3. Etappe  15. August 2019 bis mal sehen in 2019      

Marokko und die Kanarischen Inseln

Wir erreichen Afrika, Marokko und die Küste von Tanger so um 13 Uhr. Dann kommt wie immer alles geballt.
Wie ein Magnet, fährt da ein Schleppe nicht einschätzbar kreuz und quer, dann kommt von hinten die Schnellfähre angerauscht und die Segel sollten auch geborgen werden, wir haben immernoch 30 kn Wind. In der Ruhe liegt die Kraft und meist löst sich auch alles gut auf.
Wir setzen unsere Marokko Gastlandflagge und die Gelbe darunter und steuern die Hafeneinfahrt an.
Alexandra hat uns inzwischen über Funk angemeldet, sodass man uns an der Anmeldepier bereits erwartet.
Wir werden zur Polizei und zum Zoll begleitet, füllen mehrere Formulare aus, bekommen unseren Stempel in den Pass und mit einem Besuch der Behörden an Bord ist das Prozedere abgeschlossen.
Wir sind in Marokko und holen die gelbe Flagge wieder ein.
20190815 10 Ankunft in Afrika Marokko Tanger1

Wir nehmen wieder ein Ticket für den Hoppel-Bus (Hop on- hop off) und lassen uns durch die Altstadt von Tanger fahen.
Dannach erkunden wir für uns interessante Teile nochmals zu Fuß. Wobei man hier schnell auf Abwege in sehr kleine
Gassen gerät. So haben wie die andere Welt ersteinmal auf uns wirken lassen. Dabei geben wir ein gutes Team ab.
Ich, vermutich etwas leichtgläubig und mutig und Alexandra, vermutet überall ein Verbrechen.
20190816 210 Tanger1

20190816 300 Tanger1














20190816 340 Tanger1

Unser Ticket gilt 48 Stunden mit zwei möglichen Routen. Am ersten Tag hatten wir die Stadtrundfahrt genommen und am zweiten Tag die Rundfahrt über Land zum Cap Spartel und den Herculesgrotten.
20190817 470 Tanger Rundfahrt1
Auch in Marokko gibt es die Armen dieser Welt! Die soziale Schere scheint hier enorm groß zu sein.

20190817 540 Tanger Rundfahrt Hercules Grotte1
Die Herculesgrotte, mit etwas Fantasie kann man den Kontinent Afrika erkennen.


















Da der Wind über Nacht immer einschläft wollen wir die Gunst der Stunde nutzen und aus dem Bereich Gibraltar früh morgens verschwinden.
Ablegen ist für 7 Uhr geplant. Ich hatte am Tag vorher schon bezahlt. Doch das Prozedere ist doch nicht ganz so einfach wie es beim Einklarieren ausgesehen hat. Denn wir müssen, obwohl wir im Land Marocco bleiben, ausklarieren und das geht nur am Tag der Abreise. Also bin ich um 6 Uhr zur Polizei gegangen um unsere Stelmpel im den Pässen zu holen. Der Polizist war sichtlich erfreut, dass ich ihn geweckt habe. Dann wollte der Zoll unsere Zollerklärung vom Einklarieren sehen. Haben wir aber nicht bekommen. Also nochmal alle an Bord und schauen.
Und immer recht freundlich bleiben!!!
Nachdem dann entlich alle zufrieden waren, konnten wir ablegen.
20190818 590 nach Rabat1
Die Sonne geht gerade auf als wir den Hafen Tanger verlassen.
20190818 610 nach Rabat1
Nach langem haben uns auch wieder einmal Delfine begleitet.
Diese waren jedoch sehr viel größer als die wir vor Spanien und Portugal gesehen haben.
20190818 620 nach Rabat1















Wenn uns in jedem Hafen dieses Prozedere erwartet, müssen wir unseren Kurzstreckenplan nochmals überdenken. Denn abends einklarieren und morgens ausklarieren, was jeweils mindestens 1,5 Stunden gedauert hat, lohnt ja nicht. Da kann er uns nach der Einreiseprozedur gleich den Ausreisestempel in die Pässe reinhauen.
Mal sehen wie das im nächsten Hafen wird. So sind wir jetzt auf dem Weg nach Rabat. (136 sm)
Und: wer in der Meerenge von Gibraltar gefahren ist, lacht über den englischen Kanal.
Durch diesen Düseneffekt sind hier auch bei leichtem Wind Windstärken von bis zu 40 kn mit entspechender Welle.
Bei der Fahrt zum Cap Spartel hatten wir 3 kn Strom gegenan, was wir mit 40kn Wind und 8kn Fahrt über Grund gut kompensieren konnten. Um das Kap herum normalisierte sich die Situation auf 15 kn Am Wind. Windfried wurde aktiviert, so dass wir gemeinsam Mittag machen konnten. Wir sind wegen der vielen Fischeraktivitäten relativ weit abseits der Küste gefahren und die Nacht verlief unspektakulär. Um 11 Uhr ging der Mond leuchtend Orange auf und erhellte die Nacht.
Gegen Mittag erreichten wir die Einfahrt von Rabat. Über Funk bat ich im Hilfe, das die Seekarte in den Tiefenangaben nicht so klar war.
20190819 690 Rabat einlaufen Lotse fhrt voraus1

20190819 730 Rabat einlaufen1

Wir wurden von einem Lotsen abgeholt und in den Hafen geleitet. ... Einklarieren ...

Die Behörden kamen wieder an Bord, erste Frage ist nach Waffen und Drohnen.
Haben wir beides nicht, dann geht es mit den Formularen weiter. 5 Blätter und überall in etwa die gleiche Angaben.
Wie auch immer, die Leute sind freundlich und sehr hilfsbereit. Man hat den Eindruck als wollen sie dieses Prozedere auch so schnell wie möglich abhandeln.




