
20200313 6060 nach Canouan Barracuda1
20200313 6080 nach Canouan Barracudazhne1 2
Der hat doch ganz schöne Beißerchen. Deshalb habe ich auch immer schnittfeste Handschuhe an.

Da wir doch etwas schneller waren als geplant, fiel der Anker in der Charlestown Bay schon um die Mittagszeit in 4 m tiefem Wasser.
Position: 12°42,27N 061°19,92W

20200313 6090 Canouan1
Der Ort besteht größten Teils aus einer Straße. Hier sind
ein Gemüsestand, ein supermarktähnlicher Laden und ein paar Bars und Restaurants. Doch zu unserer Überraschung gab es in dem kleinen Lädchen fast alles was wir für die nächsten Tage in den Tobago Cays brauchen.



20200313 6092 Canouan Einkaufen1

Auch hier kam schon beim Einlaufen in die Bucht ein Boot entgegen: braucht ihr eine Mooringboje, Wasser, Eis????
Wir wollen hier Ankern und alles andere später. Der Anker lag, wir waren beim Aufklaren, da war der freundliche Mensch schon wieder längsseits und hat uns auch Lobster angeboten. Diese waren deutlich größer als die in der Wallilabou Bay. Den Großen mit ca. 5 Pfund mussten wir ablehnen, der passt nicht in unseren Topf. Aber die beiden kleineren sind ok. Nach einer intensiven Preisverhandlung war das unser Abendessen für den Tag. Der Barracuda muss im Kühlschrank als Filet noch etwas ausharren.

20200313 6130 Canouan Lobster1
20200313 6160 Canouan Lobster1














Denn eines haben wir in der Karibik gelernt, nimm wenn es gibt. Das Angebot ändert sich jeden Tag. Außerdem dürfen Lobster nur noch bis 30. März gefangen werden.
Die Proviantierung gestaltet sich anfangs etwas schwierig, bis wir den einzigen Laden gefunden haben. Supermarkt ist etwas übertrieben, obwohl wir am Ende doch fast alles an Proviant für die nächsten Tage in den Tobago Cays bekommen haben. In  Strandnähe war noch ein Gemüsestand und damit war der Einkaufszettel abgearbeitet.
Den nächsten Tag wollen wir schnorcheln und an den Strand. Der Schnorchelgang wurde uns durch einen richtig heftigen Regenguß vermiest. So als Warmduscher ist der Regen nicht störend aber die fehlende Sonne macht die Unterwasserwelt, ich möchte nicht sagen duster, aber es fehlen die leuchtenden Farben. Also geben wir irgendwann auf und fahren zurück zum Schiff. Als der Regen durch war, gehen wir doch noch zum Strand. Doch bald landen wir in der nahegelegenen Bar am Strand und machen Bekanntschaft mit einer amerikanischen Familie.
20200313 6163 Canouan Strandbar
20200313 6164 Canouan Strandbar1
Wir bestellen noch Trinkwasser für den nächsten Morgen und genießen den Abend an Bord. Wir haben uns ja fast ein Jahr nicht gesehen, da gab es viel zu erzählen.
Nach dem Frühstück kam das Boot mit dem Trinkwasser.
20200314 6170 Canouan Wasser tanken1

Der Kühlschrank ist voll Bier, nein auch was zum Essen ist drin. Die Wassertanks sind wirklich mit Wasser voll und die Bucht lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein.
Also, Anker auf, wir fahren zu den Tobago Cays. Anfangs zeigt sich das Wetter noch nicht von seiner karibischen Seite, doch je näher wir den Cays kommen, je mehr klart es auf. So erreichen wir am frühen Nachmittag die Tobago Cays.
Lady and Gentleman welcome to the Paradise!! Überwältigt von den Farben, Riffen und Inseln hätten wir uns auch fast verfahren. Bei Wassertiefen unter 2 m bleibt da nicht viel Spielraum. Traue deinem eigenen Instinkt und dem Kartenplotter und nicht dem freundlichen Boatboy, der hat nämlich im Gegensatz zu uns nur 50 cm Tiefgang. Nachdem wir einen schönen Ankerplatz in türkisblauem Wasser gefunden haben fällt der Anker im Inseldreieck Petit Bateau, Jamesby und Baradel auf 5m Tiefe auf Position 12°37,81N 061°21,46W. Von hier haben wir kurze Wege auf alle drei Inseln.
Die Schönheit der Gegend hält uns nicht an Bord und o fahren wir zur Insel Petit Bateau.
20200315 6261 Tobago Cays Petit Bateau1
Das Dinghi am Strand an einer Palme festgebunden, bemerken wir, wir sind nicht alleine. Die tun nichts, die wollen nur spielen.
20200315 6270 Tobago Cays Petit Bateau120200315 6271 Tobago Cays Petit Bateau Echse1


Auf dem Gipfel des 46m hohen Berges bietet sich eine grandiose Aussicht.
20200315 6290 Tobago Cays Petit Bateau Ankerfeld1
Und mitten drin liegt die Molly!
Wieder werden wir beobachtet.
20200315 6390 Tobago Cays Petit Bateau Echse1
20200315 6391 Tobago Cays Petit Bateau Echse1




Noch ein paar Fotos unter Palmen, dann müssen wir die ersten Eindrücke bei einem RumCola sacken lassen.
20200315 6413 Tobago Cays Petit Bateau unter Palmen1
20200315 6414 Tobago Cays Petit Bateau Palmen1
Doch so richtig genießen können wir den Abend nicht. Der Corona-Vierus treibt sein Unwesen. Mehr und mehr Meldungen von Bekannten und Freunden gehen ein: Rückholung der Urlauber, Cancelung von Flügen ... Verunsicherung macht sich breit. Ausgerechnet hier in den Cays, wo die Mobil- und Internetverbindung sehr schlecht ist. Wir schauen bei Condor auf die Homepage: sein Rückflug steht noch wie geplant.
Es ist der 16. März 2020
Für heute wollen wir auf die Insel Baradel, dort soll es Schildkröten geben. Mit Maske und Schnorchel bewaffnet landen wir auf der Insel.
20200316 6490 Tobago Cay Baradel1
Im türkisblauen Wasser sind deutlich mehr Schnorchler als Schildkröten unterwegs. Eine erste etwas enttäuschende Bilanz. Gegen Mittag lichtet sich das Feld und ich gehe auf Streifzug nahe dem Riff, wo sonst kein Schnorchler unterwegs ist. Und da sind sie, riesige Schildröten fressend am Grund. Zwischendurch tauchen sie auf, um Luft zu holen. Ein ganz besonderes Schauspiel, was sich schwer in Worte fassen lässt. Wir liegen Stunden nur im Wasser und schauen den Fischen und Schildkröten zu.
20200316 6501 Tobago Cay Baradel1
20200316 6502 Tobago Cay Baradel1
20200316 6504 Tobago Cay Baradel1