Den ersten Tag verbringen wir mit Repaaturarbeiten und Einkaufen.
An der oberen Saling ist ein Teil der Abschlußkappe abgebrochen wodurch eine scharfe Kante entstanden ist.
20190820 770 Rabat Reparatur der Saling1

20190820 772 Rabat Reparatur der Saling1


So ein spezielles Teil ist ersteinmal nicht zu bekommen und so Improvisieren wir. Einem Stück der Länge nach aufgeschnittenem Wasserschlauch wird auf die Kante gesteckt und mit Schnur und Tape befestigt. Das wird halten bis auf die Kanaren, wo wir uns dann um ein Ersatzteil kümmern.

Damit am Segel nichts passiert, haben wir ein Patch aus Segeltape an diese Stelle geklebt. Dieses hat uns unser Segelmacher aus Lemmer mitgegeben .
20190820 820 Rabat Reparatur Grosegel1














Im Hafen lernen wir gleich mehrere Leute kennen die uns mit Informationen versorgen. So machen wir uns am nächsten Tag auf in die Stadt, genannt Medina (Markt) und Kashba (Altstadt).
20190821 960 Rabat Kashba1

Die neuen Eindrücke erschlagen uns, so vergessen wir teilweise auch Fotos zu machen. Der Markt ist nicht touristisch aufgemacht, es ist ein riesiges Einkaufszentrum, nur nicht so konzentriert. Ein riesiger Markt wo man alles bekommt. Vom Hausaltsartikel über Stoffe, Teppiche, Kleidung, Schuhe, Brot, Fleisch, Gemüse, Obst, ... alles. So nach und nach werden wir vertrauter mit der Umgebung und probieren hier und da von dem Köstlichkeiten: Kaktusfrüchte, Mandelbeäck mit Minztee, fisches Brot vom "Bäcker".
20190821 910 Rabat Medina1
20190821 930 Rabat Medina1
20190822 1350 Rabat Medina Bckerei1













Frisches Hühnerfleisch, ganz frisch, wie in einer Legebatterie sitzen die Hühner und werden dann frisch geschlachtet.
Der Markt endet in der Altstadt, wo wir uns dann auch eine Pause bei Mandelgebäck und Minztee gönnen.
20190821 1080 Rabat Kashba Minztee mit Mandelgebck1

Was uns sehr positiv überracht hat, man wird nicht angesprochen oder von Bettlern belästigt. Es ist der Supermarkt der Einheimischen und lädt zum bummeln ein.

Es ist sehr schwer die vielen neuen Eindrücke einer etwas anderen Welt als gewohnt zu beschreiben. Doch Marokko bietet bei weitem nicht nur diese  altertümlichen Eindrücke, sondern auch ganz modern mit großzügigen Straßen, einem guten öffentlichen Verkehrsnetz.
So fahren wir mit der Straßenbahn wieder zum Hafen.
20190821 1280 Rabat1

Alles neu und modern.











Nach einer Woche machen wir uns dann wieder auf den Weg nach Agadir. Noch wissen wir nicht ob und wo wir einen Zwischenstopp in den 325 sm einllegen.
Am 25. August morgens um 7 Uhr stempelt die Polizei unsere Pässe und der Zoll schaut nocheinmal durch Boot. Alle haben viel Zeit. Wir in dann halt auch. Um 8:15 ist der Zoll fertig. Über Funk meldet sich die Marina, ihr Pilotboot ist defekt und wir sollen alleine fahren. Der Fluss hatte in der Mitte immer so um 3,5 bis 5m, also kein Problem. Draußen erwartet uns ein Dünung von 0,5 bis 1m. Nach so einer langen Zeit im Hafen ersteinmal ungewohnt.
Wegen der Ungewissheit ob Casablanca einen Yachthafen hat und ob wir überhaupt bleiben können und ob sich das späte Einklarieren und das Prozedere überhaupt lohnt, haben wir beschlossen durchzufahren bis Safi. Safi ist ein Industrie- und Fischereihafen und liegt ungefähr in der Mitte der Strecke mit 230 sm, 2,5 Tage). Das sind dann ab Mohamedina noch 150 sm. Von See sieht man wie riesig die Hassan Mosche sein muss. Aus 4 sm Entfernung immernoch ein gigantisches Bauwrk.
Die Nacht über läuft es gut mit bis zu 7 kn , wir machen gute Strecke. Am morgen schläft der Wind dann ein. Den Tag über quälen wir uns mit verschiedenen Segelkombinationen. Aber 5-8 kn Wind mit Dünung von der Seite ist einfach zu wenig. So schaukeln wir uns durch den Tag. (Daher auch der Begriff Schiffschaukel) Der Himmel ist wieder Blau und die Sonne scheint. Da bricht der Schäkel vom Vorsegel.
20190826 1600 auf See nach Safi defekter Schkel Vorsegel1

Diese Schnappschäkel haben uns schonmal im Stich gelassen. Er wird durch einen Schraubschäkel ersetzt. Gegen Abend bringt der Gennaker unsere Molly bei 13 kn auf 5-6 kn Fahrt. Läuft!
Wir werden unser Ziel vermutlich nachts erreichen oder in den frühen Morgenstunden. Bevor Alxandra ins Bett geht, bergen wir den Gennacker. Doch dann lässt sich das Vorsegel nicht mehr ausrollen. In der Nacht lässt sich nicht erkennen was der Grund dafür ist. So fahren wit bis Safi nur mit dem Großsegel.
Unser Wachsystem hat sich für uns so ganz gut eingespielt. Ich übernehme die Nacht und morgens übernimmt dann Alexandra und ich gehe schlafen. So bekommt jeder ausreichend schlaf am Stück. Der einzige Dussel dabei ist Windfried, der muss durchhalten.
Nach ungefähr 6 bis 10 Anrufen über Funk haben wir Portcontrol endlich geweckt. Uns wurde ein Platz an einem Fischerboot zugewiesen. Nicht hübsch, aber für eine Nacht geht das schon. Um 3:15 Uhr haben wir uns vertaut und einen Schlummertrunk genommen. Licht aus und ab ins Bett.


Um 8 Uhr steht die Polizei da und will unsere Pässe sehen. Na gut, das übliche Spiel.

20190826 1680 Safi Fischereihafen defekte Vorsegelrollanlage1
Nach dem Prozedere kümmeren wir uns um unsere Vorsegelrollanlage. Im Mast oben haben wir die Rollanlage kontrolliert und nach einem Ruck dreht sich wieder alles. Wir haben das Segel runter genommen, alle Teile geprüft und wieder hochgezogen. Die Ursache konnten wir aber nicht so richtig lokalisieren.
20190826 1690 Safi vom Mast1
Der Hafen ist nicht sehr hübsch und geht als Notstopp ins Logbuch.
Dann kann ich ja schonmal mit dem Formalitäten beginnen. Für den
Hafen wollen die 537 DHR was ca. 53 Euro sind. Berechnet haben die uns 2 Tage, da wir 3 Sunden länger als 24 Sunden im Hafen lagen.
Alle Einwände waren ohne Erfolg.
Dann zur Polizei die Pässe holen. Ich habe etwas übertrieben und behauptet wir wollen morgen früh um 5:00Uhr los und möchte die Pässe jetzt schon haben. Keine Chance, aber sie bringen uns die Pässe morgen früh. Trick verreckt, jetzt müssen wir wirklich so früh aufstehen. Dieser Gang zur Polizei durch den Industrie- und Fischereihafen hat uns bestätigt, hier wollen wir nicht länger bleiben.
Um 5:30 Uhr waren die Leinen los und wir auf dem Weg nach Agadir (140 sm, 2 Tage).

Nach einer weiteren Nachtfahrt laufen wir am 29. August am frühen Nachmittag in Agadir ein. Inzwischen haben wir mit 2316 sm gefahren.

Als Erkenntnis für Marokko: Wir empfehlen nur Marinas anzulaufen. Davon gibt es an der Atlantikküste nur 3: Tanger, Rabat und Agadir. Die Fischereihäfen nehmen einen zwar auf, aber legen einen zwischen die Fischerboote oder in den letzten Winkel, das Ein- und Ausklarieren ist sehr beschwerlich und zeitaufwendig. Die Häfen sind schmutzig und die Fischer entsprechend. Was einen aber nicht vor Marokko abschrecken sollte. Das Land, die Kultur und die Leute sind sehr interessant haben bis jetzt einen guten Eindruck hinterlassen.
20190828 1730 nach Agadir Vorbereitung auf Agadir1
Vorbereitungen auf Agadir.

Polizei und Zoll sind hier direckt am Hafen womit das Prozedere Einklarieren sehr schnell und unspektakulär geht.
20190829 1770 Agadir Willkommen1
Willkommen in Agadir!

WLan ist wie immer ein Desaster. So laden wir uns die marokanische SIM-Karte mit weiterem Datenvolumen auf. Nur für Euch !!
Hier bleiben wir bis Mitte September, nach unserer Rundreise.
Durch Joussef, einem lakalen freien Arbeiter, haben wir eine Versorgungsfahrt durch die Stadt gemacht. Wir sagen Joussef was wir bauchen und er fährt zu den Orten, die wir sonst nie gefunden hätten. So bringen wir die Wäsche zum waschen, kaufen Gewindeschneider um die Rollanlage zu reparieren. Er kümmert sich um Gas und bringt uns die Wäsche am Montag ans Schiff. Ist doch Service.



Erste Eindrücke von Agadir:
20190830 1790 Agadir Kaktusfrchte1

Die Frucht des Kaktus, frisch aufgeschnitten ist lecker und erfrischend
20190830 1800 Agadir Mittag in Stadtcentrum1
Zum Mittag landestypisch:
Tajine: In einer Tonform werden Kartoffeln, Gemüse und nach Wahl Fleisch, Fisch oder Hühnchen.
Couscous: mit Gemüse und Fleisch
Der Chef hat sich sehr gefreut, dass wir uns für die einheimische Küche interessieren und hat zum Abschluß noch einen Minztee serviert.
20190831 1920 Agadir Fischmarkt1
Fischmarkt
Der Fisch wird auf Holzkohle gegrillt.
Alles sehr einfach aber fangfrisch vom Tag.







Die ersten Tage haben wir die Stadt Agadir und den Markt Shuk el Haid erkundet. Um noch etwas vom Land zu sehen haben wir uns für 2 Tage einen Wagen gemietet.
Der erste Tag eine etwas kleinerer Ausflug in das nahegelegene Paradise Valley, 35 km nödlich von Agadi.
20190904 2240 Agadir Mietwagen nach Paradise Valley1
20190904 2290 Agadir Mietwagen nach Paradise Valley1
Unterwegs ein paar frisch Kaktusfrüchte. Auf dem Markt haben wir gesehen wie sie geöffnet und gegessen werden. Immer lecker.