20200316 6510 Tobago Cay Baradel Seestern120200316 6672 Tobago Cay Baradel Moment1
20200316 6672 Tobago Cay Baradel Moment31







 

 

 

20200316 6672 Tobago Cay Baradel Moment51
Die Haut wird langsam runzlig, der Rücken rot und zwischen den Fingern sind die ersten Anzeichen von Schwimmhäuten zu sehen. Es wird Zeit zurück zu fahren, bevor sich noch Kiemen bilden.
Noch ein paar Bilder von unserem Ankerplatz.
20200316 6710 Tobago Cay Ankerplatz120200316 6711 Tobago Cay Ankerplatz1

















20200316 6790 Tobago Cay Ankerplatz120200316 6730 Tobago Cay Ankerplatz1





20200316 6750 Tobago Cay Ankerplatz1








Manches kann man in Worten nur schwerlich beschreiben, man muss es erlebt haben. Und das sind die Tobago Cays.

Am späteren Nachmittag fahren wir noch auf die Insel Petit Bateau damit wir das Laufen nicht verlernen. Auf verschiedenen Pfaden durchqueren wir die Insel, die ja auch nicht sonderlich groß ist.
20200317 6935 Tobago Cays Petit Bateau1
Steht dort doch eine Bar! Kurzer Hand entscheiden wir uns nach dieser langen Wanderung für einen Rumpunch.
Und wieder werden wir beobachtet.
20200316 6880 Tobago Cay Petit Bateau1















20200317 6945 Tobago Cays Petit Bateau1
Doch leider kam an diesem außergewöhnlich schönen Tag die Ernüchterung in Form von Corona-Virus.
Nachdem immer mehr Hiobsbotschaften bei uns eintreffen, versuchen wir verlässliche Informationen zu seinem Rückflug zu bekommen. Die Hotline von Condor ist hoffnungslos überlastet. Wartezeiten von mehr als 30 Minuten macht unsere schwache Verbindung nicht mit. Zum Glück macht sich Tine, inzwischen ist es in Deutschland mitten in der Nacht, ans Telefon und kommt nach unendlicher Wartezeit endlich durch. Die Bestätigung, der Rückflug wurde gecancelt, der letzte Flieger von Grenada nach Frankfurt geht am 20. März. Es sind noch 3 Plätze frei, entscheiden sie sich jetzt. !?!?!?
Was bleibt als Option: ob, wann und von wo geht später noch ein Flieger, lässt sich nicht in der Kürze der Zeit klären.
Also buchen. Sch.....
Die Stimmung ist erstmal hinüber. Auch der RumCola hilft da nur schwerlich über das Tief. Es tut uns unendlich leid, dass dieser Urlaub so abgebrochen werden muss.

Wir überlegen uns einen Schlachtplan, wie wir aus den verbleibenden Tagen das Maximum machen können.
Eigentlich waren noch 3 weitere Tage im Pardies geplant, doch um den Flug zu erreichen, müssen wir morgen gegen Mittag den Anker lichten und nach Union Island fahren.

Dienstag 17. März Morgens noch einmal schnorcheln und baden auf der anderen Seite von Petit Bateau. Hier sollen auch Schildkröten und Rochen sein. Anfangs "nur" ein paar Fische an den Korallen. Man ist ja schon etwas verwöhnt. Doch hier tummeln sich die Schildkröten in nur 1m tiefem Wasser. Man musste aufpassen, dass man nicht drauftritt, so nahe waren die am Ufer.
20200317 6930 Tobago Cays Petit Bateau Moment1
20200316 6833 Tobago Cay Petit Bateau1
Durch das flache Wasser kamen die Farben besonders gut zur Geltung. Wir lagen so im Wasser und haben das Treiben bestaunt,
20200316 6837 Tobago Cay Petit Bateau1















da schwebt ein Rochen unter uns hindurch. Sebastian nimmt mit seiner Kamera sofort die Verfolgung auf.
20200317 6930 Tobago Cays Petit Bateau Moment21
Kurz darauf, ich traue meinen Augen nicht, schwimmt doch da ein Hai!!!. Zum Glück war er nur ein Haichen, nicht sehr groß, geschätzt einen Meter. Mit der Kamera bewaffnet nehme ich die Verfolgung auf.
20200316 6831 Tobago Cay Petit Batea1u
Doch keine Chance, obwohl er nur eine Flosse hat, kam ich mit meinen zwei Plattfüßen nicht hinterher.
Nach diesen nochmals schönen Erlebnissen mussten wir auch langsam an die Weiterfahrt denken.
20200316 6810 Tobago Cay Petit Bateau1
20200316 6834 Tobago Cay Petit Bateau1














Gegen 13 Uhr lichten wir den Anker und fahren nach Clifton, Union Island, wo wir aus St. Vincent ausklarieren. Der Wind ist auf unserer Seite und so schaffen wir die 10 sm in 1,5 Stunden. Vorbei an Palm Island, die wir leider aus Mangel an Zeit nur im Vorbeisegeln anschauen können.
20200317 7030 nach Union Island Palm Isand1
Soll einen der schönsten Strände der Karibik haben.
Gemäß Logbuch fällt der Anker um 14:30 auf Position 12°35,73N 061°24,75W.
20200317 7090 Union Island Clifton Ankerplatz1













Custom und Imigration ist bis 16:30 Uhr geöffnet. In der Zeit, in der ich die Formalitäten erledige und weitere Stempel in den Pässen sammle, können Alexandra und Sebastian noch durch den Ort schlendern. Clifton ist entgegen der Beschreibung im Segelführer ein kleiner aber netter Ort. Die Stempel sind trocken, und die Zwei holen mich bei Custom ab. Noch etwas frisches Obst und Gemüse, doch alles andere ist billiger Tourikram. Sebastian nötigt uns in einer netten Straßenbar zu einem Rumpunch. Der war ausgesprochen lecker.
20200317 7101 Union Island Clifton Bar1
Als wir so durch den Ort schlendern entdecken wir Berge von Conch-Muscheln. Das Fleisch der Muschel wird hier in großen Mengen angeboten. Sebastian ist aber für Muscheln nicht so sehr zu haben, also lassen wir das mir den Lambie. Aber wir suchen noch nach ein paar schönen Muschelhäuser.
20200317 7121 Union Island Clifton Muscheln
Auf dem Rückweg wurden uns auch Lobster angeboten. Aber ... die waren so groß, und unserer Töpfe viel zu klein. Der Fischer wollte sie für uns gleich halbieren, das heißt passend machen.