20190904 2330 Agadir Mietwagen nach Paradise Valley1
Wir fahren so nken durch das Antiatlasgebirge und irgendwann öffent sich ein Tal voller Grün und Palmen. Das im Reiseführer beschriebene Paradise Valley. Wir ziehen unsere Trekkingschuhe an und steigen ab ins paradisische Tal. Ein kleiner, schon fast ausgetrockneter Flußlauf gesäumt von Palmen mit mehreren natürlichen Pools, die zum baden einladen. Natürlich haben sich hier auch schon ein paar Stände etapliert, die Essen und Trinken anbieten.
20190904 2400 Agadir Mietwagen nach Paradise Valley1
Mit wassergekühlten Füßen, einer Hühnchen Tajine und dem obligatorischen Minztee haben wir uns für den Rückweg gestärkt.
Auf der Rückfahrt haben wir das Auto für einen Großeinkauf im Supermarkt und das Auffüllen unserer Dieseltanks genutzt. Wir nehmen den Diesel lieber von der Tankstelle, da er hier einen höheren Durchsatz und zudem für Autos eine bessere Qualität hat. Nur das Beste für unseren Jokel.

Für den zweiten Tag stand ein etwas längerer Ausflug von 180 km nach Tafraoude und den Gorges d´Ait Mansour auf dem Plan.
20190905 2595 Agadir Mietwagen Tafraoute Ait Mansour1
Eine kleine, enge Straße schlängelt sich das Antiatlasgebige empor. Vorbei an kleinen Bergdörfern, Ziegenherden, Eselskarren. Hier ist das Land arm und ursprünglich. Man kann sich nicht vorstellen wovon die Leute hier in der Abgeschiedenheit leben.
Wir haben den Sattel des Gebirges erreicht. Ein großes Schild sagt uns wir sollen hier links abbiegen. H
20190905 2790 Agadir Mietwagen nach Tafraout und Canyon Ait Mansour1
Hier endet zwar nicht die Straße aber der Teerbelag. Dafür ist unser kleiner Fiat 500 nicht unbedingt gemacht aber er schlägt sich wacker.

20190905 2900 Agadir Mietwagen nach Tafraout und Canyon Ait Mansour1
Nach etlichen Kilometern durch diese Steinwüste stoßen wir wieder auf Teer und nicht nur der Fiat hüpft vor Freude. Ich wollte mir nicht vorstellen hier mit einer Panne liegen zu bleiben.


Dann geht es mit vielen Serpentinen wieder nach unten ins nächste Tal und plötzlich eröffnet sich ein Art Oase. Ein kleiner Ort in mitten von Palmen.
20190905 2930 Agadir Mietwagen nach Tafraout und Canyon Ait Mansour1
20190905 2990 Agadir Mietwagen nach Tafraout und Canyon Ait Mansour1
Wir schlendern durch den kleinen Ort und kommen aus dem Staunen nicht raus. Eine kleines Kaffee lädt zu Minztee unter Palmen ein.
Hier lassen wir das Ganze auf uns wirken und genießen den Ausblick von Fels, Palmen und den schönen Häusern. Hier ist auch noch eine alte Wasserleitung aktiv, d.h. eine offene Rinne die an jedem Haus vorbei läuft, einen Abzweiger in das Haus hat und vom Fluß gespeist wird. Erspart zu mindest das Wasserholen vom Brunnen, was wir vielerorts auch noch gesehen haben.
Gegen Fotos sind die meisten Leute hier sehr abgeneigt und winken sofort ab, wenn man danach fragt.

Für die Rückfahrt finden wir einen anderen, geteerten Weg. Der ist zwar etwas länger aber doch schneller.
Die Orte sind gut ausgebaut und modern mit Solar ausgestattet. Doch verlässt man den Ort, ....
20190905 3050 Agadir Mietwagen nach Tafraout und Canyon Ait Mansour1

09. September, heute ist Packtag. Morgen gehen wi auf unsere kleine Rundreise durch Marokko.
Wir fahren mit dem Bus nach Marakesch und haben dort am nächsten Tag eine Führung. Dannach bekommen wir unseren Mietwagen und ffahren Richtung Sahara, wo wir auf dem Rücken eines Kamels die Sanddünen erklimmen. Nach dem Zeltlager geht es auf dem Höcker zurück. Auf dem weiteren Weg schauen wir mal bei Alibaba und seinen Freunden vorbei. Mal sehen was diese Fahrt für Überraschungen bereit hält.

10. September, das Taxi holt uns pünktlich um 9 Uhr an der Marina ab.
20190910 020 Rundreise Marokko Abfahrt1
Es werden nochmal die Pässe geprüft, aber dann geht´s los.

20190910 040 Rundreise Marokko Busbahnhof Agadir1Mit dem Taxi quer durch die Stadt zum Busbahnhof. Mit einem modernen, klimatisierter Reisebus fahren wir 3,5 Std nach Marakkech.





Das Hotel ist nicht weit und auch hier klappt alles. Es ist ja noch früh am Tag so gehen wir noch in den botanischen Garten von Yves Saint Laurent. Nach einer kleinen Runde durch den Souk finden wir einen Italiener wo wir im Innenhof unser Abendessen geniessen.
20190910 270 Rundreise Marokko Marakkech Dachterasse Hotel1
Zurück im Hotel stoßen wir auf der Dachterasse noch auf Alexandras Geburtstag an.

Am nächsten Morgen, nach einem ausgibigen Frühstück holt uns Mohamed zur Stadtführung durch Marakkech im Hotel ab. (Koutoubia Moschee, Paais de la Bahia, verschiedene Handwerksbereiche im Souk, Platz Djemaa el Fna) Auch ein kurzer Stopp zum um Sandalen zu kaufen war noch drin. Mohamed hat nichts aus der Ruhe gebracht und die Zeit spielt hier eine untergeordnete Rolle.
20190911 500 Rundreise Marokko Marakkech Fhrung1
20190911 330 Rundreise Marokko Marakkech Fhrung1
20190911 560 Rundreise Marokko Marakkech Fhrung1













Den Rest des Tages haben wir dann noch auf eigene Faust erkundet. Übersättigt von den Eindrücken und Informationen waren wir froh als wir abends im Hotel ankamen.
Am nächsten Tag stand wiederum sehr pünktlich unser Mietwagen vor dem Hotel. Durch das Atlasgebirge, kleinen Bergdörfern fahren wir in die Region der Berber nach Ait Ben Haddou. Von der Straße abgebogen, geht es über eine Schotterpiste durch Hinterhöfe, wo kein Hotel zu erwarten ist. Hier sind wir falsch!!! Doch dann springt ein Mann aus einer Niesche ??? und öffnet uns ein großes Tor. Wir fahren gespannt hinein und ... Hotel, Orangen-, Zitronen-, Olivenbäume und einen Pool. Hübsch, hier bleiben wir.
20190912 1220 Rundreise Marokko Ait Ben Haddou Hotel im Berbersitl1

Ein breites, ausgetrocknetes Flußbett trennt unser Hotel von der Kasbah, die auch Filmkulisse in verschiedenen Filmen war (Bibel, Gladiator, ...). Nach einer kurzen Erfrischungspause im Pool haben wir dann die Kasbah
besichtigt.
20190912 1230 Rundreise Marokko Ait Ben Haddou Hotel im Berbersitl1

20190912 1600 Rundreise Marokko Ait Ben Haddou Hotel1













Der nächste Tag führt uns zu und mit den Kamelen oder besser Dromedare in die Wüste. Es ist schon beeindruckend wenn ringum nur noch Sanddünen sind.
20190913 1910 Rundreise Marokko Kameltour1
20190913 2070 Rundreise Marokko Kameltour1

20190913 2090 Rundreise Marokko Kameltour1













20190913 2260 Rundreise Marokko Kameltour1

Nach dem Sonnenaufgang und dem Frühstück schaukelten wir hoch zu Dromedar wieder zurück. Mit dem Auto ging es in das nahegelegene Zagora. Nach der etwas einfachen Wüstentour konnten wir uns im Kasbah Hotel und der Poollandschaft entspannen. Da wir ja alle Seiten Marokkos erleben wollten, haben wir auch Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Man sollte es kaum glauben, die haben Radarpistolen. Mit 7 km zu schnell blieb es mit 150 MAD überschaubar.
20190914 2740 Rundreise Marokko Zagora Kasbah Hotel1
Der letzte Punkt unserer Reise waren die Atlas Filmstudions in Quarzazate. Hier wurden etliche uns bekannte Filme gedreht. Unser englischsprachiger Tourguide nahm sich viel Zeit für uns.
20190915 2900 Rundreise Marokko Quarzazate Atlas Filmstudios1













Mit dem kleinen Riad Dar Barbara hatten wir wieder eine ganz besondere Unterkunft. Die Besitzerin Lilly aus London und ihr Mann Hassan aus Marokko.
20190915 3210 Rundreise Marokko Quarzazate Hotel Riad Dar Barbara1

Nachdem wir schon fast Familienanschluß hatten, mussten wir un leider verabschieden und sind zu unserem Hotel nach Marakkech
gefahren. Haben den Mietwagen abgegeben am nächsten Tag mit dem Reisebus zurück nach Agadir.

20190917 3320 Rundreise Marokko nach Marakkech1
















Unseren Engpass mit dem Gas konnten wir hier auch lösen. Zwar hat uns die deutschen Flaschen keiner gefüllt, aber die marokkanischen Flaschen haben das gleiche Anschlussgewinde wie unser Deutschen. Somit können wir einfach unseren deutschen Gasregler auf die marokkanischen Flasche schrauben. Ottwin und Rosi, haben uns erstmal, wie selbstverständlich mit einem Gasschlauch versorgt. Wenn wir jetzt auf Lanzarote noch einen passenden Verlängerungsschlauch bekommen, ist dann auch noch alles sicher. Auch haben uns die Beiden mit vielen guten Tipps versorgt. So fügt sich oft das Eine zum Anderen. Müssen wir noch lernen und vielleicht manchmal mehr Geduld haben.
Die Marina Agadir ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in das Inland. Die Marina ist jedoch mängelbehaftet. Die Duschen und die Toilette kann man keinem zumuten, die Waschmaschine ist defekt und das WLan geht ab und zu. Zum Glück haben wir Dusche und Toilette an Bord, Wäscherei im Ort ist erschwinglich und für stabiles WLan muss man am Hafenbüro sitze.
Youssef, der uns hier mit allen möglichen Informationen und Dienstleistungen versorgt hat können wir nur empfehlen. Er spricht englisch, französisch und spanisch und weiß alles.
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Der Wetterbericht verspricht für die nächsten 4 Tage konstanten Wind aus Nord mit 15 - 20 Koten. Damit werden wir am Sonntag 22. September, nach fast 4 Wochen, auf die Kanarischen Inseln starten.
230 Seemeilen in ca. 2,5 Tagen. Damit wollen wir am Dienstag gegen Morgen in der Ankerbucht auf der Insel La Graciosa unseren Anker schmeißen. Von Segelkameraden haben wir diese als Empfehlung bekommen. Klein, nur ein Ort und eine schöne Ankerbucht. Na das wollen wir doch mal sehen.