20200317 7122 Union Island Clifton RumCola1
Einfach so halbieren, da taten uns die Tiere leid und wir haben darauf verzichtet.
Alternativ gab es Hühnchen vom Grill mit Süßkartoffeln und Salat.
Am Abend wurde der Ärger nochmals im Rum ertränkt und irgend wann kam die Erkenntnis, dass die Situation zwar blöd ist, aber die Entscheidung die Richtige war.





Für Mittwoch war der folgende Plan: Wir fahren bis zur Insel Carriacou was schon zu Grenada gehört. Ankern tagsüber vor Sandy Island und fahren durch die Nacht nach Grenada in die Prickly Bay und klarieren erst da ein. So hätten wir für Sebastian nochmals das Maximum vom Tag und Inseln. Nicht ganz legal aber bislang hat noch nie einer kontrolliert, ob wir einklariert hatten. Ein Segler aus Holland, den wir auf den Kanaren kennengelernt und auf den Kap Verden wieder getroffen hatten, gab uns den Tipp mit Sandy Island.
So gegen Mittag erreichen wir Sandy Island. Auf dem Weg war wieder der Flaggenwechsel an der Reihe. St. Vincent runter und Grenada hoch.
20200318 7150 nach Carriacou Sandy Island Flagge SVG1
20200318 7180 nach Carriacou Sandy Island Flagge Grenada1
Dieses Mal wurde Sebastian die Ehre zuteil.
Auf der Suche nach einem schönen Ankerplatz wurden wir darauf hingewiesen, wir müssen eine Mooringboje nehmen. Das verkürzt unser Suche ungemein und binnen weniger Minuten hängen wir an einer Boje.
20200318 7210 Sandy Island Strand1
Wir verbringen einen schönen Tag an diesem wunderschönen Palmenstrand.













20200318 7230 Sandy Island Stand u Palme
20200318 7280 Sandy Island Seb
20200318 7293 Sandy Island baden















Nachdem Alexandra eine große Maus in einer Palme entdeckt hat, war der Strand nicht mehr ganz so schön und sie lag auch nicht mehr so entspannt unter den Palmen.
20200318 7300 Sandy Island Maus
Wir waren gerade daran das Abendessen zu richten, da kam das unerwartete. Mein erster Gedanke, die Mooringgebühr wird kassiert. Doch war das die Kontrolle, ob wir schon einklariert hätten. So gestand ich, ehrlich wie ich bin, NEIN, das wollen wir in der Prickly Bay machen. Nach einer Belehrung über das richtige Verhalten bei der Einreise in ein Land, bekamen wir die Aufforderung nach St. George zu fahren, da hier ein Gesundheitscheck gemacht wird.
Reumütig nicke ich fleißig mit dem Kopf und erkläre, wir fahren nach dem Abendessen durch die Nacht nach St. George. Das neue Ziel in den Computer eingegeben, sind es nur noch 30 sm. Also kommen wir ohnehin in der Nacht an.
20200318 7320 nach St George Segel











Kurz vor  20 Uhr machen wir uns von der Mooring los. Aus dem Mooringfeld noch unter Motor setzten wir kurz nach Sandy Island das Vorsegel. Mit achterlichem Wind geht es Richtung Grenada, St. George. Etwas gemütlicher durch die Nacht bleibt Sebastian noch eine Weile auf und genießt bei sternenklarem Himmel die Nacht. Alexandra löst mich dann gegen 2 Uhr ab.

Um 4:40 Uhr fällt im Ankerfeld vor St. George der Anker auf Position 12°02,58N 061°45,51W. Wir legen uns alle nochmals hin.

20200319 7327 St George1
Nach dem Frühstück fahren wir nach Port Luis, um dort einzuklarieren.
Vor dem Einklarieren wird etwas abgelegen in einem Zelt ein Gesundheitscheck in Form von einem Fragebogen und der Messung der Temperatur durchgeführt. Nichts aufregendes, jedoch wird sehr auf Abstand und Hygiene geachtet.
20200319 7322 St Gerorge Gesundheitscheck 2
Danach die üblichen Formalitäten. Noch die Stempel in den Pass und wir sind in Grenada eingereist.
20200319 7323 St George einklarieren1
20200319 7324 St George einklarieren1












Wir fahren gleich zurück zum Schiff um auch gleich weiter zu unserem eigentlichen Ziel der Prickly Bay zu fahren. Für eine Besichtigung bleibt leider keine Zeit. Wir müssen in der Prickly Bay noch ein paar Dinge organisieren, z.B. die Fahrt zum Flughafen. Die Strecke ist nur kurz, so ist die Molly um 13:00 Uhr schon wieder vor Anker. Position: 12°00,03N 061°45,82W
20200319 7330 zur Prickly Bay1
Wir bestellen uns ein Taxi für den nächsten Tag, was auch sehr zuverlässig klappt.
Zum Abschied noch ein Essen im Restaurant Sails, auf Spice Island (Prickly Bay).
20200319 7350 Prickly Bay Essen1
Tja , danach die traurige Aufgabe, ... Tasche packen.
Am Freitag den 20. März
Nach einem gemütlichen Frühstück, einem letzten Bad, müssen wir auch schon bald los.
Pünktlich um 13:00 Uhr wartet das Taxi, das uns zum nahegelegenen Flughafen fährt.
20200320 7360 PricklyBay zum Flughafen1













Am Flughafen das übliche und noch normale Prozedere.
20200320 7380 Prickly Bay Flughafen1
20200320 7400 Prickly Bay Flughafen1
Wir nutzten den Rückweg um ein paar Schritte zu laufen. Wieder am Schiff angekommen fliegt der Condor-Flieger mit Sebastian über unser Schiff.
20200320 7390 Prickly Bay Sebastians Flieger1














Samstag 21.März
Unser Fäkaltank hatte unterwegs unter Verstopfung gelitten. Weder reichlich Abführmittel noch eine Darmspülung hatte eine Verbesserung erzielt. Blieb also nichts anderes als ausbauen und dem Problem so auf den Grund zu gehen. Was wir so alles dabei haben.

Obwohl ich vor unserer Abreise alles ausgebaut und gereinigt hatte, zeigt sich auch hier die tägliche Nutzung. Durch Ablagerungen war der Querschnitt des Schlauches nur noch die Hälfte und, das eigentliche Problem war, eine Urinsteinplatte aus dem Tank hatte sich gelöst und sich auf den Abf20200321 7430 Prickly Bay Reparatur Fkaltank1luß gelegt. Mit der Reinigung des Tankes und neuen Schläuchen war die Toilette am Abend wieder einsatzbereit.
20200321 7450 Prickly Bay Reparatur Fkaltank1
20200322 7470 Prickly Bay Keller putzen1
Sonntag 22. März
Und wenn wir schon mal dabei sind, können wir auch gleich den Keller putzen.

Am Nachmittag laufen wir von der Marina los und wollen die Gegend etwas erkunden.












Wir finden eine kleine lokale Brauerei, die gutes Bier braut und leckere Spareripps hat. Im Außenbereich sind auch noch ein paar kleine Gemüsestände der lokalen Händler
20200322 7480 Prickly Bay Gemsemarkt und Brauerei1
20200322 7490 Prickly Bay Gemsemarkt und Brauerei1
Das haben wir uns aber nach den Aktionen der letzten beiden Tage auch verdient. Zudem hatten wir auch schon lange kein Fleisch mehr.

Montag 23. März
Wir bringen vormittags die stb Unterwant als Muster zum Ausrüster und gehen dann zum Einkaufen. Auch hier sind schon die ersten Maßnahmen wegen dem Corona Virus zu sehen.
20200323 7540 PricklyBay Einkaufen bei Corona Virus1
Es dürfen nur eine bestimmte Anzahl an Leuten in den Supermarkt und jeder muss sich desinfizieren. Auch die Einkaufswägen werden nach jeder Nutzung desinfiziert.



Auf dem Rückweg ist unsere Want schon fertig.
20200323 7530 PricklyBay Reparatur der Want120200323 7550 PricklyBay Reparatur der Want1
Erkenntnis: es ist beeindruckend wie instabil der Mast ist, wenn auch nur die Unterwant fehlt. Der Mast ist bei Schwankungen des Bootes in dem Bereich, wo die Unterwanten angeschlagen waren, bestimmt um 5cm zu jeder Seite durchgeschwungen.
Deshalb war ich froh, dass ich noch am gleichen Tag Ersatz bekommen habe. Der Wechsel war doch recht einfach, da keine der Salinge betroffen waren.

Inzwischen haben die meisten Restaurants geschlossen oder bieten Essen nur noch zum Mitnehmen an.

Dienstag 24. März
Die Grenzen von Grenada sind zu. Die Coast Guard fährt Patrouille entlang der Küste.
Wir bekommen noch einen Termin beim Friseur. Mit Mundschutz und Handschuhen bewaffnet werden die Haare gewaschen.

Mittwoch 25. März

Tag 1 der Ausgangbeschränkung
Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen. Ausgangsbeschränkung auf das Notwendigste wie Arzt, Apotheke und Einkaufen. Taxi maximal ein Fahrgast, Bus maximal 1 Fahrgast je Sitzreihe. Viele Händler bieten Lieferservice auch speziell für uns Yachties an.
Die Maßnahmen sollen für 21 Tage aktiv bleiben.
So sind wir wohl die nächsten 3 Wochen in der Pricky Bay auf Grenada auf unserer Molly gefangen.

Samstag 28. März
Auch die benachbarten Ziele haben alle ihre Grenzen geschlossen. Aruba und Curacao haben ihre Maßnahmen auf den 19. April verlängert.
Nur in St Vincent ist die Einreise an wenigen Stellen noch möglich. Die Versuchung lag nahe, nochmals in die Tobago Cays zu fahren. Doch ist die Versorgung mit Lebensmittel wie auch medizinisch deutlich schlechter als in Grenada und ein Zurück gäbe es dann nicht mehr. Da keiner abschätzen kann, wie lange diese Quarantäne aufrecht erhalten bleibt, ... wir bleiben hier.
Sobald sich ein Fenster in Richtung ABC-Inseln, Kolumbien oder Panama auf tut, sind wir unterwegs.
Doch keiner braucht sich Sorgen machen. Grenada gilt auch schon als hurricansicher. Viele Kanadier und Amerikaner lassen ihre Schiffe über die Sommerzeit hier an Land und fliegen nach Hause, um dann im Herbst wieder zu kommen. 
So harren wir der Dinge, gehen viel schwimmen und genießen die Sonne, bringen die Molly auf Hochglanz und Alexandra macht die Steuererklärung.

Montag 30. März
6. Tag der Ausgangsbeschränkung
20200330 7620 Prickly Bay morgentl Funknetz1
Jeden Morgen um 07:30 Uhr kommt über Funk CH 66 das Grenada Net. Ein Netcontroller berichtet über die Neuigkeiten, und Geschäfte bieten ihre Dienste im Rahmen des Erlaubten an.
Ab heute Abend 19:00 Uhr wird eine totale Ausgangssperre verhängt. Keiner darf das Haus verlassen, bei uns Yachties wird das Grundstück auf 15m um das Schiff definiert. So können wir zumindest baden gehen. Es ist nur in Notfällen erlaubt an Land zu gehen. Supermärkte werden geschlossen, es besteht nur am Montag, Mittwoch und Freitag die Möglichkeit, die Notwendigsten Dinge einzukaufen. Dies erfolgt unter der Aufsicht der Polizei, damit der Abstand gewahrt bleibt.
So gehen wir heute noch, um uns für die nächsten Tage mit Proviant einzudecken.
20200330 7630 PricklyBay Warteschlange beim Einkaufen1
Die Warteschlange war natürlich vorherzusehen.

Dienstag 31. März
Beschäftigungstherapie
20200331 7640 Prickly Bay Beschftigungstherapie1















20200331 7660 Prickly Bay ein Palometa1
Es geht ein Fisch an die Angel, den wir bislang noch nicht gesehen hatten. Die Suche über Google ergab ein Palometa und Google liefert uns auch gleich ein paar Rezepte, was bedeutet er ist essbar.
Doch leider blieb es an diesem Tag bei dem Einen, so muss er Morgen als Köder herhalten.
Sonst geht es uns gut, wir halten uns der Öffentlichkeit fern, so gut es geht und warten was nach dem 07. April weiter beschlossen wird.
Wir sind auch nicht die Einzigen, die hier gefangen sind und auf eine Weiterfahrt warten.

Das abendliche Angeln ist nur manchmal von Erfolg gekrönt. Doch ab und zu verirrt sich doch mal einer an meinen Haken. Heute ist es wieder einmal ein kleiner Thuna.
20200401 7670 Prickly Bay Angelerfolg Thuna1Und der kommt in die Suppe! Morgen gibt es Fischsuppe mit Thuna und Muscheln.
Kurz darauf meldet sich noch ein Bonefisch an meinem Haken, der auch mit in die Suppe will. Aber ... du kommst da nicht rein!!
20200401 7690 Prickly Bay Angelerfolg Bonefish1
Denn eine kurze Recherche bei Fischen in der Karibik ergab, dass die Innereien bei diesem Fisch giftig sein sollen. Damit ist er raus aus der Suppe, aber kann ja noch als Köder dienen, einen guten zu fangen.