Doch erst noch das marokkanische Prozedere Ausklarieren. Obwohl ich uns am Abend zuvor bei Polizei und Zoll für 9:00 Uhr angekündigt habe, was ja keine unchristliche Zeit ist, waren sie frühestens nach Schichtwechsel um 9:45 Uhr für uns da. Na gut, Pässe stempeln und für den Zoll noch eine Tour durchs Boot.
Jezt aber nichts wie los.
20190922 3220 Marokko Abschied1
Doch diesmal nicht nur Abschied aus Agadir, aus Marokko sondern auch Abschied von Ottwin und Rosi, die wir hier im Hafen kennen gelernt hatten.
Irgenwie wollte sich der Nordwind nicht so richtig einstellen und bleib auf SW mit 10 kn, genau gegen an. Am Nachmittag kamen die ersten Überlegungen zu Alternativen auf.
230 sm unter Motor und Wind gegenan ist keine Option. Nach norden Aufkreuzen um denn nach Süden zu Fahen, der Umweg deutlich zu groß. Neuer Kurs nach Fuerteventura abgesteckt, macht nur 10° im Kurs aus. Keine Option. Zurück wollten wir aber auch nicht. Da machte sich so eine gewisse Ratlosigkeit breit. Zwei verschiedene Wettervorhersagen können sich doch nicht so gravierent täuschen. Also geben wir uns noch 2 Stunden unter Motor. Und siehe da, langsam aber sicher dreht der Wind über West nach Nordwest. Motor aus, ruhe im Schiff. Doch was er, der Wind, anfangs verpasst hatte muss nun nachgeholt werden. So hatten wir bald 30kn in Böen 38 kn Wind und wir waren für unsere kalkulierte Ankunftszeit (Dienstag zum Sonnenaufgang) viel zu schnell. Die Windstärke empfahl uns ohnehin das kleinere Vorsegel.

 


20190923 3240 zu den Kanaren Vorsegel gewechselt1
Nach dem Segelwechsel und dem 3 Reff im Gross machten wir immernoch 5-6 kn Fahrt. Die große Genua musste in der Achterkabiene verschwinden. Der Himmel war wolkenverhagen, Keine Sterne, kein Mond. Mit dieser Besegelung fahren wir in die finstere Nacht und es war stockfinster Nacht. Mit der kleinen Besegelung liefen wir nahzu ohne Kränkung durch die Wellenberge. Der Kutscher (Windfried) kennt den Weg. Gelegentlich schaue ich zur Sicherheit auf die Seekarte, alles gut, der Kutscher kennt den Weg.
Am nächsten Tag, nach dem Frühtück, legt sich der Wind langsam auf seine vorhergesagten 15 Kn.
20190923 3290 zu den Kanaren Flaggenwechsel1
Gute Gelegenheit die spanische Gastlandflagge und die der Kanaren zu hissen.

Wir sind zu schnell für die Ankunft bei Sonnenaufgang und zu langsam (auch mit mehr Segel) für die Ankunft vor Sonnenuntergang. Wir entscheiden uns für den gemütlichen Weg und lassen die kleine Besegelung. Um 1 Uhr morgens kann man schemenhaft Land erkennen. Ist doch immer ein gutes Gefühl, auch wenn wir nur 2,5 Tage auf See waren. Um 4 Uhr machen wir eine Wende und verdaddeln noch 3 Stunden bis mehr Licht für die Meeresenge zwischen Lanzarote und La Graciosa ist und vorallem möchte ich bei Tageslicht in ein unbekanntes Ankerfeld fahren.
20190924 3320 Kanaren La Graciosa Land in Sicht1
Was auch gut war, denn es lagen schon 10 Yachten in der nicht zu großen Bucht. Da unser Tiefgang eher gering ist, haben wir einen schöne Platz auf 3 m Wassertiefe unweit vom Strand gefunden.
Bucht Francesca
29°13,10N 013°31,79W
Das passt doch erstmal, jezt noch schön Frühstück und ab ins Bett.





Wieder einmal ein paar kleine Reparaturen. Ich hätte nie gedacht dass Salzwasser so agressiv ist. Alles was iergendwie nach Metall aussieht wir angefressen und korrodiert.
20190925 3430 La Graciosa Wartung und Pflage Salz ist sehr aggresiv1
Die Opferanode vom Propeller wird bestimmt von den Fischen gefressen. Es tummeln sich auch sehr viele Fische unterem Boot. Daher auch der hohe Schwermetallgehalt in den Fischen. Kann garnicht anders sein.

Auch die Bedienung der Ankerwinch will nicht mehr. Ein Taster ist kaputt. 40m Ankerkette von Hand hochkurbeln, geht schon mal aber nicht auf Dauer. Insbesondere da der Anker manchmal nicht beim ersten Anlauf hält. Die Ersatzteilkiste hat das vorhergesehen. Aber nichts was nicht zu reparieren wäre.
20190924 3350 Kanaren La Graciosa Reparatur Fernbedienung Ankerwinch1
Wir schauen uns in Caleta del Sebo, dem einzigen Ort der Insel etwas um. Es gibt nur die wenigen Autos der Inselbewohner und nur Sandpisten. Der Ort hat alles was man braucht, kleine Tapas-Bars, Restaurant und Supermarkt.

20190925 3400 La Graciosa Inselerkundung1














Die nächsten Tage verbringen wir mit baden in unserer Ankerbucht Playa de Francesa und mit Wanderungen über die Südinsel, die dann meist im Ort bei einem Kaltgetränk enden.
20190926 3460 La Graciosa Wanderung um den Sdteil der Insel1

Wir wollten eigentlich auf den Fischmarkt zum Ort, doch unser Aussenborder will nicht. Auch mit mehrmaligen Anziehen konnte ich ihn nicht überreden. Er hatte mehr ausdauer im Nichtstun und mein Arm war schlapp.
Ist ja nicht so als hätten wir keine Erfahrung mit Reparaturen.
20190927 3520 La Graciosa Reparatur Aussenborder1
Der Schwimmer im Vergaser war verdreckt und lief über. Also zerlegen wir das gute Stück mal und reinigen es. Unglaublich wieviel Schmutz im Benzin ist. Es ist bestimmt schon 30 Jahre her, als ich meinen Vergaser vom Moped zerlegt habe.
Beim nächsten Boxenstopp wird ein Bezinfilter nachgerüstet!!

Und wenn wir schon mal dabei sind, seit der langen Liegezeit in Agadir will auch die Logge nicht mehr.