Freitag 03. April
Wir versuchen uns Gesund zu halten, schwimmen täglich ein paar Runden um das Schiff,
20200403 7720 Prickly Bay Schwimmen ums Schiff1
schrubben das Unterwasserschiff und essen Obst, soweit noch welches zu bekommen ist.
20200403 7730 Prickly Bay Passionsfrucht1
Passionsfrucht ist lecker und gesund.

Dass auch wir Yachties uns an die ausgegebenen Vorgaben halten kontrolliert die Coast Guard und patrolliert täglich in unserer Bay wie auch in den angrenzenden Buchten.
20200403 7740 Prickly Bay Coast Guard kontrolliert Ausgangssperre1













20200403 7750 Prickly Bay Coast Guard kontrolliert Ausgangssperre1
Alle sind voller Erwartung, denn Montag den 07. April läuft die Ausgangssperre aus und alle hoffen auf eine Lockerung der Maßnahmen. Auf jeden Fall sind die Grenzen der benachbarten Inseln Tabago und Bonaire noch bis 19. April geschlossen.
So lange hängen wir hier auf jeden Fall fest. Doch vielleicht können wir ja mal auf Grenada noch ein paar Ausflüge machen. Von dieser Insel haben wir noch nichts gesehen.


Dienstag 14. April, Tag 21 der Ausgangssperre
Die Ausgangssperre wurde bis zum 20. April verlängert.
Es wurden Einkaufstage festgelegt, was für diese Woche der Samstag und Sonntag war. Nach mehr als einer Woche war der Bedarf an Lebensmittel bei allen natürlich hoch und somit waren auch alle unterwegs zum Einkaufen. Am Samstagvormittag durften die Namen A bis M und am Nachmittag N bis Z einkaufen, was durch die Polizei auch kontrolliert wurde. Um 8 Uhr morgens macht der Supermarkt auf und ich dachte, the early bird ... Aber mit diesem Gedanken war ich nicht alleine und so stand ich ca. 1,5 km vom Eingang entfernt in einer Schlange von Leuten.
20200411 7790 Prickly Bay Schlange vor Supermarkt1
20200411 7800 Prickly Bay Schlange vor Supermarkt1

Leider habe ich und auch viele andere es nicht bis Mittag in den Supermarkt geschafft und so bin ich nach 5 Stunden Warten mit leerer Einkaufstasche zurück zum Schiff.
Auf dem Rückweg traf ich noch einen Händler der Tomaten hatte und der Eiermann hatte zu den bestellten Eiern auch noch Salat und Kohl.
Die Erkenntnis aus diesem Tag: Kaufe was es gibt.
Am Sonntag, neuer Tag, neuer Anlauf. Der war deutlich erfolgreicher und die Schlange nur 100 m. Alexandra hatte zwischenzeitlich bei einem Händler am Hafen Getränke gekauft, so dass unser Kühlschrank erst einmal wieder voll ist.







Zudem hatte sich auch etwas Anglerglück eingestellt.
20200409 7765 Prickly Bay Redsnapper1
Wobei ein richtig großer Snapper, den wir schon an Bord hatten, sich vom Haken gelöst hatte und wieder ins Wasser gesprungen ist. Mein Fluchen war vermutlich durch die ganze Bucht zu hören. Drei weitere, etwas kleinere haben sich dann doch erbarmt und sich an meinen Haken gehängt.
20200409 7770 Prickly Bay Red Snaper1
Snapperfilet war eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.

Da wir sonst nicht von Bord dürfen, unser Areal wurde mit 15 m um das Schiff definiert, gehen wir jeden Tag schwimmen. Es hat sich schon eine tiefe Furche um das Schiff gebildet, weil wir immer die gleichen Kreise ziehen.






Unsere geplante Route müssen wir wegen dem weltweit ausgebrochenem Virus aufgeben. In Ecuador, wo wir eigentlich die Hurricanesaison verbringen wollten schlägt der Virus voll zu. Die medizinische Versorgung ist dort zusammengebrochen. Auch die kleinen Inselstaaten der Südsee haben die Grenzen geschlossen.

Überlegungen:
Wir haben ja schon zu Beginn die Zeit in der Karibik verkürzt und in St Lucia angefangen. Bedingt durch den Virus wurde Sebastians Rückflug um 2 Wochen vorverlegt, wodurch wir leider einen Teil der Route mit ihm überspringen mussten um Grenada rechtzeitig zu erreichen. Tja, in Grenada sind wir jetzt seit dem 19. März und haben noch nichts gesehen.
Bislang keine gute Ausbeute.
Eine Option ist, die Hurrikanzeit auf den ABC-Inseln (Aruba, Bonaire und Curacao) zu verbringen und noch eine weitere Saison in der Karibik zu bleiben.

Wir schreiben den 19. April 2020, Tag 26 der Ausgangsbeschränkung
20200419 7830 Prickly Bay Einkaufsbekleidung1
Unsere Einkaufsverkleidung
Die Regierung von Grenada hat beschlossen die Ausgangssperre in gemilderter Form um eine Woche zu verlängern. Einkaufen ist Mo Mi Fr von 08:00 bis 17:00 Uhr möglich. Restaurants mit Lieferservice oder zum Mitnehmen können in der Form öffnen. Mehr aber auch noch nicht. Kein Sightseeing.
Deshalb gibt es auch nichts zu erzählen und keine Bilder. Es ist alles blitz blank, Wenn wir noch mehr putzen, hat das Unterwasserschiff keinen Antifoulinganstrich mehr, Farbe und Gelcoat ist auch nur in begrenzter Stärke vorhanden.
Wir kaufen jetzt nur noch Kleinstmengen um einfach etwas Bewegung an Land zu haben.
Da wollten wir mal eine längere Reise machen und werden soooo ausgebremst. Derzeit können wir nicht abschätzen wann und wohin unsere Reise weiter geht.



26. April , Tag 33 der Ausgangsbeschränkung
So langsam macht sich Langeweile breit.
Wir liegen nun schon 5 Wochen hier in der Prickly Bay auf Grenada und haben, wegen der noch immer bestehenden Ausgangssperre, außer dem Weg zum Supermarkt noch nichts gesehen.
20200420 PricklyBay Wartung Aussenborder Getriebel und Impeller1
Aus lauter Verzweiflung, aber auch weil das Dinghi unsere Verbindung an Land ist und damit häufig genutzt wird, habe ich dem Außenborder  neues  Getriebeöl gegeben. Der Impeller war noch gut.
20200423 Prickly Bay Austausch der Unterwanten1
An den Unterwanten sind ein paar Kardelen gebrochen. Nach dem auch hier der ein oder andere Betrieb wieder arbeiten darf, konnte ich neue Unterwanten machen lassen und habe diese auch gleich eingebaut.
Der Fachmann vor Ort hat mir zu etwas weniger Wantenspannug geraten.
So habe ich die Spannung von 20% Bruchlast auf 15% verringert. Das Ergebnis wird sich zeigen, sollten wir irgendwann wieder segeln dürfen.


Die Highlights der Woche sind die "Wandertage", d. h. Montag, Mittwoch und Freitag dürfen wir an Land und Erledigungen machen.
Außerdem kommen wir Segler über Funk zusammen:
Morgens um 7:30 ist die Funkrunde - Notfälle jeglicher Art, das Neueste aus dem Ministerium zum Viruns, Lieferanten bieten ihre Waren an, Wetterbericht, wann und wo gibt es Benzin, Wasser, Gas ... das geht meist so 30 Minuten. Am Dinghidock gibt man die leeren Kanister oder Gasflaschen ab und bekommt sie den nächsten Wandertag wieder. Hier und da kommt mal ein Wagen mit Obst, Gemüse und Eier oder gar Snacks zum Steg. Getreu nach unserem karibischen Motto: nimm wenn es gibt.
Einmal die Woche ist Yoga über Funk
Abends um 19:00 Uhr gibt es Seastories - Geschichten und Erlebnisse, jeder darf dazu beitragen. So hangeln wir uns durch die Wochen.

20200426 PricklyBay windiger Tag1
In den letzten Wochen hatten wir zwar immer Wind und Sonne, doch heute laufen tausende kleine Wellen mit weißen Krönchen durch die Bucht. Die frisch eingebauten Wanten heulen im Wind. Der Blick auf den Windmesser verrät uns 20 -25  Knoten mit Böen bis über 30 Knoten.

Wenn man so nichts mehr zu tun hat, kommt mein Bastlerherz zum Vorschein. Wie wäre es mit einer Regenrinne am Sonnendach womit wir gutes Regenwasser auffangen können. Die Regenzeit  beginnt im Juni. Das nächste Projekt ist geboren.

06. Mai 2020
Heute vor einem Jahr haben wir die Leinen in Lemmer losgeworfen und uns auf die Abenteuerreise gemacht, von der wir lange schon geträumt hatten. Sehr viele schöne Erlebnisse und Eindrücke haben wir auf unserer Reise gesammelt.  Wenn wir so manchmal unsere bisherige Reise Revue passieren lassen, können wir schon jetzt abendfüllend Geschichten erzählen. Bis hier haben wir nicht einen Tag bereut, diesen Schritt gemacht zu haben. Leider müssen wir in Grenada eine Corona-Pause einlegen.
Doch so langsam werden die sehr strengen Maßnahmen gelockert und wir haben Mo, Mi und Freitag Freigang. Zumindest


20200503 8080 Prickly Bay Ankerkette nach 6 Wo1
können wir was zu Fuß erreichbar ist die Gegend erkunden. Noch sind keine Mietwagen verfügbar und die öffentlichen Busse fahren auch noch nicht.
Unsere Ankerkette ist voller Bewuchs und das Unterwasserschiff müsste dringend gemäht werden.

20200504 8100 Prickly Bay Wanderung nach St George kl Kneipe am Weg1
Kleine Kneipen am Wegesrand laden zum kleinen Snack und Bier ein, doch haben noch nicht alle wieder geöffnet.
20200504 8200 Prickly Bay Wanderung nach St George frisch gepresster Zuckerrohrsaft1
So greifen wir auf frisch gepresstes Zuckerrohr zurück. Mit etwas Eis ist es zwar süß aber sehr erfrischend und hat einen sehr eigenen Geschmack. Nur darf man nicht zu viel davon trinken, sonst fehlt der Grundstoff für den Rum.
Die Folgen wären nicht auszudenken.




20200504 8100 Prickly Bay Wanderung nach St George Grand Anse Beach1
20200504 8160 Prickly Bay Wanderung nach St George Beach mit Maske1
Es gäbe ja schöne Strände mit nahezu weißem Sand, Palmen und Mangroven, doch ist es derzeit noch nicht erlaubt diesen zu nutzen.
Ein schönes Lied auf Grenada verspricht. "There will be better days"








 

Samstag 17. Mai 2020 Tag 54 der Ausgangsbeschränkung

Nach endlosen Wochen der totalen Einschränkung, noch immer in der Prickly Bay vor Anker, stellen sich die ersten Lockerungen der Regularien ein.
Die Versorgung (Essen, Wasser, Benzin, ...) ist jetzt an fünf Tagen die Woche möglich, auch dürfen wir jetzt täglich für 1,5 Stunden für sonstige Aktivitäten das Schiff verlassen und ... die Strände sind vormittags wieder geöffnet. Und, wir dürfen innerhalb der Grenze von Grenada wieder segeln und in andere Buchten verlegen.

Die Freiheit zu genießen sind wir ans Riff beim Prickly Point gefahren

20200513 8340 Prickly Bay am Riff Prickly PointDanach habe ich mir unser Unterwasserschiff angesehen,

20200513 8360 Prickly Bay unsere Schiffsschraube
zum Glück noch nicht festgewachsen, aber da wartet Arbeit auf mich.
In diesem warmen Wasser gedeihen nicht nur die Korallen, allmögliches Gewächs hängt da unten dran.











Auf diesen Schreck und zu Stärkung der anstehenden Arbeit haben wir uns Pizza gemacht. Eine gute Pizza mit einem Glas Rotwein (noch aus Deutschland) ist zwar nicht karibiklike, aber schmeckt trotzdem sehr gut.

20200513 8375 Prickly Bay selbstgemachte Pizza
Danach ist nach langer Zeit wieder Strand auf dem Programm, Grand Anse auf der Leeward Seite der Insel.

20200514 8410 Prickley Bay der Strand Grand Anse wieder geffnet
Am nächsten Tag, unser Bewegungsdrang ist kaum zu bändigen, laufen wir zur Clarks Court Bay. Unser Ziel ist der Lunch ( Wahoo mit Pommes und Salat) in der Whisper Cove Marina. In der morgendlichen Funkrunde auf VHF 66 wurde das als "Take away" angeboten.  Restaurants dürfen noch nicht öffnen.
Wir also los, Fußmarsch 1,5 Stunden durch Wald und entlang von Mangroven. Den Fisch muss man sich verdienen.