20190927 3550 La Graciosa Reinigung der Logge1
Irgendwie auch kein Wunder. Die könnte bald mal zum Friseur.









Unser eigentliches Ziel war Lanzarote, so lichten wir am Sonntag 01. Oktober den Anker und fahren nach Arrecife. Leider haben wir nur 2 Übernachtungen bekommen, da der Hafen sonst ausgebucht war. Also haben wir nach Ankunft das Schiff noch entsalzt und die Waschmaschine beladen. Der nächste Tag war vom Einkaufen bestimmt. Als erste Maßnahme haben wir unser Gasflasche zum füllen abgegeben. Und das seit Spanien das erstemal funktioniert. Dann bekamen wir einiges an Verschleißteilen bei den Schiffsausrüstern. Nur die Opferanode für unseren Propeller haben wir nicht bekommen. Auch einen Gasschlauch für unsere marokkanische Gasflasche haben wir uns anfertigen lassen. Was die nicht haben wird angefertigt. Ein Kupplungsstück für zwei Gasschläuche, zwei mal Linksgewinde, dauert 1 Stunde und kostet 15 Euro.

Wichtige Erkenntnis: In Arrecife bekommt man alle gängingen Gasflaschen mit Butangas gefüllt. In Puerto Calero haben wir auch eine Zusage bekommen!!!!

Wir haben uns noch eine elektrische Kochplatte gekauft. Im Hafen gibt es Strom und spart Gas. Das ist ein sehr wichter Erfahrungswert den wir gemacht haben.
Den heutigen Tag haben wir in Arrecife verbracht. In einer Apotheke haben wir unser Leibesfülle mal auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebins: weiter so! Wir haben danach auch gleich ein schönes Restaurant gefunden: gegrillte Schrimps und Oktopus.
Gegen Abend mussten wir den Hafen verslassen, eine Verlängerung war nicht möglich, da der Liegeplatz schon gebucht war.
So sind wir in den Vorhafen gefahren und haben dort den Anker geschmisssen.

20191002 3650 Vorhafen von Arrecife Ankerplatz1
Diese Skulpturen erscheinen und verschwinden mit der Tide.

Am nächsten Morgen (02. Oktober) wollen wir in den Süden der Insel und dort auch wieder ein paar Tage länger bleiben. Die Überfahrt war mit 20 kn achterichen Wind und nur 20 sm kurz und angenehm.










Vor dem Hafen Rubicon sind wir dann vor Anker gegangen, was sich ncht ganz so einfach gestaltete. In Ufernähfe war nur Fels und Gestein wo der Anker nicht zuverlässig hielt. Mit jedem Anlauf wanderten wir weiter nach Aussen. Irgendwann war sandiger Boden und der Anker hielt auf Anhieb, nur etwas zu nahe an einem anderen Ankerlieger. Der fünfte Anlauf war dann gut.
20191003 3720 Puerto Rubicon Ankerplatz1
Ich bewundere immer die Segler, die in ein Ankerfeld fahren, sofort den richtigen Platz erkennen, den Anker werfen und passt. Gelingt uns selten auf das erste mal. Ausser wir sind die Ersten.
Jetzt liegen wir hier gut und sicher am Playa Blanca. Blauer Himmel, Wasser 25°C.
Die ersten Tage sind wie immer, den Ort erkunden: Touriinfo, Supermarkt, Restaurants
Hier haben wir auch unsere marokkanische Gasflasche, mit Ottwins Schlauch, der in Arrecife verlängert wurde und dem deutschen Gasregler kombiniert. Mit einem Gaslecksuchspray alle Verbindungen geprüft. Geht doch. Ich möchte sogar behaupten das Butangas ist besser.
Unsere Besichtigungsziele standen im Groben schon fest: Die Salinas Janubio, die Weinberge im Vulkangebiet, den Kratersee bei El Golfo und den National Park Timanfaya. Die Frage war nur wie kommen wir da hin. Nach dem Besuch der Touriinfo war uns klar wir brauchen einen Mietwagen. Der Vermieter PayLessCar direkt am Hafen bot sich als günstig und unkompliziert an.







Freitag 04. Oktober wir machen einen Ausflug.
Zuerst besichtigen wir die Salinas mit einer Führung. Da noch ein englisches Paar mit uns war, haben wir uns auf eine Führung in Englisch geeinigt.
20191004 3810 Ausflug Mietagen Salinas Janubio1
20191004 3940 Ausflug Mietagen Salinas Janubio1
20191004 3970 Ausflug Mietagen Salinas Janubio1













Das Ganze schloß dann, man soll es nicht glauben, mit einem Salz tasting ab. Es gab verschiedenen Feinheitsgrade und Mischungen mit Gewürzen. Etwas Tomate und Wein aus der Region rundete dieses Tasting ab.
Am Kratersee El Golfo startet unser Wanderung durch das Lavafeld am Rande den NP Timanfaya, wo man sich noch frei bewegen darf. Im NP sind Alleingänge verboten. Diese Weite an Lavagestein und vorallem die unterschiedlichten Formen und Arten sind beeindruckend. Und wieder machen wir viel zu viele Fotos, die ich nachher mühsam sortiere und lösche.
20191004 4000 Ausflug Mietwagen Wanderung durchs Lavafeld von El Golfo Kratersee bis Playa del Paso1
20191004 4110 Ausflug Mietwagen Wanderung durchs Lavafeld von El Golfo Kratersee bis Playa del Paso1
20191004 4150 Ausflug Mietwagen Wanderung durchs Lavafeld von El Golfo Kratersee bis Playa del Paso1













Am Samstag wollen wir zum National Park, doch fand hier auch ein Triatholn statt, der uns zu etlichen Umwegen zwang. Dadurch lernen wir auch das Hinterland kennengelernt. Etwas später als geplant, erreichen wir das Besucherzentrum um eine Rundfahrt mit dem Bus zu machen.

20191005 4290 Ausflug Mietwagen NP de Timanfaya1
20191005 4480 Ausflug Mietwagen NP de Timanfaya1

20191005 4520 Ausflug Mietwagen NP de Timanfaya1













Mit mehreren Experimenten wurde uns die noch existierende Erdwärme demonstriert. In einer Tiefe von 3 m herschen noch 250°C . Diese Wärme oder besser Hitze wird im Restaurant als Grill genutzt. Auch gibt es für Gäste ein Loch mit Grillrost wo Mitgebrachtes gegrillt werden kann.
20191005 4710 Ausflug Mietwagen Weinberge in Vulkanasche1
Im Anschluss sind wir noch durch die "Weinberge" gefahren. Eher Weingruben in schwarzem Lavafeldern. Hier haben wir auch eine kleine Bodega gefunden. Alles hausgemacht, der Wein, der Käse und die Tomaten. Wohl gestärkt haben wir uns auf den Heimweg gemacht.
Heute 07.Oktober machen wir mit dem Bus einen Ausflug zu den Ständen Papagayo. Die Strände sind sehr schon, jedoch auch sehr abgelegen. Es gibt nichts ausser einem schönen Strand. So sind wir froh um unseren Ankerplatz in der Nähe zum Hafen und Ort. Morgens frisches Brot, Abends ein Getränk in einer Lounge, oder Tanz bei Livemusik. Auch das macht einen Urlaub aus.

20191007 4930 Rubicon Schwimmen im Sonnenuntergang1

Abends schwimmen wir noch eine Runde um das Schiff.

Am nächten Tag nehmen wir den Bus und fahren zu den Papagajo-Stränden. Stand und Wasser ist sehr schön hier.
20191007 4780 Rubicon an den Strnden Papagayo1














Dann müssen wir natürlich noch auf unseren Vulkan vor der Haustür, der Montaña Roja. Wir besteigen den Vulkan, drehen eine Runde um den Krater mit Fernblick nach Fuerteventura und durchqueren den Krater. Nicht unbedingt spektakulär, aber eine schöne Wanderung mit Ausblick auf unserer Ankerbucht.
20191008 4960 Rubicon auf dem Montania Roja1
20191008 5000 Rubicon auf dem Montania Roja1















10. Oktober 09:00 Uhr wir brechen auf nach Gan Canaria. Wind war anfangs sehr lau, da wir uns noch in der Abdeckung von Lanzarote befinden. 6 sm, wir haben Lanzarote querab gelassen und aus der Abdeckung rausgefahren. Doch der Wind, wo ist er wieder? So müssen wir weiterhin den Motor zur Hilfe nehmen. Nach 2 Stunden unter Motor war unser Geduld
genug auf die Probe gestellt und es frischte zumindest soweit auf, dass wir auf die weitere Hilfe unseres Jokels verzichten konnten. Der Wetterbericht von Las Palmas Radio hatte uns für die Nacht keine veränderung vorhergesagt. 3 Boufort Wind mit einer Dünung von 1,5 - 2 m . Durch den lauen Wind und die hohe Dünung ist das Großsegel immerwieder eingefallen und hat Unruhe in das Schiff gebracht. Wer stört kommt weg. So haben wir das Großsegel zur Nacht hin geborgen und sind nur unter Genua gefahren. Mit 3 Knoten durch die Nacht ist nicht gerade viel, aber der Schlaf ist wichtiger.
Mit 3/4 Mond und Sterne sind wir durch die Nacht gefahren. Um 5 Uhr hat Alexandra mich abgelöst. Am frühen Vormittag war den Gran Canaria in Sicht.
20191011 5050 Gran Canaria in Sicht1


Am 11 Oktober um 14:30 haben wir den Hafen Arguineguin auf Gran Canaria erreicht.
In der Bucht vor dem Hafen fällt der Anker. Eine rote Boje befestigt am Anker kennzeichnet die Position des Ankers. Wie immer halte ich ausschau nach der Boje, wo ist sie? Ich frage noch kannst du sie sehen, da wickelt unsere Welle die Leine bis zur Boje sauber auf. Ordnung ist ja gut, aber nicht zu diesem Zeitpunkt.
Na dann Badehose und Tauchebrille an und mit einem Messer bewaffnet versuche ich der Welle die Leine zu entreißen. Nach vielen Tauchgängen konnte ich die Leine in mehreren Stücken entfernen. Beim Tauchen habe ich mich dann auch gleich noch ordentlich in die Hand geschnitten. Noch nicht einmal beim Schneiden, sondern bei den Schwimmbewegungen.

Nach dem dann wieder Ruhe eingekehrt ist und der Anker liegt, kommt ein Schlauchboot auf uns zu, fragt auf deutsch: Hallo wie geht´s, braucht ihr erste Infos von hier? Und wer sitzt da im Schlauchboot, der Sönke Roever!! Ein Weltumsegler, bei dem ich im Januar das Blauwasserseminar besucht hatte.


20191012 5140 Arguineguin Fische entladen Thunfisch1
Wir fahren mit dem Dinghi so durch den Hafen und schauen sehnsüchtig zu wie der Tunfisch entladen wird. So einen möchte ich auch mal gerne fangen.
Wir haben ja noch ein paar Seemeilen vor uns, kann ja noch werden.
Langsam aber sicher  geht unser Wasser zur Neige. Da wir unseren Ankerplatz nicht aufgeben wollen, entschließen wir uns für die Kanisterlösung, die wir bei den Fischern füllen dürfen.

20191012 5120 Arguineguin Trinkwasser auffllen1

20191012 5160 Arguineguin Verletzung heilt gut1

Danach gibt es einen neuen Verband, das heilt sehr gut.