20200515 8480 Prickley Bay Wanderung zur Whisper Cove Marina
Eine kleine Marina mit einem riesigen Mooring- und Ankerfeld. Klein, familiär und sehr freundlich. Die Regularien werden nicht ganz soo eng ausgelegt, so genießen wir an einem Tisch etwas abseits (um den Abstand zu wahren) unseren Fisch. Dann treffen wir noch Willam und Lisa (Engländer) und haben einen schönen Tag.
20200515 8500 Prickley Bay Wanderung zur Whisper Cove Marina20200515 8530 Prickley Bay Wanderung zur Whisper Cove Marina













Auf dem Rückweg haben den Weg unzählige Löcher im Boden gesäumt, in denen Krebse wohnen. Das sind ordentliche Kaliber von ca. 25 cm im Durchmesser und unheimlich schnell. Wenn man die Viecher sieht, erschrickt man sich erst und ehe man auch nur an das Fotografieren denkt, sind sie auch schon in einem der Löcher verschwunden.
20200515 8570 Prickley Bay Wanderung zur Whisper Cove Marina Krebslcher
20200515 8580 Prickley Bay Wanderung zur Whisper Cove Marina Mangobaum
Zum Abschluss unserer Wanderung noch dein schöner Mangobaum. Die sind gerade reif und gibt es an jeder Ecke nachgeschmissen.










Wo befinden wir uns und wohin sind wir gewandert:
Karte Wanderungen













































Weitere Erkenntnisse:
Den Geräteträger so auslegen und gestalten, dass Solarzellen mit einer Kapazität von 500 Watt darauf passen und er gleichzeitig als Davids für das Dinghi benutzt werden kann. Während der langen Ankerzeiten vereinfacht es die Sicherung des Dinghis und für die Fahrt und Nutzung der Windsteueranlage kann es wie jetzt auch weggepackt.
Der WLan Router erweist sich als ein sehr nützliches Gerät
Viele WLan-Anbieter erlauben nur eine begrenzte Anzahl an Nutzer, da sind wir mit unserem eigenen kleinen Netzwerk an Bord doch unabhängig. Es empfiehlt sich jedoch den aktuellen Standard von 2,4 und 5 GHz zu berücksichtigen.
Ich wiederhole mich hier vermutlich, doch ist es eine wichtige Erkenntnis
Wir genießen die Ausflüge, das Wetter und das Wasser, doch der Pflegeaufwand ist um ein vielfaches höher als in Deutschland.
Das Unterwasserschiff wächst in 8 Wochen zu, der Propeller hat keinen Vortrieb mehr, alles was metallisch ist (ob Edelstahl oder nicht) rostet. Man ist ständig am Putzen oder das Schiff gammelt einem unter dem Hintern weg.


Montag 18. Mai

55. Tag der Ausgangsbeschränkung
Seit kurzem ist es erlaubt ist innerhalb den Grenzen Grenadas, nach vorheriger Genehmigung der Coast Guard, in eine andere Bucht zu fahren. So haben wir heute entschieden, wir brauchen Tapetenwechsel. Seit 8 Wochen am gleichen Ankerplatz, mit den wenigen Fischen in der Bucht sind wir per DU. Die Dragon Bay ist ca. 19 sm nördlich der Prickly Bay und etwas abgelegen in einem Marineschutzgebiet. So befreie ich die Molly vom Bewuchs, der letzten 8 Wochen. Mit einer Wassertemperatur von inzwischen 31° C ist ein Treibhaus nichts dagegen.
20200518 8590 Prickly Bay Sealuse nach der Reinigung des Unterwasserschiffs
Eine weitere Erkenntnis: es gibt Seeläuse. Die haben sich in dem Bewuchs eingenistet und sind durch die Reinigungsaktion gestört worden.
Dann noch den Kühlschrank auffüllen, die Vorschoten suchen, die Genehmigung der Coast Guard einholen und Mittwochmorgen geht es los.
Anker auf, doch der schaut ähnlich aus wie das Unterwasserschiff.
20200520 8610 Prickly Bay Anker auf
Davon lassen wir jetzt aber nicht abschrecken. Endlich, das Schiff bewegt sich, wir nehmen Fahrt auf. Was für ein lange nicht gekanntes Gefühl. Sonne, 15 Knoten Wind aus Ost (woher sonst) und einen halben Meter Dünung, Karibiksegeln vom feinsten.
20200520 8640 zu Dragon Bay schnes Karibiksegeln











 







Am frühen Nachmittag erreichen wir die Dragonbay. Da es ein Marineschutzgebiet ist, ist hier Ankern verboten. Die Bay ist eher klein und es gibt nur eine Mooringboje und die ist frei. Das Wasser ist glasklar und der Grund springt einen förmlich an. Ob das mal tief genug ist???? Zur Sicherheit gehen wir erstmal in die Nachbarbucht (Gand Mal) und prüfen die nächsten Tage mit dem Dinghi und einem Lot die Wassertiefe.
20200521 8730 Dragonbay schnorcheln
Ein erster Schnorchelgang am Nachmittag zeigt eine schöne Unterwasserwelt.
Ein Wahnsinniger fand es wohl toll hier ein paar Betonfiguren zu versenken und es Skulpturenpark zu nennen. Zum Glück stören die Fische sich nicht an so etwas.
20200521 8760 Dragonbay schnorcheln20200521 8790 Dragonbay schnorcheln














Am Nachmittag kommen die Fischer wieder zurück.
20200521 8870 Gand Mal Bay Fischer nehmen Fische aus
Die großen Fische werden gleich auf See ausgenommen. Mit den kleineren kommen sie ans Boot und bieten uns den Fang des Tages an.
Manchmal Wahoo, Baraccuda, Snaper oder MahiMahi. Heute ist es Tuna.

Am Abend sobald die Sonne unter ist kommt als erstes die Venus am Himmel auf.
20200521 8890 Grand Mal Bay Venus am Himmel
Putzt mal die Staubkörnchen vom Monitor und der Punkt, der dann nicht weg geht ist die Venus.












Heute 22. Mai 2020, ein schwerer Tag, besonders für Alexandra. Ihre Mama ist vor wenigen Tagen gestorben und heute ist die Aussegnungsfeier,
20200522 9900 Kerzean der sie nun nicht teilnehmen kann. Zum einen ist dies der Entfernung geschuldet, aber doch hauptsächlich dem Virus Corona. Es gibt seit langem keine Flüge von der Insel mehr.
So sind wir in Gedanken und über WhatsApp mit zu Hause verbunden.




20200524 10020 Grand Mal Sonnenuntergang
                                                                                                                                          Sonnenuntergang 24. Mai


Montag 25. Mai
Wir fahren mit dem Dinghi in die Dragon Bay und wollen zu den Annandale Wasserfällen laufen (7,5 km einfach). Hierbei stellen wir fest, dass die Dragon Bay viel schöner ist als unser Mooringplatz.
Der freundliche Fischer Toni, bietet sich an auf unser Dinghi am Strand auf zupassen. Natürlich gegen ein kleines Entgelt. Trotz dem dass unser Dinghi an einem Baum angeschlossen ist, sollte man solche Angebote nicht ausschlagen.
Als wir aus dem Ort herauskommen, entpuppt sich unsere Tour als botanische Excursion.
20200526 10050 Grant Mal Wanderung zum Annandale Wasserfall evin holt uns eine Brotfrucht
An diesem Baum hängen riesige grüne Früchte. Ich mache mir eine kleinere ab, doch bald wurde ich belehrt, das sind Brotfrüchte und meine sei noch nicht reif. Sofort geht er mit seiner Machete los und holt uns eine schöne Brotfrucht. Kann man essen wie eine Kartoffel, nur dass unsere Frucht wohl für 4 Mahlzeiten reicht. Er stellt sich als Devin vor und geht noch ein Stück mit uns.

20200526 10140 Grant Mal Wanderung zum Annandale Wasserfall Brotfruchtbaum
Unterwegs erzählt er noch viel über verschiedene Früchte und wie sie zubereitet werden.
In einer kleinen Bar am Wegesrand laden wir Devin noch zu einem Bier ein, dann trennen sich unsere Wege.

20200526 10090 Grant Mal Wanderung zum Annandale Wasserfall Devin hat uns all die Frchte erklrt














20200526 10100 Grant Mal Wanderung zum Annandale Wasserfall mit Devin
Ja, ja, das ist nicht Corona smart, doch manchmal hat man die Situation nicht ganz unter Kontrolle.
Weiter des Weges begegnen wir Zwei die gerade mühsam Mangos ernten und trotzdem bekommen wir zwei.
Anden Wasserfällen angekommen, essen wir unsere Brotzeit.
Auf dem Rückweg finden wir noch mehr Mango, Lemonen, Kakao, French Cashew Äpfel und Muskatnuss. Der Rucksack ist voll.
20200526 10200 Grant Mal Wanderung zum Annandale Wasserfall Kakao   Die gesammelte Ausbeute
20200526 10240 Grant Mal gesammelte Frchte der Wanderung















20200526 10250 Grant Mal Brotfrucht mit Kassler
Zum Abendessen gibt es Brotfrucht mit einer Art Kassler.
Jedenfalls schmeckt die Brotfrucht lecker.

20200526 10300 Grand Mal Sonnenuntergang

Zum Abschluß des Tages noch ein schöner Sonnenuntergang











Dienstag 26. Mai, Tag 63 der Ausgangabeschränkung

Die einzige Mooringboje die noch in der Dragonbay ist, wird seit Tagen von Fischern mit einem  riesigen Setzkescher mit Köderfische belagert. Die sind auch nicht gewillt das Teil dort weg zunehmen. Wir sollen doch in der Bucht ankern. Eigentlich kein Problem, doch ist das ein Marine Schutzgebiet wo ankern verboten ist.
Eine Anfrage bei der Coast Guard ergab: die sind gleich vorbei gekommen, haben sich über unsere Herkunft informiert und uns das  Ankern in der Bucht genehmigt.
Mooringleine los, Anker klar, wir fahren in die Dragon Bay. Kleine Bucht, glasklares Wasser, Korallen und Fische. ... ein kleines Paradies, das wir ganz für uns haben.
Wir werfen den Anker erstmal auf einer Sandfläche, mit Maske, Schnorchel und einer Markierungsboje gehe ich einen geeigneten Platz für unseren Anker suchen. Wir wollen ja keine Korallen beschädigen. So finden wir auch eine große Sandfläche die ich mit der Boje markiere. Der Ankere fällt auf knapp 5m Tiefe auf Position 12°05,125N 061°45,756W

Samstag 30. Mai

Wieder einmal dehnen wir die Regularien zu unseren Gunsten. Aus den 90 Minuten, die wir eigentlich Unterwegssein dürften, werden mal soeben 5 Stunden. Ist ja nur unwesentlich mehr.
Wir fahren mit unserem Dinghi, was in Punkto Seemeilen der Molly bald Konkurenz macht, knapp 3 sm zur Black Bay. Die so heißt, weil dort nur die Einheimischen (Schwarzen) baden, nein ... weil dort der Sand schwarz ist. Ein schnelles Anlandungsmanöver in der Brandung rettet uns vor dem Naß werden.
Wir sc20200601 107130 Wanderung Black Bay Au Coin Fallshließen das Dinghi unter einer Mangrove an, fast schon wie einen Esel, damit es nicht weg fährt. Wie auch immer, der Pfad führt uns durch Plantagen von Kakao und Bananen.
Wobei der Weg zum Ziel oftmals interessanter ist als das Ziel selbst. Was hier so alles wächst ist unvorstellbar und das ohne Pause. An einem Baum hängen oft Früchte die reif sind und schon vom Baum fallen, grüne, unreife Früchte und Blüten.
20200601 107170 Wanderung Black Bay Au Coin Falls
Wir folgen der Straße, die gesäumt ist von Muskatnuss, Mangos, Papaya, natürlich Bananen (die vergisst man schon, da sie zum Alltagsbild gehören), Äpfel, Brotfrucht, Ananas, Kakao ...

20200601 107200 Wanderung Black Bay Au Coin Falls Bier holen








Und nicht zu vergessen Bier, das gute Carib. Das wächst dort leider nicht am Baum, gibt es aber doch an jeder Ecke. Ich hole noch schnell Bier für die Brotzeit am Wasserfall. Nach 2 Stunden Wanderung hat das vom Schiff mitgenommene Bier ca. 28°C, also nicht gerade die Erfrischung die man möchte.
20200601 107300 Wanderung Black Bay Au Coin FallsUnd da sind sie, die Eau Coin Falls.
Dicht im Regenwald versteckt, haben wir die Fälle ganz für uns.

20200601 107210 Wanderung Black Bay Au Coin Falls Passionsfrucht











Auf dem Rückweg noch was gesundes eingepackt, Passionsfrucht.
20200601 107370 Wanderung Black Bay Au Coin Falls Muskatnuss
Zurück am Schiff betrachten wir den Werdegang einer Muskatnuss.

Von der Frucht
zum Kern
und in dem Kern steckt die eigentliche Nuss.









Weiter geht es in der 6. Etappe.
Karte 5 Etappe neu